Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.170
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Gebühren nach Anwaltswechsel


| 25.11.2007 13:22 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Maurice Moranc



Nach einem dem Scheidungsantrag vorausgegangenen Unterhaltsprozess möchte ich meinen Anwalt wechseln, da mein Vertrauen in meinen Rechtsbeistand gewichen ist.

- der Trennungsunterhaltsprozess ist durch und wird abgerechnet werden.

- der Scheidungsantrag wurde abgelehnt, da das Trennungjahr noch nicht verstrichen ist und gegenteiliges nicht bewiesen werden kann.

- in der Scheidungssache in einem Jahr wird aufgrund eines Ehevertrages noch der Versorgungsausgleich und ein evtl. geltend gemachter Nacheheunterhalt zu regeln sein.

Welche Gebühren sind für den Scheidungsantrag soweit angefallen und lohnt sich für das Scheidungsverfahren der Wechsel überhaupt (nicht dass die Scheidung von mir doppelt bezahlt wird!). Falls Angaben fehlen, gerne über Nachfragefunktion.
Sehr geehrter Fragensteller,

die Beantwortung Ihrer Frage erfolgt auf Grundlage der von Ihnen bereitgestellten Informationen. Meine Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung, da das Weglassen oder Hinzufügen von Details zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich. Die Beantwortung Ihrer Frage im Rahmen dieser Plattform kann daher nicht die Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort ersetzen.

Zur Sache:

Ihr Rechtsanwalt hat gegen Sie einen Anspruch auf Begleichung der durch den Scheidungsantrag angefallenen Gebühren. Entlohnt wird nämlich seine Tätigkeit. Unabhängig davon, ob der Scheidungsantrag erfolgreich war oder nicht.

Die Gebühr richtet sich dabei nach dem Gegenstandswert. Dieser errechnet sich bei einem Scheidungsantrag nach dem gemeinsamen Nettoeinkommen der letzten drei Monate. Die für die Durchführung des Versorgungsausgleichs anfallenden Gebühren können nur dann von Ihrem Anwalt beansprucht werden, wenn diese bereits Gegenstand seiner Tätigkeit war. Ob dies zutrifft, ist aus der Ferne nicht zu beurteilen.

Darüber hinaus würde auch Ihrem jetzigen Anwalt im Zweifel ein weiterer Gebührenanspruch entstehen, wenn er nach Ablauf des Trennungsjahres wiederholt einen Scheidungsantrag stellt. Meines Erachtens stellt der zweite Antrag eine weitere eigenständige Tätigkeit dar, die gesondert zu entlohnen ist.

Wechseln Sie den Anwalt, um nach Ablauf des Trennungsjahres einen erneuten Scheidungsantrag zu stellen, wird daher auch dieser für seine Tätigkeit seinen Gebührenanspruch gegen Sie geltend machen. Letztendlich wird Ihnen der erneute Scheidungsantrag in beiden Fällen doppelte Kosten bescheren.

Sollten Sie tatsächlich kein Vertrauen mehr zu Ihrem jetzigen Rechtsanwalt haben, ist ein Wechsel in jedem Fall ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Meines Erachtens ist das Vertrauen zwischen Mandant und Anwalt die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 25.11.2007 | 14:33

Vielen Dank für die Antwort.

Die gemeinsamen Nettoeinkommen der letzten 3 Monate würden sich auf 15.000 EUR berechnen. Damit errechne ich Anwaltsgebühren für aussergerichtliche Tätigkeiten von ca. 900 EUR. Die Fragebögen für den Versorgungsausgleich sind nur ausgefüllt und dem Gericht zugesandt. Käme das hin oder ist etwas vergessen?

Soweit die bisherigen Kosten nicht wesentlich höher sind, würde ich den Wechsel vornehmen wollen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.11.2007 | 18:23

Sehr geehrter Fragensteller,

bei bei 15.000 EUR Gegenstandswert beträgt die 1,3 Gebühr inkl. Auslagenpauschale 899,40 EUR. Eine zusätzliche Terminsgebühr von 1,2 (832,05 EUR)käme hinzu, wenn z. B. ein Gerichtstermin stattgefunden hätte. Dies geht aus Ihrer Schilderung nicht klar hervor. Die gleichen Kosten würden für einen neuen Anwalt bei entsprechender Tätigkeit nochmals fällig werden.

Für den Fall, dass Ihr Anwalt die Fragebögen ausgefüllt hat uns sich dabei tatsächlich mit dem Versorgungsausgleich beschäftigen musste, dürfte sich die Gebühr entsprechend dieses Gegenstandswertes erhöhen. Dies lässt sich aber aus der Ferne nicht feststellen. Auch diese Kosten würden dem neuen Anwalt zustehen, also eventuell doppelt anfallen.

Um klare Aussagen über die bisherigen Kosten zu erlangen, sollten Sie sich von Ihrem Rechtsanwalt die bisher angefallenen Gebühren benennen lassen und anschließend in Ruhe eine Entscheidung treffen. Sie müssen dabei Ihrem jetzigen Anwalt zunächst nicht mitteilen, dass Sie über einen Wechsel nachdenken.

Bedenken Sie jedoch, dass bei einem Wechsel alle bisherigen Kosten zu begleichen sind.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Danke für die präzise Antwort. "