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Gebühren für Scheidung und Vaterschaftsanfechtung


29.03.2005 22:39 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Hallo,

ich habe im Juni 2003 die Scheidung eingereicht.
Mein Anwalt hat den Streitwert im Scheidungsantrag mit 3x gemeinsames Nettogehalt (=10.800 EUR) angegeben. Ich musste bereits 750 EUR und noch einmal 1.000 EUR an meinen Rechtsanwalt überweisen, ohne eine detaillierte Rechnung zu erhalten.
Im Februar 2005 gab es beim Familiengericht einen mündlichen Verhandlungstermin und einen Vergleich hinsichtlich des Versorgungsausgleiches.
Das Gericht hat sich zum Streitwert noch nicht geäußert.
Eine Unterhaltszahlung ist nicht zu erwarten, da wir keine gemeinsamen Kinder haben, beide voll-berufstätig sind und nur 13 Monate verheiratet waren.

Wie hoch dürfen die Kosten bei einem Streitwert von 10.800 EUR sein ?

Meine Noch-Frau ist von einem anderen Mann schwanger. Im Juni 2005 muss ich die Vaterschaft anfechten. Die Kindsmutter hat dem Gericht mitgeteilt, dass das Kind nicht von mir ist. Der biologische Vater wird von der KM nicht angegeben werden.

Welche Kosten (z.B. Anwalt, Gericht, Blutgruppengutachten/HLA-Gutachten) kommen auf mich zu und wie hoch sind sie ungefähr ?
Richten sich die Gebühren bei der Anfechtung auch nach der BRAGO ?

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Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Seit dem 01.Juli 2004 gilt nicht mehr die BRAGO, sondern das RVG für die Berechnung der RA-Gebühren.
Bei einem Streitwert von 10.800,- Euro fallen in einem einvernehmlichen Scheidungsverfahren folgende Rechtsanwaltsgebühen an:

1,2 Gebühr 631,20
1,3 Gebühr 683,80
Auslagen 20,-
1335,-
16%MwSt. 213,60
Gesamt 1548,60 Euro

Hinzu können noch Fahrtkosten und Abwesenheitsgelder sowie Kosten für Kopien kommen. Ich denke daher, dass die RA-Gebühren der Höhe nach korrekt erhoben wurden.

Der Streitwert bei einer Vaterschaftsanfechtung beträgt derzeit 2000,- Euro.

Sie haben incl. Gutachten im Fall des Unterliegens mit Kosten in Höhe von 1500,- Euro zu rechnen. Die Kosten des RA richten sich dabei nach dem RVG. Weitere Infos dazu erhalten Sie unter www.net-rechtsanwalt.de unter "Kosten".

Sollte sich herausstellen, dass sie nicht der Vater des Kindes sind, würden die Kosten allerdings dem Gegener auferlegt.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

Nachfrage vom Fragesteller 30.03.2005 | 21:34

Vielen Dank für Ihre Informationen.
Da die KM die Aussage gemacht hat, dass ich nicht der Vater bin, gehe ich davon aus, dass ich die Anfechtung erfolgreich abschließen werde. Ich hatte allerdings vermutet, dass ich nach § 93 ZPO meine Kosten der Anfechtung selbst tragen müsste.

Könnten Sie bitte konkretisieren, wen Sie als Gegner verstehen, der meine Kosten erstatten müsste ?
Die KM, das Kind, der nicht genannte biologische Vater ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.03.2005 | 16:48

Die Kostentragung bei der Vaterschaftsanfechtung ist in § 93 c ZPO geregelt.

Im Falle des Obsiegens, werden die Kosten der Parteien gegeneinander aufgehoben. Dies heißt, jeder trägt seine Kosten selbst.

Partei wären in Ihrem Fall Sie und die Kindesmutter.

Sollten Sie allerdings unterliegen (Vaterschaft wird bestätigt) richtet sich die Kostenentscheidung nach § 91 ZPO.

Danach hätten Sie die gesamten Kosten des Verfahrens zu tragen.

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