Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Gebühren beim Gerichtsobsiegen

06.05.2005 17:44 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Bei deutschen Gerichten ist die Zeit der Parteien, die sie mit einem Prozess verbringen offensichtlich nichts wert. Man kann wegen einem Diebstahl von 1 EUR,
jedoch nicht wegen einem "Diebstahl" von 100 Stunden klagen.

Bei Amtsgerichten gibt es keinen Anwaltszwang. Man darf selbst klagen bzw. sich selbst verteidigen. Wenn man gewinnt, bekommt man für seine ausdrücklich erlaubte Tätigkeit als "Hobby"-Anwalt keine Entschädigung (Gebühren) von dem Verlierer. Nur ein Rechtsanwalt hat angeblich Recht für die gleiche Arbeit (wie man selbst errichtet) im Prozess Gebühren zu bekommen. Angeblich ist es so, weil die Rechtsanwälte Rechtsberatung-Monopol haben.

Wieso, dass sich trotzdem jedermann bei Amtsgerichten selbst oder durch eine Person seiner Wahl (?) verteidigen darf?


Handelt es sich eigentlich nicht um eine krasse Verletzung unserer Verfassung?

Gibt es dazu evtl. BGH oder VerfG-Urteile?

Gibt es evtl. eine Möglichkeit (d.h. legale "Trickmöglichkeit"), die Kosten eigener nichtanwaltlichen Prozessvertretung durch einen geschickten Antrag (Schadenersatz?, entgagener Gewinn, da man die Zeit sonst zum Geldverdienen benutzen könnte, usw.) beim Obsiegen doch von der Gegenseite zu bekommen?




Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Soweit Sie vor dem Amtsgericht als Partei obsiegen, werden dem "Verlierer" gem. § 91 ZPO die Kosten des Verfahrens auferlegt. Hierzu zählen nicht nur die Anwalts- und Gerichtskosten.
Auch die sog. Parteikosten sind erstattungsfähig, soweit sie durch die eigene Tätigkeit oder die eines Vertreters entstanden sind. Darunter fallen insbesondere Verdienstausfall und Reise/Übernachtungskosten. Die Höhe des Ersatzes ergibt sich aus dem ZuSEG (Gesetz über die Entschädigung von Zeugen und Sachverständigen).

Diese Kosten können Sie im Rahmen der Kostenfestsetzung einbringen. Dazu müssen Sie beim jeweiligen Gericht einen Kostenfestsetzungsantrag einreichen und die Ihnen erwachsenen Kosten bekanntgeben.

Sie sehen, so ungerecht ist die Zivilprozessordnung gar nicht.


Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechts

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67491 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Frage wurde schnell und leicht verständlich beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Wöhler hat meine Nachfrage umfassend, detailliert und gut verständlich beantwortet. Ich fühle mich sehr gut und kompetent beraten. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Nichts auszusetzten. Alles ok. ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen