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Gebrauchtwagenreparatur

| 14.07.2010 19:49 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe im Oktober 2009 einen Gebrauchtwagen gekauft und bereits einige Wochen nach dem Kauf festgestellt, dass in seltenen Fällen die Motorleistung von jetzt auf gleich abfällt und erst nach einen Neustart wieder da ist. Eine Fehlermeldung in der Anzeige gab es / gibt es nicht. Ich brachte den Wagen dann in die Werkstatt. Diese sagte mir, dass sie ohne Fehlermeldung nichts feststellen könnten. Dieses Szenarium wiederholte sich mehrere Male. Bei der letzten Beanstandung des immer wieder auftretenden Fehlers wurde die Werkstatt fündig. Diese meinte jedoch nun, weil der Wagen bereits über 100.000 km Laufleistung hat, müssten wir 60% der Reparaturkosten selbst tragen. Wir reden hier über einen defekten Turbolader mit Kosten in Höhe von 1200,00 Euro (60%). Müsste hier nicht eher die Gewährleistung des Händlers greifen?

14.07.2010 | 20:36

Antwort

von


(199)
Ulzburger Str. 362
22846 Norderstedt
Tel: 040 / 547 89 42
Web: http://www.bischoff-maertens.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Auch bei einem Kauf eines Gebrauchtwagens stehen Ihnen die Gewährleistungsansprüche gemäß § 434 BGB: Sachmangel zu. Der Händler hat lediglich die Möglichkeit, die Gewährleistungszeit auf ein Jahr zu beschränken. Das ist hier jedoch nicht entscheidend, da der Mangel in jedem Fall innerhalb des ersten Jahres nach dem Kauf aufgetreten ist.

Problematisch könnte in Ihrem Fall die Frage sein, ob der Fehler an dem Fahrzeug als Mangel oder als Verschleiß zu bewerten ist. Wenn Sie ein gebrauchtes Fahrzeug kaufen, müssen Sie grundsätzlich damit rechnen, dass Verschleißteile ausgetauscht werden müssen. Dieses stellt keinen Fall der Gewährleistung dar. Gewährleistung wird nur für tatsächlich vorhandene Mängel gewährt. Die Frage, ob ein Mangel oder ein Verschleiß vorliegt, ist im Einzelfall stark umstritten.

Der Einwand, dass Sie sich allein aufgrund der hohen Laufleistung an den Reparaturkosten beteiligen müssen, ist dagegen per se nicht überzeugend. Wenn der Defekt an dem Turbolader einen Mangel darstellt, muss der Händler die Reparatur komplett auf seine Kosten übernehmen. Dieses ergibt sich aus § 439 BGB: Nacherfüllung , wonach der Verkäufer die zum Zwecke der Nacherfüllung (hier also die Reparatur) erforderlichen Aufwendungen zu tragen hat.

Eine Kostenbeteiligung Ihrerseits an den Reparaturkosten ist nur dann sinnvoll, wenn im Streit steht, ob hier ein Mangel oder ein Verschleiß vorliegt, und Sie sich gemeinsam mit dem Händler auf einen Vergleich einigen wollen.

Eine Kostentragung von 60 zu 40 erscheint mir dabei jedoch nicht sachgerecht. Wenn die Erfolgsaussichten 50 zu 50 stehen, sollten zur Vermeidung eines Rechtsstreits die Kosten auch in diesem Verhältnis aufgeteilt werden. Dieses Ergebnis kann jedoch erst am Ende von Verhandlungen stehen.

Sie sollten sich zunächst gegenüber Ihrem Händler auf den Standpunkt stellen, dass hier ein Gewährleistungsfall vorliegt und Sie daher sich in keiner Weise an den Reparaturkosten beteiligen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -


Bewertung des Fragestellers 16.07.2010 | 07:10

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