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Gebrauchtwagenkauf von privat


29.11.2006 13:35 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Hallo, ich habe am 15.11.2006 ein Wohnmobil von privat gekauft. Der Verkäufer versicherte das das Wohnmobil voll funktionsfähig und reisefertig ist (habe ich schriftlich). Angeblich wurden alle Verschleisteile immer rechtzeitig erneuert, so das das Fahrzeug in einem guten Zustand ist. Jetzt hat das Wohnmobil einen Motorschaden und würde mich 3500 € kosten. Ich habe mich mit dem Verkäufer in Verbindung gesetzt, bezgl. das er den Kaufvertrag rückgänig macht bzw. die Kosten übernimmt. Dieser weigert sich aber dies zu tun. Was habe ich für Recht diesbezüglich und was kann ich tun.
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Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn der Motorschaden auf einem Sachmangel beruht, können Sie Ihre Mängelansprüche geltend machen und Schadensersatz verlangen oder vom Kaufvertrag zurücktreten, wenn sich der Verkäufer weigert, den Mangel zu beseitigen.

Dies allerdings nur, dann wenn der Verkäufer im Kaufvertrag die Mängelansprüche im Kaufvertrag nicht ausgeschlossen hat, was bei einem Kaufvertrag unter Verbrauchern grundsätzlich möglich wäre.

In diesem Fall wäre ergänzend zu prüfen, ob der Verkäufer eine Beschaffenheits- oder Haltbarkeitsgarantie abgegeben hat oder einen Mangel arglistig verschwiegen hat und sich deshalb nicht auf den Gewährleistungsausschluss berufen kann. Dies scheint bei der kurzen Nutzungsdauer durch Sie nicht fernliegend.

Falls dies bislang nur mündlich geschehen sein sollte, rate ich Ihnen, zunächst dem Verkäufer den Mangel schriftlich anzuzeigen und ihn zur Beseitigung aufzufordern. Weiter empfehle ich Ihnen, einen Anwalt Ihres Vertrauens mit der weiteren Vertretung Ihrer Interessen zu beauftragen. Legen Sie die Vertragsunterlagen zur Frage eines möglichen Gewährleistungsausschlusses bzw. einer Garantie vor.

Gleichzeitig sollten Sie die Beweise bezüglich des Motorschadens sichern (Fotos, schriftliche Bestätigungen der Werkstatt, beschädigte Motorteile aufbewahren, ggf. ein Gutachten nach Rücksprache mit Ihrem Anwalt) um auf einen möglichen Rechtsstreit vorbereitet zu sein.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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