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Gebrauchtwagenkauf und Mängel

06.04.2016 21:53 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


00:37

Zusammenfassung:

Gebrauchwagen, Mängel bei Übergabe. Ansprüche gegen den Verkäufer

Guten Abend,

ich habe am 21.01. ein Fahrzeug mit knapp 93.000km gekauft. Baujahr 2007.
Der Wagen wurde von einer Privatperson gewerblich genutzt, als Firmenfahrzeug.
Der Kaufvertrag ist ein gewerblicher.

Dort steht unter Gewährleistung:
Die Sachmängelhaftung des Verkäufers wird auf ein Jahr beschränkt.

Am 01.04. war ich in einer Werkstatt, um die Sommerreifen aufziehen zu lassen. Diese gab es beim Kauf dazu.
Jedoch war dies nicht möglich, da 2 Reifen komplett innen abgefahren waren, keinerlei Profil war noch vorhanden, es war komplett glatt. Eine Montage nicht möglich.
Weiterhin teilte man mir mit, dass die Querlenker vorne komplett ausgeschlagen seien. Dies muss schon sehr lange so sein, da wohl deswegen die Sommerreifen innen auch abgefahren sind. Bei den Winterreifen ist es mittlerweile auch zu sehen.

Laut Werkstatt, sind die Querlenker mindestens seit letzten Sommer beschädigt. Ein Verursachen durch mich sei aufgrund der kurzen Zeit und der Laufleistung (knapp 1000km in den 2 Monaten) nicht möglich. Der Schaden bestand zu 100% bereits beim Kauf.

Wie verhält sich dies nun?
Muss der Verkäufer haften? Ist es ein versteckter Mangel?
Muss ich zahlen, da Querlenker als Verschleiß gelten, jedoch ausgeschlossen werden kann, dass ich den Schaden verursacht habe?

06.04.2016 | 23:19

Antwort

von


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Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Die Reduzierung der Gewährleistung bei Gebrauchtwagen ist grundsätzlich zulässig

2. Querlenker gelten in der Tat als Verschleißteile, AG Neukölln, Az. 18 C 114/04 .

3. Allerdings lag der Mangel bereits bei Übergabe vor. Aufgrund der Eigenart des Mangels mußte der Verkäufer Kenntnis von diesem Mangel haben. Ihre Ansprüche bestimmen sich nach § 437 BGB . Sie können den Verkäufer auf Nachbesserung in Anspruch nehmen. Lehnt dieser die Nachbesserung ab, können Sie den Kaufpreis mindern oder von dem Kaufvertrag zurücktreten. Voraussetzung ist, dass Sie nachweisen können, dass der Mangel bereits bei Übergabe des Fahrzeuges vorgelegen hat. Dies wird in einem gerichtlichen Verfahren in der Regel durch einen Gutachter festgestellt.

4. Zur weiteren Vorgehensweise empfiehlt es sich von der Werkstatt eine kurze Einschätzung des Schadens zu erhalten. Mit dieser wenden Sie sich an den Verkäufer und fordern diesen auf den Reparaturkosten sowie die anteiliegen Kosten für funktionstücjtige Reifen zu übernehmen. Sollte der Verkäufer hier kein Entgegenkommen zeigen, wäre der Kaufpreis zu mindern oder Sie treten von dem Kaufvertrag zurück.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Rückfrage vom Fragesteller 06.04.2016 | 23:31

Zu Punkt 3 "Voraussetzung ist, dass Sie nachweisen können, dass der Mangel bereits bei Übergabe des Fahrzeuges vorgelegen hat" ...

Muss ICH in den ersten 6 Monaten den Beweis erbringen?
Oder ist es nicht vielmehr so:
In den ersten sechs Monaten nach dem Kauf haben es Autokäufer recht einfach: Hier muss der Verkäufer nachweisen, dass der Mangel bei der Übergabe noch nicht vorlag. Danach erst dreht sich die Beweislast um und liegt beim Käufer.

Reicht eine Einschätzung der Werkstatt, oder brauche ich direkt ein Gutachten?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.04.2016 | 00:37

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Die Beweislast liegt in den ersten sechs Monaten bei dem Verkäufer. D.h. dieser muss nachweisen, dass kein Mangel bei Übergabe vorlag.

Da der Mangel hingegen ein Verschließteil betrifft, werden Sie nachweisen müssen, dass der Mangel nicht verschleißbedingt eingetreten ist, sondern bei Übergabe schon vorhanden war. Insoweit greift die Vermutung des § 476 BGB nicht.

Die Einschätzung der Werkstatt benötigen Sie aus meiner Sicht, um den Verkäufer auf den Mangel und die sich daraus ergebenden Ansprüche hinzuweisen und diesen zu einem Einlenken zu bewegen. Sollte dieser nicht einlenken und eine gerichtliche Klärung erforderlich werden, wird ein Gutachten erforderlich sein, welches durch das Gericht auf entsprechenden Beweisantrag in Auftrag gegeben wird.

Wenn Sie schon jetzt ein Gutachten erstellen lassen, werden Sie die hierfür anfallenden Kosten im Zweifel selbst tragen müssen.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

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