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Gebrauchtwagenkauf - nicht alle vor dem Kauf entdeckten Mängel beseitigt

| 04.07.2010 19:40 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


21:41
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe bei einem Vertragshändler einen Gebrauchtwagen für knapp 20.000 Euro gekauft. Der Wagen ist etwas über 3 Jahre alt und ist 70.000km gelaufen. Ich wohne 4-5 Stunden (mit dem Auto) entfernt.

Bei der Probefahrt habe ich unter anderem zwei technische Probleme festgestellt, die nicht behoben wurden, was ich erst wenige Tage nach Abholung bemerkt habe. 1. Die Fehlermeldung Airbag oder Gurtstraffer defekt kommt und SERVICE leuchtet entsprechend auf. 2. Die Spiegel schwenken nicht herunter wenn man in den Rückwärtsgang schaltet.

Ich habe mich mit dem Verkäufer per E-Mail und telefonisch geeinigt, dass alle technischen Mängel die ich bemerkt habe und die sonst noch vorhanden sind, beseitigt werden. Es hieß, es sei selbstverständlich, dass der Wagen 100% in Ordnung ausgeliefert wird.

Die Auslieferung verzögerte sich immer weiter bis ich dann endlich nach 4 Wochen das Fahrzeug bekam. Aber nicht mal an die HU hat man gedacht, die ich dann vor Ort nachholen lassen musste.

Ich möchte wissen, welche Möglichkeiten ich rechtlich habe, die verbleibenden Reparaturen ohne Mehrkosten für mich oder zusätzlichen zeitlichen Aufwand machen zu lassen. Am liebsten wäre mir die Reparatur in einer Niederlassung vor Ort oder dass das Fahrzeug kostenlos vor Ort abgeholt und wieder zurückgebracht wird.

Mir freundlichen Grüßen
04.07.2010 | 19:58

Antwort

von


(2299)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
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Sehr geehrter Fragesteller,

hinsichtlich sämtlicher Mängel steht Ihnen das Gewährleistungsrecht zu, sodass das Fahrzeug auf Kosten des Verkäufers repariert werden muss. Alle erforderlich Kosten hierzu, also z.B. das Verbringen des Fahrzeuges zu einer Werkstatt, ggf. Taxi-Kosten für die Rückfahrt, sind vom Verkäufer zu erstatten.

Hatten Sie den Verkäufer denn schon aufgefordert, die Reparaturen durchzuführen und hat dieser dies unterlassen?
Oder hatten Sie einen festen Termin zur Beseitigung aller Mängel ausgemacht, der dann nicht stattfand aufgrund eines Umstandes, den der Verkäufer zu vertreten hat?

Hinsichtlich des Reparaturortes müssen Sie sich jedoch an die gegebenen Umstände des Verkäufers halten, sodass dieser die Wahl hat, in welcher Werkstatt die Reparatur durchgeführt wird.
Wie bereits erwähnt trägt der Verkäufer sämtliche dafür notwendigen Kosten, die Ihnen dadurch entstehen.

Wenn Sie eine der obigen Fragen mit "ja" beantworten können, dann befindet sich der Verkäufer mit der Mangelbeseitigung in Verzug und Sie hätten die Möglichkeit nunmehr auch einen Rechtsanwalt mit der Angelegenheit zu beauftragen. Die Kosten dafür würden Sie dann vom Verkäufer erstattet bekommen.

Gerne kann Ihnen meine Kanzlei dabei behilflich sein.

Wenn Sie noch Rückfragen haben sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Felix Hoffmeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 05.07.2010 | 20:37

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort!

Folgendes würde ich gerne noch genau abklären, bevor ich den Verkäufer schriftlich auffordere die Mängel zu beseitigen:

Ist er verpflichtet die Kosten für einen Transport des Wagens auf einem Schlepper (ca. 500km) zu übernehmen? Ich möchte aus zeitlichen Gründen keinesfalls selbst fahren. Ist er verpflichtet den Transport zu organisieren oder nur dazu die Kosten zu übernehmen, auch wenn ich den Transport beauftragt habe?

Wenn Sie erlauben noch die kurze Frage: Steht mir ein Ersatzwagen zu, wenn ja welche Klasse (ich habe obere Mittelklasse)?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.07.2010 | 21:41

Sehr geehrter Fragesteller,

der Verkäufer ist verpflichtet, alle für die Nacherfüllung (Reparatur) erforderliche Kosten zu übernehmen. Hierzu gehören auch die Transportkosten. Sie sind aber verpflichtet, die Kosten so gering wie möglich zu halten. Wenn Sie also nicht selber fahren möchten, müssen Sie dem Verkäufer noch einräumen, den Wagen ggf. bei Ihnen abzuholen, um so die Kosten im Gegensatz zu einem Schlepper geringer zu halten.
Sie sollten auf jeden Fall im Vorfeld mit dem Verkäufer sprechen und noch keinen Schlepper beauftragen,den Sie ja zunächst bezahlen müssten.

Auf einen Ersatzwagen haben Sie jedoch keinen Anspruch, auch nicht auf die Ersatzkosten, da sich der Verkäufer noch nicht im Verzug befindet und es keine rechtliche Grundlage gibt, ihm diese Kosten aufzubürden. Sie sind also in diesem Fall leider auf die reine Kulanz des Verkäufers angewiesen.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben solten, können Sie mich gerne jederzeit ansprechen.

Bewertung des Fragestellers 07.07.2010 | 20:08

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