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Gebrauchtwagenkauf mit Mängel


| 22.06.2005 19:04 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Habe im Januar einen A4Avant, 8 Jahre alt, mit aktueller Tüv und Au Bescheinigung für 9000€ von einem Gebrauchtwagenhändler gekauft.Schon bei der ersten Fahrt ging die Zylinderkopfdichtung kaputt. Diese hat der Gebrauchtwagenhändler auf eigene Kosten reparieren lassen. Nun, nach 5 Monaten habe ich erneut einen Defekt. Diesmal an der Lenkung! Laut Aussage der Werkstatt mit dem der Händler zusammenarbeitet, sind alle Querlenker sowie zwei Stabilisatoren defekt.Diese Ersatzteile ( ohne Reperatur )würden mich ca. 1100 € kosten. Nun berichtet mir der Händler, das diese Defekte reine Verschleißteile sind und er somit nicht die Kosten bzw. die Haftung dafür übernehmen muß.Der Beweis das das Auto mängelfrei war, würde der Tüv-Bericht sein.
Laut Aussage einer anderen Werkstatt muß schon ein Schaden beim Kauf des Autos an den Querlenkern vorhanden gewesen sein, da ein so hoher Verschleiß nicht innerhalb von 5 Monaten auftreten kann.Meine Frage nun, wie sieht die Haftung des Händlers aus? Muß ein Gutachter eingeschaltet werden, der den Schaden beurteilt und entscheidet ob es normaler Verschleiß ist oder ein verdeckter Mangel ist ? Wie sollte mein weiteres Vorgehen aussehen?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

für Ihre Anfrage bedanke ich mich und beantworte sie auf der Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt:

Der Händler ist Ihnen zum Ersatz des Schadens verpflichtet, wenn es sich bei dem Defekt der Lenkung bzw. der Stabilisatoren um einen Mangel im Sinne des Gesetzes handelt. Bei dem Kauf eines Gebrauchtwagens ist bei der Annahme von Mängeln – wie bei gebrauchten Sachen generell – Zurückhaltung geboten. Der gewöhnliche, altersbedingte Verschleiß stellt keinen Mangel dar. Die Sache ist aber dann fehlerhaft, wenn atypisch viele der möglichen Mängel vorliegen. Dies könnten Sie gegenüber Ihrem Händler ansprechen, da ja bereits vorher Problem mit der Zylinderkopfdichtung aufgetreten sind. Die aufgetretenen Probleme genügen aber der Annahme eines Mangels noch nicht. Versuchen kann man es aber trotzdem.

Dem TÜV-Bericht kommt keine Beweiskraft hinsichtlich der Mängelfreiheit Ihres Pkw zu. Alleine entscheidend ist, ob es sich – wie Sie schon richtig vermuteten – um einen typischen Verschleißmangel handelt oder um einen ersatzfähigen Mangel. Das kann letztlich nur ein Sachverständigengutachten beantworten. Dies wäre im Wege der selbständigen Beweisverfahrens durchzuführen. Das hätte den Vorteil, dass die bewiesene Tatsache in einem späteren Prozess als vollwertiger Beweis anerkannt würde. Die Kosten für das Verfahren hat im Ergebnis die unterlegene Partei zu tragen. Zunächst hätten aber Sie die Kosten vorzustrecken.

Ich befürchte, Ihnen den Rat geben zu müssen, von diesem für Sie kostspieligen Weg Abstand zu nehmen. Im Hinblick auf die zurückhaltende Rechtsprechung bei dem Kauf von Gebrauchtwagen sehe ich wenig Aussicht auf Erfolg, den Händler in die Haftung zu nehmen.

Ich hoffe, Ihnen dennoch weiter geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
Rechtsanwalt
www.rae-linden.de
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