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Gebrauchtwagenkauf / Erstattung Verbringungskosten zur Mängelbeseitigung

| 20.02.2016 12:49 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Stefanie Lindner, Dipl.-Jur.


Fahrzeug wurde bei einen Händler erworben.
1 Monat später wurden Mängel entdeckt.
Der Händler ist auch bereit die Mängel zu beheben.
Jetzt das eigentliche Problem:
Der Händler ist 130 km entfernt.
Nach seiner Aussage soll ich das Fahrzeug morgens 08:00h hinbringen und am Folgetag 18:00 wieder abholen.
Die Werkstatt teilte mir mit, keinen Leihwagen zu haben.
Das heißt für mich, dass ich ein nicht unerheblichen Teil der Kosten für die Verbringung des Fahrzeuges habe (öffentliche Verkehrsmittel, Urlaubstag, etc.).
Welche Ansprüche auf Erstattung meiner anfallenden Kosten habe ich, bzw. welche Pflichten hat der Händler (Selber das Fahrzeug abholen?).

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Nach § 439 Abs.2 BGB hat der Händler auch die Kosten für den Transport des Fahrzeugs zu ihm in die Werkstatt und wieder zurück zu tragen.

Wenn Sie den Wagen selber dorthin bringen, können Sie vom Händler einen Vorschuss auf die Ihnen voraussichtlich entstehenden Kosten verlangen.

Ich gehe in Ihrem Fall davon aus, dass Sie den Wagen für private Zwecke gekauft haben und nachweislich ein Mangel binnen der ersten 6 Monate ab Kauf eingetreten ist.
Dann vermutet das Gesetz, dass der Mangel bereits bei Gefahrübergang, d.h. bei Übergabe des Fahrzeugs an Sie, vorlag und daher der Sphäre des Händlers zuzurechnen ist, vgl. § 476 BGB.
Dann dürfen Ihnen durch den Mangel am Wagen keine Kosten entstehen. Der Händler hat Sie von den Transportkosten freizustellen. Er kann, um diese Kosten zu vermeiden, den Wagen auch abholen.

Außerdem haben Sie einen Anspruch auf Ersatz des Nutzungsausfalles. Ihnen steht während der Reparaturdauer Ihr Fahrzeug nicht zur Verfügung. Hierfür hat der Händler Ersatz zu leisten.
Wie hoch dieser Nutzungsausfall ist, errechnet sich nach Alter, Modell des Wagens, dem Hubraum, etc.

Ich hoffe, ich habe Ihnen mit meiner Antwort weitergeholfen. Bei Nachfragen hierzu verwenden Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion.


Mit freundlichen Grüßen
Stefanie Lindner

Nachfrage vom Fragesteller 20.02.2016 | 13:47

Sehr geehrte Fr. Lindner, vielen Dank für die prompte Beantwortung.
In meinem Fall möchte ich Ihnen den Ausgangssachverhalt noch genauer beschreiben.
Das Fahrzeug wurde für private Zwecke gekauft.
Als Mangel wurde die nicht ordnungsgemäße Wartung des Kfz angeführt.
Im Kaufvertrag wurde notiert, dass eine neue Inspektion durchgeführt wird.
Im Zuge der Überprüfung des Servicehefts wurde festgestellt, dass einige Wartungen des Kfz nicht durchgeführt wurden. Wie bereits angeführt, wurde dem Händler der Umstand geschildert. Dieser erklärte sich bereit, die ausstehenden Wartungen vorzunehmen.
Ich gehe davon aus, dass sich Ihrer Antwort mit dem von mir ergänzten Sachverhalt immer noch deckt.

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.02.2016 | 14:00

Entscheidend für Sie ist, was im Kaufvertrag geschuldet ist. Steht dort drinnen, dass der Wagen scheckheftgepflegt ist und stellt sich dann heraus, dass Wartungen fehlen, liegt ein Mangel vor, so dass Sie zur Nachbesserung berechtigt sind.

Verspricht der Verläufer eine neue Inspektion, führt diese aber dann nicht durch, liegt ein Mangel vor. Dieser berechtigt Sie zur Nacherfüllung.

Hinsichtlich Transportkosten und Nutzungsausfall gilt das oben Gesagte.

Mit freundlichen Grüßen

Stefanie Lindner

Bewertung des Fragestellers 20.02.2016 | 14:04

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