Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Gebrauchtwagenkauf , Grundlage Vertragsrecht

| 27.08.2009 20:01 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,

am 18.8. bin ich zusammen mit einem Bekannten zu einem 180 km entfernten Autohändler angereist, um den zuvor telefonisch besprochenen PKW zu besichtigen.
Auf den PKW wurde ich bei der Internetplattform "mobile.de" aufmerksam. Ich fuhr den Wagen Probe und wir wurden uns handelseinig. Das Fahrzeug sollte ich erst am 05.09. aufgrund interner Autohausregelungen abholen können.
2 Tage später bekam ich eine verbindliche Bestellbestätigung vom Autohaus zwecks Unterzeichnung per e-mail geschickt. Hier war jedoch eine andere Felgendimension aufgeführt (17 Zoll anstatt 18 Zoll). Ich korrigiert die Daten handschriftlich ab und übermittelte den Vertrag an den Verkäufer. Darauf kam die Auftragsbestätigung des Verkäufers aber immer noch mit den 17 Zoll Felgen. Telefonisch erklärte er mir, dass er mir nichts anderes schicken könnte ich ihm aber vertrauen könnte. Die zugesagten Überführungsschilder kann er auf einmal auch nicht mehr bereitstellen, da er das niemals vereinbart hätte.
Ich hatte glücklicherweise einen Zeugen dabei, der die 18 Zoll Felgen bestätigen kann (es wurden vor Ort auch noch Fotos gemacht) und auch die kostenlose Überführungsschilder bezeugen kann. Am Tag der Abholung wird der Verkäufer bereits im Urlaub sein und ich habe Bedenken, dass die 17 Zoll Felgen montiert sein werden...

Frage: Da ich den PKW unbedingt haben möchte, kann ich auf Erfüllung des mündlich geschlossenen Vertrags beharren? (Zeuge vorhanden), oder gilt die abgeänderte Auftragsbestätigung des Verkäufers, die ich so nicht angenommen habe?
Falls der PKW am Tag der Abholung tatsächlich nicht die vereinbarten Felgen hat würde ich das Fahrzeug nicht übernehmen und vom Vertrag zurücktreten, Wäre mein Vertragsrücktritt rechtswirksam und könnte ich wegen Nichterfüllung/Schlechterfüllung Schadenersatz verlangen? (Die Felgen machen ca. 10% des Gesamtkaufpreises aus, da sie neu sind).

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie können auf Erfüllung des mündlichen Vertrags bestehen.

Da dort Angebot und Annahme übereinstimmend erklärt wurden, ist dort der Vertrag geschlossen worden. Eine Schriftform ist nicht notwendig.

Die Auftragsbestätigung ist ein neues Abänderungsangebot, welches Sie ja nicht angenommen haben. Dieses ist also nicht angenommen worden.

Der erste, ursprüngliche Vertrag hat also immer noch Bestand.


Sie müssen zunächst eine angemessene Nachfrist setzen, um die vertragsgemäße Erfüllung zu verlangen. Erst danach könnten Sie zurücktreten und Schadensersatz geltend machen.

Die Frist ist u.a. nur bei ernsthafter Erfüllungsverweigerung entbehrlich, wobei da strenge Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Setzen Sie also lieber eine angemessene Frist.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 27.08.2009 | 20:40

Sehr geehrte Frau RA True-Bohle,
zunächst vielen Dank für Ihre Einschätzung.
Nachfrage:
Falls der Verkäufer eindeutig zu erkennen gibt (z.B.aufgrund des morgen stattfindenden Telefonates) dass der PKW nur mit den 17 Zoll-Felgen übergeben wird, kann ich mir die Anreise von 180 km am 05.09. doch sparen oder muss ich mich vor Ort überzeugen und sollte ggfs. Fotos von dem nicht ordnungsgemäß übergebenen Fahrzeugs machen?
Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.08.2009 | 20:50

Sehr geehrter Ratsuchender,

um ganz sicher zu gehen, sollten Sie die Anreise auf sich nehmen. Fahrtkosten wären als Schadensersatzansprüchen geltend zu machen, wenn tatsächlich nicht die vereinbarten Felgen vorhanden sind.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 27.08.2009 | 20:53

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Jederzeit wieder! Vielen Dank!"
FRAGESTELLER 27.08.2009 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 71558 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und klare Antwort! Hat mir bei meiner Entscheidung sehr geholfen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Es wurde mir verständlich alles erklärt - bin bestens zufrieden und würde diese Art von Beratung gerne bei nächster Gelegenheit wieder nutzen. Herzlichen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort kam sehr schnell, kompetent und verständlich. Ich bin sehr zufrieden . Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER