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Gebrauchtwagenhändler, KFZ Kaufvertrag, Gewährleistungen


| 06.08.2017 11:05 |
Preis: 45,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann




Ich habe im Oktober 2016 einen Gebrauchtwagen, Mercedes R Klasse BJ. 2006 150000 Km, Preis knapp 16000 €, bei einem eigentlich seriösen Händler gekauft, bereits eine Woche nach Kauf hätte ich einen Fehler Bei der sog. Airmatic entdeckt und sofort per, WhatsApp und Fotos den Verkäufer drauf aufmerksam gemacht, die erste Reaktion war, das ich vor Ort den Fehler von einer Wekstatt überprüfen lassen soll, denn der Verkäufer ist ca. 250 KM entfernt.
Die von mir aufgesuchte Werkstatt hat leider keinenFehler gefunden.
Der Verkäufer hat mir zweimal den Vorschlag!!! gemacht das Auto ihnen zu bringen, das ganze aber ohne Fristsetzung, ohne Werkstattvorschlag also sehr unverbindlich und nur per WhatsApp. ( ungefährer Wortlaut: es wäre vlt. besser wenn sie das Auto zu uns bringen könnten....)
Ich machte zwischendrin den Vorschlag das ich mich an den Kosten beteilige wenn ich es vor Ort bei Mercedes reparieren lasse um mir die Fahrerei und damit verbundene Zeitverschwendung zu ersparen Verkäufer war einverstanden, allerdings fand mein ansässiger Mercedes-Händler leider auch wieder keinen Fehler.
Da ich sehr auf dieses Auto angewiesen bin und einfach nicht die Zeit hatte ständig zu irgendwelchen Werkstätten zu fahren hat sich die ganze Geschichte nun fast ein dreiviertel Jahr hingezogen.
Meiner Meinung nach wurde die Luftfederung (Airmatic) auch nicht wirklich schlechter, sondern blieb auf dem defekten Stand wie am Anfang.
Nun habe ich den Händler telefonisch und per WhatsApp etwas mehr unter Druck gesetzt und die endgültige Reparatur verlangt.
Ich brachte ihnen schlussendlich das Auto und jetzt nach fast 5 ! Wochen und auch zwei verschiedenen Werkstätten kam die erste scheinbar vernünftige Diagnose, dort sagte der Meister angeblich das ich definitiv eine Mitschuld habe das der Schaden angeblich jetzt größer und dadurch teurer geworden ist weil ich mir einfach zuviel Zeit lies und dadurch der angeblich erste Schaden andere Teile mit in Leidenschaft gezogen hat, angeblich am Anfang ca. 1000€, jetzt ca. 2600€, ob sich das wirklich beweisen lässt, lasse ich mal dahingestellt.
Der Verkäufer verlangt jetzt eine anteilmäßige Beteiligung von mir an den Reparaturkosten, weil ich ja mitschuldig wäre und er würde, wenn er die WhatsApp Nachrichten einem Richter vorlegt, sowieso gewinnen, dann müsste ich alles komplett alleine bezahlen, im übrigen habe auch ich alle WhatsApp Nachrichten aufgehoben.
Nun, nach diesem Roman, meine Fragen:
Ist mir das wirklich nachzuweisen, das der Schaden sich angeblich potenziert hat?
Ist mir da def. eine Mitschuld anzurechnen?
Kann ich Fahrtkosten geltend machen, 2x Ca. 250 Km, 2 Bahntickets a' ca. 80 €, ?
Wie soll ich mich jetzt verhalten, da ich ihm telefonisch erstmal 500€ zugesichert habe, sonst würde er die Reparatur gar nicht starten und da ich mir doch unsicher mit der Teilschuld war und ich mir ein schlechtes Gewissen einreden lies er aber 800-1000€ wollte?
Muss ich mich da wirklich überhaupt beteiligen?
Vielen Dank

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

"Ist mir das wirklich nachzuweisen, das der Schaden sich angeblich potenziert hat?"

Das ist möglich. Es wird im Streitfall auf ein Sachverständigengutachten hinauslaufen. Wenn der Gutachter dann feststellt, daß der Schaden geringer ausgefallen wäre, hätten Sie das Fahrzeug sofort zu dem Verkäufer gebracht, kommt durch ein Mitverschulden in Betracht.

Sie schreiben: "Der Verkäufer hat mir zweimal den Vorschlag!!! gemacht das Auto ihnen zu bringen". Damit hat sich der Verkäufer zur Prüfung bereit erklärt. Wenn Sie, aufgrund der Entfernung, auf diesen Vorschlag erst zu spät eingegangen sind und der Schaden nun größer ist, geht das zu Ihren Lasten.

"Ist mir da def. eine Mitschuld anzurechnen?"

Das wird nur ein Sachverständigengutachten feststellen können.

"Kann ich Fahrtkosten geltend machen, 2x Ca. 250 Km, 2 Bahntickets a' ca. 80 €, ?"

Wenn diese Kosten notwendig waren, um das Fahrzeug zu dem Verkäufer zu bringen und eine Nachbesserung (Reparatur) zu veranlassen, sind das Kosten, die Sie dem Verkäufer in Rechnung stellen können.

Wenn Sie auf "Nummer Sicher" gehen wollen, sollten Sie das Fahrzeug vor einer Reparatur durch einen unabhängigen Sachverständigen überprüfen lassen und feststellen lassen, ob Sie wirklich ein Mitverschulden an dem jetztigen Schadensbild trifft, denn nach einer Reparatur wird sich das sicher kaum noch feststellen lassen.

Das Gutachten bindet den Verkäufer aber nur, wenn er sich damit einverstanden erklärt. Er sollte sich auch an den Gutachterkosten beteiligen. Letztlich wird Sie das aber sicher nicht preiswerter kommen, als wenn Sie sich mtit 500 EUR an den Kosten der Reparatur beteiligen.

Möglich ist auch ein gerichtliches Beweisgutachten einzuholen - wenn der Gutachter aber bestätigt, daß Sie ein Mitverschulden trifft, hätten Sie die Verfahrenskosten zu tragen, die sich im vierstelligen Bereich bewegen werden.

Angesichts des Kostenrisikos empfehle ich Ihnen daher, sich mit dem Verkäufer auf eine vernünftige Kostenbeteiligung zu verständigen. Das dürfte wirtschaftlich am Sinnvollsten sein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 06.08.2017 | 13:47

Erstmal vielen Dank für die freundliche und kompetente Antwort.
Sind bei den Überführungskosten zur Reparatur und zurück irgendwelche gesetzlichen Grundlagen (z.B. Kilometergeld, Zugtarife o.ä.) einzuhalten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.08.2017 | 15:03

Pro Kilometer können Sie 30 Cents berechnen. Ansonsten die Bahnkarte, die Sie bezahlt haben.

Bewertung des Fragestellers 06.08.2017 | 15:08


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FRAGESTELLER 06.08.2017 5/5.0
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