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Gebrauchtwagen von privat - erheblicher Mangel

08.09.2013 14:41 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Guten Tag,
Ich habe am vergangenen Dienstag einen gebrauchten PKW bj 2006 mit 145.000km für 8.200,- eur von privat getauft. Eine Probefahrt am Vortag verlief reibungslos. Im Vertrag wurde die Sachmangel Haftung ausgeschlossen und ein "gekauft wie besehen" eingeschlossen.
Nach 500 Metern Fahrt leuchteten einige Meldungen im Bordcomputer auf. Ein herbei gerufener ADAC - Engel las den Fehlerspeicher aus - Leistung des Russpartikelfilter sei unter minimum.

Am nächsten Tag in der Fachwerkstadt wurde eine Diagnose für 250,- eur angeboten und wird nächste Woche durchgeführt. Schlimmster Fall sei ein neuer Russpartikelfilter für ca. 2.000,- für zzgl. 1.500,- eur Einbau und erreicht incl. Diagnose fast 50% des Kaufpreises.

1. Kann der Verkäufer für einen solchen Mangel trotz der Ausschlüsse haftbar gemacht werden?
2. Bis zu welcher Höhe kann dies in Betracht gezogen werden?
3. Gibt es Fristen, die beachtet werden müssen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Der Verkäufer kann für einen solchen Mangel trotz der Ausschlüsse haftbar gemacht werden, wenn er von dem Mangel wußte. Dann handelt es sich um eine sogenannte arglistige Täuschung. Allerdings müssen Sie nachweisen, dass er von dem Mangel wußte bzw. wissen mußte.

Der Verkäufer haftet unbegrenzt, wobei Sie die Höhe des Schadens nachweisen müssen.

Ihr Anspruch verjährt binnen zwei Jahren. Dennoch sollten Sie den Anspruch umgehend geltend machen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.

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