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Gebrauchtwagen von Privat nach 6 Monaten Motschaden

11.07.2014 13:19 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


15:19

Hallo,

ich habe mir im Februar diesen Jahres ein Gebrauchtwagen von einem Privatverkäufer gekauft. Der wagen war laut Aussage des Verkäufers in gutem Zustand. Nach ca. 3 Monaten ist die Handbremse gerissen weil sie rostig war und ein Monat später hat der Motor angefangen zu klappern und nun stellt sich raus das es sich um ein Motorschaden handelt. Was kann ich tun habe ich Möglichkeiten mein Geld zurück zu bekommen?

Danke für Ihre Hilfe

Mit freundlichen Grüßen

M.Kärcher

11.07.2014 | 13:54

Antwort

von


(2020)
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26131 Oldenburg
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

War das Fahrzeug bereits bei Übergabe mangelhaft im Sinne des § 434 BGB , stehen Ihnen grundsätzlich Gewärhleistungsansprüche zu. Sie haben dann gemäß § 439 BGB einen Anspruch auf Reparatur oder ggf. auch ein vergleichbares Fahrzeug (wobei letzteres aber bei einem Gebrauchtwagenkauf von privat regelmäßig ausscheidet). Eine Rückzahlung können Sie erst verlangen, wenn eine Reparatur verweigert wird oder nicht möglich ist und auch eine Ersatzlieferung ausscheidet, BGH, Urteil vom 7.Juni 2006, Az.: VIII ZR 209/05 .

Problematisch ist zudem, dass üblicherweise bei einem Kauf eines PKWs von privat die Gewährleistungsrechte ausgeschlossen werden. Ein solcher Gewährleistungsausschluss ist grundsätzlich möglich. Wurde ein solcher Ausschluss vereinbart, könnten Sie die oben genannten Ansprüche auf Nacherfüllung und ggf. Rückzahlung nur gegen den Käufer geltend machen, wenn er den Mangel arglistig verschwiegen hat oder eine Garantie für die Beschaffenheit (§ 444 BGB ) übernommen hat.

Sie sollten daher zunächst überprüfen, ob der Kaufvertrag einen Gewährleistungsausschluss enthält. Ist dies der Fall, wäre zu prüfen, ob der Verkäufer Ihnen eine Garantie der Beschaffenheit insbesondere für den Motor gegeben hat (was in der Praxis selten der Fall ist bzw. kaum nachweisbar ist) oder ob dem Verkäufer arglistige Täuschung vorzuwerfen ist (auch dies ist bei einem privaten Verkäufer, der über keine besondere Fachkenntnisse verfügt, leider nur in den seltensten Fällen nachweisbar). Ist dies der Fall oder liegt gar kein Gewährleistungsausschluss vor, sollten Sie den Verkäufer den Mangel anzeigen und Ihn unter Fristsetzung zur Nacherfüllung auffordern.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Rückfrage vom Fragesteller 11.07.2014 | 14:00

Guten Tag,

also das Fahrzeug war laut Verkäufer bei Übergabe voll funktionsfähig. Wobei da schon der Motor geklappert hat.

Die Handbremse rostet aber nicht in 3 Monaten durch und auch ein Motor geht nicht so schnell kaputt.

Wir haben kein Gewährleistungsausschluss abgeschlossen. Also bedeutet das, dass ich keine Ansprüche habe.

Habe Ich das so richtig verstanden?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.07.2014 | 15:19

Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Wenn tatsächlich KEIN Gewährleistungsausschluss vereinbart wurde und das Fahrzeug bei Übergabe nicht die vereinbarte Beschaffenheit aufwies, können Sie vom Verkäufer Nacherfüllung gemäß Paragraph 439 BGB verlangen, also z.B. Reparatur, und bei Weigerung des Verkäufers den Kaufpreis zurückverlangen und das Fahrzeug zurückgeben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe

mit freundlichen Grüssen
Jan Wilking, Rechtsanwalt

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