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Gebrauchtwagen verkauft, Käufer macht nun Mängel geltend


08.11.2006 15:08 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Sehr geehrte Rechtsanwälte,
wir haben vor ca. 2 Wochen einen PKW Mercedes C 180 mit 113000km, 97 Bj. Fahrleitung für 5100 Euro verkauft, Die Käufer waren von dem Wagen begeistert, haben Probefahrt durchgeführt, konnten bei schönen Wetter sich alles ansehen was Sie wollten und bekamen Antwort auf alle Fragen!
Am Wagen ist eine Beule an der rechten Tür und der rechten Schweller hatte früher eine Beschädigung, die ich selbst zu Hause renoviert. Darüber wurde der Käufer informiert und das alles steht im Kaufvertrag. Weitere unmittelbare Mängel waren uns nicht bekannt. Der Wagen hat fast neuen TÜV und der letzte Kundendienst wurde vor ca. 6000 km gemacht. Ich habe den Wagen vor ca. 3 Monaten für mich gekauft aber wegen meine Finanzsituation hatte ich keine Möglichkeiten auf mich zugelassen, und jetzt sollte ihn verkaufen.
Nach 10 Tagen der Anruf, nach Untersuchung in Fachwerkstatt wurde eine defekte Wasserpumpe festgestellt und wahrscheinlich bald wird der Klimakompressor kaputtgegangen.
Dann lässt der Käufer die Wasserpumpe reparieren (er hat dafür 300 Euro bezahlt) und sagt mir, dass die Reparatur des Klimakompressors wird 700 Euro kosten.
Bis dato war die Wasserpumpe in Ordnung (keine Feuchtigkeit oder so) und die Klimaanlage funktioniert noch heute.
Wenn er gewollt hätte, wären wir auch ohne Zögern auf eine Bühne gefahren!
Jetzt ruft er mich an und sagt, dass ich den Kaufvertrag kundigen muss oder werde ich die Probleme mit seinem Anwalt haben.
Frage: Was soll ich jetzt machen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehmen möchte:

Aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung unterstelle ich zunächst, dass es sich um einen Gebrauchtwagenverkauf unter Privatleuten handelte. Wenn der Kaufvertrag nicht bereits einen wirksamen Gewährleistungsausschluss enthält, wird der Käufer im Rahmen der Geltendmachung seiner Gewährleistungsrechte gem. § 437 BGB (Nacherfüllung, Rücktritt oder Kaufpreisminderung, Schadensersatz) beweisen müssen, dass der behauptete Mangel bereits bei Vertragsschluss vorlag. Denn für Mängel, die nach der Übergabe der Kaufsache entstehen, haftet der Verkäufer nicht.

Sie sollten daher zunächst bestreiten, dass zum Zeitpunkt der Übergabe des Fahrzeugs ein Mangel an der Wasserpumpe vorhanden gewesen sei. Den Nachweis, dass der Mangel schon bei Vertragsschluss vorlag, wird von dem Käufer Ihren Angaben nach nur sehr schwer geführt werden können, zumal der TÜV neu war und der letzte Kundendienst vor ca. 6000 km erfolgte. Angesichts dessen wird der Käufer nur durch Einholung eines (teuren) Sachverständigengutachtens Ihre Behauptung widerlegen können, wobei allerdings allein aus der Tatsache, dass der Defekt an der Wasserpumpe 10 Tage nach Vertragsschluss festgestellt wurde, nicht zwingend zu folgern sein wird, dass dies auch bereits am Tag des Vertragsschlusses der Fall gewesen sein muss. Darüber hinaus können Sie ggf. gegenüber den Forderungen des Käufers einwenden, dass es sich bei dem Defekt an der Wasserpumpe im Hinblick auf das Alter des Fahrzeugs um eine normale Verschleißerscheinung handle, weshalb bereits das Vorliegen eines Mangels zweifelhaft sei. Sollte der Käufer dennoch einen Rechtsanwalt mit seiner Interessenvertretung beauftragen und seine Forderungen einklagen, bewerte ich Ihr Prozeßrisiko angesichts der bestehenden Beweislage als eher gering.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin
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