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Gebrauchtwagen unfallfrei trotz nachlackierung

18.02.2019 12:27 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


Ich habe im September 2017 einen Gebrauchtwagen bei einem Audi Händler für ca. 25.000€ gekauft. Das Fahrzeug war bei "mobile. de" als unfallfrei deklariert. Bei einer Besichtigung wurde das Auto Probe gefahren. Der Kaufvertrag wurde noch am selben Tag unterschrieben. Im Januar 2019 wurde nach einem größeren Unfall ein Gutachten erstellt. Der Gutachter hat mittels schichtstärkenmessung festgestellt, dass die komplette beifahrerseite, sowie die Motorhaube nachlackiert wurden. Da ich nie etwas nachlackiert lassen habe, war die beifahrerseite definitiv bereits beim Kauf in diesem Zustand. Im Kaufvertrag wird der Wagen weder als unfallfrei bezeichnet, noch ist der beschriebene "Mangel" aufgelistet.

Handelt es sich hierbei um eine Täuschung seitens des Händlers, da er den Schaden, der ihm bei fachkundiger Begutachtung hätte auffallen müssen, nicht offengelegt hat?

Kann ich mit Schadensersatz Forderungen an den Händler herantreten?

Wenn ja, welche Summe kann man hier fordern? Kann man nur den geringeren Wert, da womöglich unfallwagen zum Zeitpunkt des Kaufes geltend machen, oder gibt's noch was für die Täuschung?

Über eine schnelle Antwort würde ich mich freuen

18.02.2019 | 14:30

Antwort

von


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Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

1)
In der Tat kann es sich um eine arglistige Täuschung handeln. Dies ist dann der Fall, wenn der Händler vom Unfall wusste und Ihnen diesen Umstand verschwiegen hat. Allerdings verlangt die Rechtsprechung nicht in jedem Fall von einem gewerblichen Gebrauchtwagenhändler die Verwendung eines Lackschichtstärkenmessers, um jegliche Nachlackierung auszuschließen, sondern ermöglicht es ihm, im Massengeschäft auch eine bloß optische Prüfung vorzunehmen. Somit dürfte es im vorliegenden Fall schwer werden, eine Täuschung nachzuweisen. Es wird hier auch darauf ankommen, inwieweit die Unfallfreiheit im Rahmen der Verhandlungen vor Kaufvertragsabschluss thematisiert worden ist.

2)
Wie hoch ein Schadenersatzanspruch (bei Nachweis der Täuschung) am Ende wäre, kann hier nicht abschließend beurteilt werden, da es insofern auf den Umfang des Mangels ankommt. Letztlich müsste die Sache einem Sachverständigen vorgelegt werden. Bei einer arglistigen Täuschung ist an eine Anfechtung des Kaufvertrages nach § 123 BGB zu denken – diese hätte zur Folge, dass das Auto zurückgegeben werden könnte und Sie den Kaufpreis (abzüglich Nutzungsersatz) zurück erhielten.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


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