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Gebrauchtwagen nach knapp 6 Monaten Motorschaden

13.02.2019 08:32 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


09:56

Ich habe am 6.8.18 einen Ford Kuka für 15000 Euro bei einem Händler gekauft.
Am 1.2.19 musste ich das Auto zur Werkstatt bringen und da wurde ein Motorschaden fest gestellt.
Laufleistung ab Kaufdatum 5000 Km.
Der Händler hat bei Kauf eine Versicherung abgeschlossen die ein Teil der Kosten übernimmt.
Nun soll ich den Rest bezahlen 3300 Euro woran sich der Händler mit 1900 Euro beteiligt.

Meine Frage ist muss er nicht alles bezahlen?
Das Auto ist jetzt 5 Jahre alt.

13.02.2019 | 09:33

Antwort

von


(1171)
Hauptstraße 16 a
25488 Holm
Tel: 04103/9236623
Web: http://www.kanzlei-roth.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ihnen kommt hier die Beweisvermutung des § 477 BGB zugute, weil Sie nachweisen können, dass sich innerhalb von 6 Monaten ab Gefahrübergang ein mangelhafter Zustand gezeigt hat, der bei Unterstellung der Ursache in einem dem Verkäufer zuzurechnenden die Haftung des Verkäufers wegen Abweichung von der geschuldeten Beschaffenheit begründet.
Sie müssen hier die Ursache des Zustands oder die Verantwortung des Verkäufers nicht darlegen oder beweisen.

§ 477 BGB :
"Zeigt sich innerhalb von sechs Monaten seit Gefahrübergang ein Sachmangel, so wird vermutet, dass die Sache bereits bei Gefahrübergang mangelhaft war, es sei denn, diese Vermutung ist mit der Art der Sache oder des Mangels unvereinbar."

In Ihrem Fall bestand offensichtlich eine anfängliche Gebrauchstauglichkeit mit später auftretender Gebrauchsbeeinträchtigung durch Auftreten des Motorschadens.

Sie müssen insoweit den Restbetrag nicht zahlen.

Dem Verkäufer bleibt es nachzuweisen, dass die o.g. Vermutung nicht zutrifft. Nach der Rechtsprechung des BGH hat der Verkäufer nachzuweisen, "dass ein Sachmangel zum Zeitpunkt des Gefahrübergangs noch nicht vorhanden war, weil er seinen Ursprung in einem Handeln oder Unterlassen nach diesem Zeitpunkt hat und ihm damit nicht zuzurechnen ist.

Einen solchen Beweis hat der Verkäufer nach Ihren Angaben nicht erbracht.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Einer positiven Bewertung sehe ich entgehen.

Gerne höre ich von Ihnen.


Mit freundlichen Grüßen
Karlheinz Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -


Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Rückfrage vom Fragesteller 13.02.2019 | 21:44

Sehr geehrter Herr Roth,
ich habe heute nochmals den Händler darauf aufmerksam gemacht, das er für den Rest der Rechnung aufkommen muss, leider ohne Erfolg. Er versucht mir einzureden das die 1900 die er mir geben will, das nicht machen müsste.
Was soll ich nun machen, eine Rechtschutz Versicherung habe ich nicht.
Die Rechnung der Reparatur habe ich schon bezahlt. Einen Mietauto habe ich auch benötigt.
Können Sie mir Helfen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.02.2019 | 09:56

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Nehmen Sie doch bitte per E-Mail (info@kanzlei-roth.de) Kontakt zu mir auf, damit ich Ihnen in der Sache weiterhelfen kann.


Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

ANTWORT VON

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