Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Gebrauchtwagen mit verschwiegenem Unfallschaden von Autohaus

| 01.09.2013 13:35 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


17:19
Hallo und einen sonnigen Sonntag.
Ich habe festgestellt, dass mein vor 6 Wochen gekaufter Gebrauchtwagen einen nicht angegebene Unfallschaden hat.
Hergang: Kauf bei einem Mehrmarken-Autohaus am 18.07.2013, VW Golf, BJ 10/2012 KM 34.331, gerwebrlicher Kuaf, mit ausgewiesener Mehrwertsteuer, ich bin freiberuflich tätig.
Vermerk auf dem Kaufvertrag: keine bekannten Unfallschäden.
Einige Tage danach habe ich ein Schleifgeräusch am rechten Vorderrad festgestellt. Das Autohaus hat daraufhin das Radlager vorne rechts gewechselt. Wieder einige Tage später habe ich beim Verzögern aus höherer Geschwindigkeit ein weiteres Schleifgeräusch festgestellt, daraufhin hat das Autohaus die Bremsscheiben gewechselt. Zu diesem Zeitpunkt habe ich bereits angemerkt, dass ein Schaden an Radlager und Bremsscheibe bei einem jungen Auto und dieser entsprechenden Laufleistung im Regelfall nicht ohne Unfall entstehen kann. Sporadisch tritt nun an der Beifahrertür ein "Klappen" auf, es hört sich an, als sei mindestens ein teil lose hinter der Türverkleidung. Ich habe eine freie Autowerkstatt nach deren Meinung gefragt. Ein kurzer Blick auf die "Spaltmaße" der Motorhaube, des rechten Kotflügels, sowie die eindeutig gelöste und wieder montierte Verschraubung des Kotflügels, ersichtlich im Motorinnenraum weisen auf einen Unfallschaden hin.
Die Laienhaften Fakten zusammenaddiert: getauschte Radlager und Bremsscheiben, demontierter Kotflügel und klappernde Beifahrertür weisen auf einen nicht unerheblichen Schaden hin, von dem auch die "A-Säule" betroffen sein könnte.
Fahrzeugpreis 20.000,- €, nachträglich habe ich eine neue Bereifung inkl. Felgen angeschafft zu einem Preis von 1.200,- € (das Fahrzeug hatte original VW Felgen mit Allwetter-Reifen), und eine abnehmbare Anhängerkupplung wurde nachgerüstet.
Gefahren bin ich seit dem Kauf 7.500 km.
Ich will dieses Fahrzeug definitiv zurückgeben!
Gibt es für einen solchen Fall eine eindeutige Rechtsprechung, was die Rückerstattung des Kaufpreises, sowie die nachträglichen Einbauten betrifft?
In welcher Höhe wird ein entsprechender Abschlag berechnet für die von gefahrenen Kilometer?
Besten Dank für Ihren Rat!
01.09.2013 | 14:24

Antwort

von


(2294)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

zum Einen könnten Sie den Kaufvertrag anfechten, wenn das Autohaus den Unfällschaden kannte und bewusst verschwiegen hat. Die Beweislast liegt bei Ihnen, hier könnte aber auch der Vorbesitzer befragt werden, welche Informationen er weitergegeben hatte.

Daneben haben Sie aber auch ein Rücktrittsrecht..
Der BGH urteilte dahingehend, dass es sich bei der fehlenden Unfallfreiheit um einen Mangel im Sinne von § 434 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 BGB handelt, der bei einem Gebrauchtwagen logischerweise auch nicht mehr behoben werden kann.

Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass der Käufer im Falle einer Rückabwicklung des Kaufvertrags verpflichtet ist, Wertersatz für die Nutzung der Kaufsache zu zahlen (§ 346 I, II Nr. 1 BGB).

Dies beträgt nach dem BGH 0,67 % des Kaufpreises je (von Ihnen) gefahrene 1.000 Km.

Ihr Gegenanspruch wäre aber ebenfalls der verzinste (ca 2,5%) Kaufpreisruckzahlungsanspruch (vgl. Landgericht Essen, Urteil vom 18.07.2012 – 4 O 100/12 (SNH: 203/12).

Die nachträglichen Einbauten können Sie ebenfalls ersetzt verlangen, allerdings ebenfalls wieder mit einem Nutzungsabzug.

Wenn Sie dafür Hilfe brauchen sollten, steht Ihnen meine Kanzlei gerne zur Seite.




Nachfrage vom Fragesteller 01.09.2013 | 16:10

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer,

besten Dank für die schnelle Antwort. Gerne würde ich meine noch mögliche zweite Frage stellen:
Wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden habe, so kann ich gegenüber dem Autohaus folgende Rechnung aufstellen (der Einfachheit halber sind alle Preise inkl. Der gesetzl. MwSt):
PKW: 20.000.-
Räder: 1.200,-
AHK: 750,-
Ergibt in Summe 21.950,- €
Abzüglich: 21.950,- € x 0,67% = 147,07 € mal 7.500 gefahrene Kilometer / 1000
Entspricht einem Betrag von 21.950,- € - 1.103,- € = 20.847,- €
Diesen Betrag kann ich dem Autohaus demnach in Rechnung stellen? (Selbstverständlich dann mit ausgewiesener MwSt.)
Gerne werde ich, sollte es zu einem Rechtsstreit kommen auf Ihre Kanzlei zurückkommen.

Beste Grüße…

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.09.2013 | 17:19

Sehr geehrter Fragesteller,

die Rechnung kann so aufgestellt werden, wenn Sie mit "Rädern" Autoräder meinen und nicht Fahrräder, wovon ich aber nicht ausgehe.

Bei weiteren Fragen schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne auch weitere kostenfreie Nachfragen beantworte.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 01.09.2013 | 17:21

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Hier bleibt keine andere Wahl als jeweils 5 Sterne...! Herzlichen Dank...!"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Dr. Felix Hoffmeyer, LL.M. »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 01.09.2013
5/5,0

Hier bleibt keine andere Wahl als jeweils 5 Sterne...! Herzlichen Dank...!


ANTWORT VON

(2294)

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht