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Gebrauchtwagen mangelhaft, Händler will trotz Garantie Reparaturen nicht zahlen


27.06.2006 07:58 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf



Sehr geehrte Damen und Herren,

am 05. Mai 2006 habe ich einen Gebrauchtwagen gekauft. Baujahr 2001.
Der Verkäufer sicherte mir vertraglich zu, dass er vor Übergabe an mich noch eine Inspektion und TÜV neu durchführen lassen würde und eine Garantie von einem Jahr habe ich auch dazu bekommen.
2 Wochen nachdem ich das Auto gekauft hatte, fiel das ABS System aus und ich musste in die Werkstatt.ABS Kosten übernahm die Garantie nur zu 80 %, ich musste also noch 80 EURO draufzahlen.
Bei dieser Reparatur fiel auf, STARKER ÖLVERLUST am Motor und eine Dichtung und diverse andere Teile mussten erneuert werden, diese Kosten musste ich selber tragen, war kein Bestandteil der Garantie=> 120 EURO.
Der Händler, gab der mir zu verstehen, dass ich gefälligst die Kosten selber zu tragen hätte und er ja nichts dafür könnte, wenn ich einen Staubsauger kaufen würde, könnte der ja auch nach 2 Wochen kaputt gehen.
Sind das aber nicht Sachen die bei einer Inspektion auftauchen müssten?
Das ist noch nicht alles: wieder 2 Wochen später blieb ich mit dem Fahrzeug liegen, Zündspule defekt, wurde über Garantie erneuert.Aktuell am Freitag, 23. Juni bin ich erneut mit dem Auto liegen geblieben, andere Zündspule defekt.
Ich möchte entweder den Wagen zürückgeben, der mich schon genug Nerven und Geld gekostet hat oder zumindest das Geld für die Reperaturen vom Händler erstattet bekommen, aber wie? Denn dieser zeigt sich nicht gesprächsbereit.
Wie kann ich vorgehen auch ohne Anwalt? Denn diesen kann ich mir eigentlich nicht leisten oder raten Sie mir einen Anwalt dafür zu nehmen?

Über eine baldige Antwort wäre ich Ihnen wirklich sehr, sehr dankbar, denn dieses Thema lässt mich schon nicht mehr ruhig schlafen, weil ich mich so ärger.

Mit freundlichen Grüssen

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Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten.

Bezüglich Ihrer Rechte aus der vom Händler übernommenen Garantie kommt es auf den Inhalt der Garantieerklärung, die der Händler Ihnen gegenüber abgab, an. Bitte nutzen Sie die kostenlose Nachfragefunktion, um die Garantieerklärung kurz darzustellen.

Sie haben gegenüber dem Verkäufer des KFZs zunächst das Recht auf Nacherfüllung.
Das bedeutet, dass Sie vom Verkäufer die Beseitigung der auftretenden Mängel verlangen können.
Dies gilt für Mängel die bereits bei Gefahrübergang - also bei Übergabe des Autos - vorhanden waren.
Beim Verbrauchsgüterkauf, das heißt bei einem Kauf an dem ein Unternehmer (Händler) und ein Verbraucher beteiligt waren, findet eine Beweislastumkehr zu Lasten des Verkäufers statt. Zeigt sich innerhalb der ersten sechs Monate nach Gefahrübergang ein Mangel, so wird vermutet, dass dieser bereits bei Gefahrübergang vorhanden war. Der Unternehmer trägt die Beweislast in einem eventuellen Prozess dafür, dass das Fahrzeug bei Gefahrübergang mangelfrei war.

Verweigert der Verkäufer die Nacherfüllung oder schlägt diese zweimal fehl, können Sie vom Kaufvertrag zurücktreten oder den Kaufpreis mindern.

Abschließend möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass Sie sich beim zuständigen Amtsgericht einen Beratungsschein holen können, um sich bei einem Kollegen vor Ort beraten zu lassen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
www.kanzlei-kaempf.net

Nachfrage vom Fragesteller 27.06.2006 | 09:05

Sehr geehrter Herr Kämpf,

vielen Dank für Ihre schnelle und ausführliche Antwort zu meinem Problem.

Also rechtlich gesehen müsste der Verkäufer mir die Kosten ersetzen die ich mit dem Fahrzeug bis jetzt hatte?

Ich denke ich muss mich dazu wirklich mal vor Ort beraten lassen, denn ich möchte die ganzen Kosten nicht auf mir sitzen lassen.

Wie gehe ich mit dem Beratungsschein vor den ich beim Amtsgericht bekomme? Gilt dieser dann für eine kostenlose Beratung?

Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Hilfe und hoffe, dass ich damit Erfolg habe.

Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.06.2006 | 14:59

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Diese möchte ich wie folgt beantworten:

Hinsichtlich der Schadenseinstandspflicht Ihres Verkäufers kommt es - wie bereits in der Antwort dargestellt - auf den Inhalt der Garantieerklärung an.

Einen Beratungsschein können Sie am Amtsgericht an Ihrem Wohnort beantragen. Sodann fragen Sie bei den Kollegen vor Ort an, ob Sie Ihr Mandat mit Beratungsschein übernehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

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