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Gebrauchtwagen gekauft, Mägelbeseitung durch Verkäufer

| 15.02.2017 13:13 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


14:25

Wir haben am 28.01.17 ein Gebrauchtwagen gekauft. Vorher haben wir eine Probefahrt gemacht. Dabei stellten wir ein Klappern und eine Roststelle am Endschalldämpfer fest.

Dies haben wir angemerkt. Im Kaufvertrag steht dazu "Abgasanlage überprüfen + Beseitigung" u.a. Das Klappern wurde mittels Schellen beseitigt (Aussage Händler)

Am 04.02.17 haben wir das Fahrzeug entgegen genommen und die Aussage des Händlers war sinngemäß, der Endschalldämpfer hat zwar Rost, ist aber in Ordnung, da er sonst im Januar keine AU/HU bekommen hätte.
Das habe ich so hingenommen.

Am 13.02. habe ich nach Rücksprache mit dem Händler das Auto in die Werkstatt gegeben, da ich feststelle, dass die Frontscheibenheizung nicht heizt. (Erster Tag nach Kauf, wo die Scheiben zugefroren waren). Nach Begutachtung stellte die Werkstatt fest, dass die Scheibe getauscht werden muss, da der Defekt in der Scheibe liegt. Zudem stellten sie fest, dass ein Bremsstein (vorne rechts, innen) max. nur noch 1mm Belag hat und dringend gewechselt werden muss und der Endschalldämpfer Risse und Löcher aufweist und undicht ist. In dem Zustand wundere sich die Werkstatt über den mängelfreien HU/AU Bericht.

Nach einer weiteren Rücksprache, am 15.02.17, mit dem Händler brachten wir ihm das Fahrzeug zur eignen Begutachtung. Ich wollte ihm ein Schreiben geben, wo ich ihm schriftlich mitteilte, das ich ihm das Fahrzeug übergebe zur Mängelbeseitigung. Dieses Schreiben hat er nicht gelesen und gleich abgelehnt.

Ich bat ihn nachdrücklich mir eine schriftliche Form zu übergeben, wo er mir bestätigt, das ich das Fahrzeug zur Mängelbeseitigung abgegeben habe. Mit Protest stempelte er mir mit Datum und Uhrzeit den Kostenvoranschlag der Werkstatt ab. Der Händler möchte sich ca. in 1-2 Tagen melden. Ich bat ihn ausdrücklich um einen Bericht bzw. Protokoll über die Mängelbeseitigung. Dies belächelte er nur und verabschiedete und energisch.

Ist der Händler verpflichtet den Endschalldämpfer, die Bremsen und die Frontscheibe zu reparieren und ist es rechtlich sicher, dass ich über gemachte Arbeiten oder deren Ablehnung ein Schriftstück erhalte? Was kann ich tun, wenn er mir nichts Schriftliches aushändigen möchte.

Mit freundlichen Grüßen


15.02.2017 | 13:52

Antwort

von


(2309)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,


hinsichtlich der Frontscheibe und des Endschalldämpfers wird - vorbehaltlich der Prüfung des Kaufvertrages - der Händler in der Pflicht zur kostenlosen Nachbesserung nach §§ 437 , 439 BGB stehen.


Bezüglich der Bremsen sehe ich diese Pflicht eher nicht, da es sich um Verschleißteile handelt, und die normale Abnutzung nicht unter die Gewährleistung fällt, da dann eben kein Mangel bei Übergabe vorgelegen hat. Aber auch dazu kann die vertragliche Abrede abweichen, so dass auch insoweit der Vertrag geprüft werden sollte.


Anspruch auf einen schriftlichen Bericht oder Hergabe eines Protokolles haben Sie nicht. Sie sollten das Fahrzeug in Zeugengegenwart abholen und die Mängelbeseitigung prüfen; können Sie dieses selbst nicht, sollten Sie dann mit dem Zeugen zur anderen Werkstatt fahren, um die Mängelbeseitigung prüfen zu lassen. Der Zeuge kann dann bestätigen, dass zwischen Abholung und Werkstattbesuch keine Veränderungen am Fahrzeug vorgenommen worden sind.


Sollten die Mängel nicht beseitigt worden sein, lassen Sie sich das schriftlich von der Werkstatt bestätigen und suchen Sie dann einen Rechtsanwalt auf. Nach Prüfung aller (Vertrags)Unterlagen kann dann gemeinsam überlegt werden, welche Rechte Sie nach § 437 BGB dann durchsetzen wollen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


Rückfrage vom Fragesteller 15.02.2017 | 14:11

Vielen Dank für ihr schnelles Beantworten. Zum Bremsstein möchte ich ergänzen, dass es sich nur um einen einzigen Bremsstein vorne rechts, innen handelt. Die restlichen Bremssteine zeigen weniger Verschleiß. Ein mündlicher Hinweis der Werkstatt war, das vermutlich der Bremssattel fest war oder ist.

Ist das ebenfalls ein normaler Verschleiß, obwohl sich die rechtlichen Bremssteine unterscheiden.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.02.2017 | 14:25

Sehr geehrter Ratsuchende,


ich würde das unter normalen Verschleiß definieren.


Nur wenn Sie die Kenntnis des Verkäufers nachweisen könnten, dass er den feststehenden Sattel gekannt hatte und dieser bei Übergabe vorgelegen hat, würde das etwas ändern. Aber so einen Beweis werden Sie nicht führen können.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Bewertung des Fragestellers 15.02.2017 | 14:59

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Aufgrund meiner Fragestellung und die gegebene Antwort des Anwalt fühle ich mich in meiner Auseinandersetzung mit dem gewerblichen Verkäufer etwas sicherer. Die Antwort war sehr verständlich und schnell erbracht.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 15.02.2017
5/5,0

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ANTWORT VON

(2309)

Damm 2
26135 Oldenburg
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