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Gebrauchtwagen aus Todesfall

12.03.2012 08:07 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Autohändler und möchte morgen ein Fahrzeug aus einem Todesfall kaufen.
Folgende Frage oder Problem.
Der Freund der Familie verkauft das Auto.
(Er hat keine Firma und ist privat)
1. Kann ich das Auto von dieser Person kaufen oder brauche ich eine Vollmacht der Witwe?
Wäre es ein Autohändler, brauche ich ja auch keine Vollmacht.
2.Der Verkäufer hat von eventuellen Erschaftsstreitigkeiten gesprochen. Wie ist es wenn ich den Kaufvertrag mit der Witwe mache und es ist kein Testament gemacht? Kann ich im nachhinein Probleme mit weiteren Erben bekommen die damit nicht einverstanden waren? Im schlimmsten Fall das Fahrzeug sogar zurück geben müssen?
Das Problem mit den Erben könnte es doch in beiden Fällen des Kaufvertrags geben?

Ich möchte mich da wirklich absichern!

Vielen Dank für die Hilfe

MfG M. T.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

nach dem Tod ist das Eigentum am Wagen auf die Erben übergegangen. Nur diese haben dann die rechtliche Befugnis, den Wagen zu verwerten.

Da Sie wissen, dass der Freund der Familie den Wagen verkaufen will, er nicht Eigentümer ist, werden Sie eine Vollmacht der Erben haben müssen.

Ob es ausreicht, wenn die Witwe die Vollmacht ausstellt, kann so nicht vorhergesagt werden. Denn die Witwe muss nicht unbedingt (alleinige) Erbin sein. Entscheidend ist aber die Vollmacht der Erben (wer immer das auch sein mag – vielleicht gibt es Kinder als weitere Erben; vielleicht doch ein Testament?).


Wenn Sie schon Kenntnis von möglichen Erbstreitigkeiten haben, ist davon auszugegehen, dass neben der Witwe weitere Erben in Betracht kommen.

Da diese Erben dann gemeinschaftlich Eigentümer des Wagens sind, könnten diese auch dann später tatsächlich die Herausgabe des Wagens fordern. Ist die Herausgabe nicht mehr möglich, könnten die Erben Schadensersatz fordern.


Wenn Sie sich also wirklich komplett absichern wollen, lassen Sie sich eine Vollmacht der Erben schriftlich vorliegen.

Ich an Ihrer Stelle würde aber in Hinblick auf die schon angekündigten Streitigkeiten gänzlich von einem Ankauf absehen. Manchmal ist es die bessere Wahl, von einem vermeidlich günstigen Geschäft Abstand zu nehmen, wenn später Rechtsstreite folgen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de

Nachfrage vom Fragesteller 12.03.2012 | 17:05

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe gerade erfahren das der Freund der Familie (also der Verkäufer) auch ein Händler ist.
Der Kaufvertrag könnte auf ihn laufen sagt er.

Er versteht meine Sorge nicht, sollte es Probleme mit den Erben geben, würden sie an ihn ran treten und ich hätte damit nichts mehr zu tun.
Ist das so richtig?
Im Autohaus bekommt man ja auch keine Vollmachten von eventuellen Erbschaftsgeschichten.

MfG M. T.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.03.2012 | 17:39

Sehr geehrter Ratsuchender,

ganz so einfach wie der Freund der Familie sehe ich es keineswegs.

Denn wenn Sie wissen, dass der Verkäufer nicht Eigentümer des Wagens ist, kann es - je nach Überlassung des Fahrzeuges - zivilrechtlich wegen §§ 932, 935 BGB erhebliche Probleme geben.

Zudem dürfte die Sache dann auch strafrechtlich nicht mehr so ganz sauber sein, wenn man ein Fahrzeug ankauft, von dem man vermutet, dass es dem Verkäufer nicht gehört.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de

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