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Gebrauchtwagen- Oldtimerkauf und nun Mängel festgestellt.

20.05.2008 21:20 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Hallo...

Ich habe vor ca. 4 Wochen einen Oldtimer/Gebrauchtwagen von einer Privatperson gekauft. Nach besichtigung und Probefahrt des Fahrzeugs wurden wir uns über den Kaufpreis von 19000.- des US-Oldtimers einig. Es folgten 2 Anzahlungen von erstens 1000.- und zweitens 2000.- Euro. Die Restsumme von 16000.- euro wurde 2 Wochen später bezahlt und ein Kaufvertrag aus dem Schreibwarenhandel verwendet. Bei der der ersten Fahrzeugbesichtigung war ich mir eigentlich über den Zustand des Wagens ziemlich sicher. US-Muscle-Car, Baujahr 1967, mittelmäßiger Zustand, mal neu lackiert worden, hier und da ne MAcke und nen Kratzer, teilweise schlecht gespachtelt, ein bischen Rost, soweit OK. Ca. 2 Jahre so fahren, bischen daran schrauben und nach 2 Jahren mal eine Restauration in den Angriff nehmen.
So dachte ich bis heute Vormittag. Wollte das Design vom Wagne etwas ändern und bin zum Fahrzeugbeschrifter meines Vertrauens gefahren. Design besprochen und Auto dort gelassen. Das Fahrzeug wurde vom Vorbesitzer schon mit einigen Aufklbern versehen. Diese sollte meine Bekleber fachmännisch ablösen und dann mein Wunschdesign aufkleben. Kurz danach rief er aber schon und sagte mir er könne die Aufkleber vom Vorbesitzer nicht entfernen. An stellen vorsichtig versucht und der ganze Lack daraunter löst sich mit ab. Es reciht schon ein Streifen Tesafilm und man kann Lack mit abziehen.
Nun meine Frage ob ich hierbei irgendwelche Ansprüche habe oder geltend machen kann. Ich bin Schraubertechnisch eigentlich mit gutem Wissen versehen und mir war klar das die Lackierung nicht die bEste war mit ein paar Stellen Orangenhaut. Den gravierenden Fehler mit dem ablösen des Lackes kann man jedoch beim anschauen und darrüber sttreichen nicht erkennen.
Ich würde nun natürlich gerne eine Teilrückzahlung bekommen oder sogar die komplette Rückgabe des Fahrzeugs. Welche Chancen habe ich?
Der Verkäufer wurde heute von mir telefonisch und via Email mit Bildern über den Schaden informiert. Ich habe da auch betont das ich Ihm erst mal nichts böses unterstellen will, er sich aber die Bilder anschauen soll und eeine Stellungnahme dazu abgeben soll.

Gruss

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und gemäß der Höhe Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Sie können eine Teil- bzw. eine volle Rückzahlung nur erhalten, wenn das Auto einen Mangel aufweist und die Gegenseite die Nachbesserung, hier die Lackierung, verweigert.

Ein Mangel ist hier nur dann gegeben, wenn dieser ablösende Lack für Oldtimer dieser Art und dieses Alters unüblich ist.

Leider ist dies eine Frage, die ein Sachverständiger beurteilen muß, und keine juristische.

Ich rege daher an, den Wagen einem Sachverständigen vorzuführen und diesen um ein Gutachten zu der Frage zu bitten, ob ein solches Ablösen des Lackes bei solchen Oldtimern üblich ist.

Wenn dies nicht üblich ist, müssen Sie unter Fristsetzung zur Nachbesserung (Neulackierung) auffordern. Wenn diese Nachbesserung nicht erfolgt, können Sie den Rücktritt oder Minderung erklären.

Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.

Nachfrage vom Fragesteller 21.05.2008 | 08:09

Danke einmal für die ersten Informationen.

Es ist ganz sicher nicht normal für ein solches Fahrzeug, dass sich der Lack ablöst. Der Wagen wurde vom Vorbesitzer aus den USA importiert und der damalige Besitzer in den USA muss wohl eine Neulackierung aufgebracht haben. Die Aussage vom Verkäufer war auch, er habe es nicht lackiert und bei Ihm habe der Lack gehalten und somit kann er nicht wissen das die Lackierung schlecht ist und sich ablöst. Kann ich trotzdem, wenn ein Sachverständiger die schlechte Lackierung bestätigt, hier etwas erwirken weil bei der Besichtigung und beim Kauf dies nicht erwähnt wurde? Auch wenn es der Verkäufer nicht wusste?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.05.2008 | 20:51

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Sachmangel setzt kein Wissen voraus.

Wenn ein Sachverständiger die fehlerhafte Lackierung bestätigt, können Sie gegen den Verkäufer vorgehen. Dies können Sie, gerade weil es nicht bei der Besichtigung oder beim Kauf erwähnt wurde.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

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