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Gebrauchtwagen Gewährleistung: 2. Nachbesserung notwendig, was sind meine Optionen

10.01.2021 15:51 |
Preis: 40,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


Historie:
Gebrauchtwagen (Baujahr 2010) wurde am 06.11.2020 gekauft. Ohne bekannte Mängel und mit frischem TüV.
Nach wenigen Fahrten im Stadtgebiet (insgesamt < 100km) fing der Motor an Probleme zu machen (Fehlzündungen, keine Leistung mehr, Zischen wie eine Dampflok).
Nach einem Telefonat mit dem Verkäufer hat er das Fahrzeug abholen lassen (200km) und von seinem Mechaniker reparieren lassen.
Am Telefon hat der Verkäufer dann versucht die Schuld für die technischen Probleme auf mich abzuwälzen. Ich hätte Diesel getankt (das Auto ist ein Benziner). Da ich aber nur einmal getankt hatte und die Quittung noch vorliegt habe ich eine entsprechend starke Gegenposition eingenommen. Nach einigem Hin und Her hat er "aus gutem Willen" darauf verzichtet mir eine Rechnung zu stellen.
Dann wollte er noch, dass ich für den Rücktransport aufkomme. Auch das konnte ich nach einiger Diskussion abwenden.
Das Auto wurde ein paar Tage später geliefert und erschien auf den ersten Blick wieder voll einsatzfähig zu sein.

Aktuelle Situation:
Einige Wochen Später, bei der ersten Autobahnfahrt, ist dann leider aufgefallen, dass bei Geschwindigkeiten über 100km/h nach wie vor ein Problem vorliegt (keine Leistung).
Da die Kommunikation mit dem Verkäufer zuletzt sehr schwierig war, würde ich gerne vorab Klarheit über einige Dinge haben.


Was möchte ich wissen:
- Was sollte ich als nächstes tun, falls er sich am Telefon weigert das Fahrzeug abzuholen?
- Was sollte ich machen, wenn er das Auto zwar abholt, den Schaden aber nicht oder nur teilweise reparieren will?
- Was sollte ich tun, wenn er mir am Ende eine Rechnung stellen will?
- Reicht die Kommunikation über Telefon oder sollte ich immer alles auch schriftlich absichern?
- Darf der Verkäufer das Auto für den Rücktransport fahren oder muss es per Anhänger/Abschlepper transportiert werden?

Den Weg über eine Schlichtungsstelle könnte ich wohl nicht gehen, da der Verkäufer (so weit ich weiss) nicht Mitglied in einer Innung ist.

Einsatz editiert am 11.01.2021 11:26:18

11.01.2021 | 14:27

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

lassen Sie mich Ihre Fragen wie folgt beantworten.

1.
Allein aus Gründen des Beweises / Nachweises sollten sie mindestens in Textform (E-Mail) mit der Gegenseite korrespondieren.

Der Händler muss das Fahrzeug bei Ihnen nicht abholen. Erfüllungsort der Nacherfüllung ist der Ort des Verkaufs / der Werkstattort.

Sie könnten unter Umständen aber einen Vorschuss auf die Transportkosten verlangen.
In Ihrem Fall könnte es aber zumutbar sein, mit dem Fahrzeug zum Händler zu fahren.

2.
Teilen Sie dem Händler den Mangel mit.
Fordern Sie den Händler zur Mangelbeseitigung auf.
Setzen Sie eine Frist.
Bieten Sie dem Händler an, das Fahrzeug zu ihm zu bringen. Machen Sie selbst Termin-Vorschläge für die Überbringung des Fahrzeugs.

3.
Es spricht - nach Ihrer Schilderung - nichts dagegen, das Fahrzeug zu fahren. Holt der Händler das Fahrzeug ab, kann er während der Fahrt gleich den Mangel wahrnehmen.

4.
Will der Händler das Fahrzeug nicht abholen, befördern Sie es zu ihm bzw. lassen es befördern.
Zuvor sollten Sie ihm aber mittteilen, was die Beförderung mittels Abschlepper kostet.
Im Falles eines Mangels hat nämlich der Händler die Kosten auch des Transports zu tragen (§ 439 ABs. 2 BGB).
Die Absicht eine Rechnung zustellen, sollten Sie zurückweisen.

5.
Da sich der Mangel innerhalb von sechs Monaten zeigt, hat der Händler die Mangelfreiheit zu beweisen. Weisen Sie den Händler daher darauf hin, dass er die Kosten der Mangelbeseitigung zu tragen hat.

Nach Ablauf der Frist können Sie einen Rechtsanwalt / eine Rechtsanwältin beauftragen.
Wegen Verzugs nach erfolglosem Fristablauf hat der Händler die Kosten zu tragen.

Das weitere Vorgehen richtet sich dann danach, was Sie wollen:
Mangelbeseitigung oder Rücktritt (Rückabwicklung)

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


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