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Gebrauchtwagen - Defekte


06.12.2006 17:33 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben am 28.10.06 einen Renault Clio mit km-Stand 66384 und Erstzulassung Juli 1999 bei einem Renault-Händler gekauft, welcher ca. 100 km von unserem Wohnort entfernt ist. Dazu wurde eine Gebrauchtwagen-Garantie für 12 Monate (für Motor und Getriebe) mit übergeben.

Gestern ist das Fahrzeug auf der Kreuzung ausgegangen und nicht wieder angesprungen. Durch Schutzbrief abgesichert, wurde das Fahrzeug in eine Vetragswerkstatt gebracht, in der sich herausstellte, dass die Batterie kaputt ist. Reparaturkosten ca. 150,- Euro

Die Vertragswerkstatt hat sich mit dem Renault-Autohaus, bei welchem wir den Gebrauchtwagen erworben haben, in Verbindung gesetzt und der Gebrauchtwagenverkäufer hat einer Kostenübernahme von 50 % und nach telefonischer Intervenierung meinerseits von 75% zugestimmt.

Weiterhin ist der Waschanlagenmotor am 25.11.2006 gewechselt wurden, da ohne Funktion (Reparaturkosten 57,- Euro). Ebenso berichtet die Tochter, dass es bei nassen Wetter am Glashub-Schiebedach, welches von Vorbesitzern nachträglich eingebaut wurde, im Beifahrerbereich tropft.

Meine Fragen dazu:

1. Greift bei oben geschilderten Fall die Sachmängelhaftung des Gebrauchtwagenverkäufers (Autohaus)?

2. Ist eine 50%- o. 75%-Kostenübernahme durch den Gebrauchtwagenverkäufer rechtens oder habe ich Anspruch auf gesamte Kostenübernahme? Schränkt diese Verhandlung auf 75% Kostenübernahme meine Rechte o. rechtlichen Möglichkeiten ein?

3. Läßt das Tropfen im Bereich des Glashub-Schiebedachs meine Vermutung, dass das Fahrzeug nicht mangelfrei war (im Kaufvertrag nichts vermerkt), eine nachträgliche notwendige Reparatur dieses Mangels durch eine Fachwerkstatt meiner Wahl zu?

4. Kann ich die Reparaturkosten des Waschanlagenmotors(Pumpe) dem Gebrauchtwagenverkäufer nachträglich in Rechnung stellen?

Wie schätzen Sie insgesamt meine Chancen ein, falls es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung deswegen kommen sollte?

Vielen Dank im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie müssen unbedingt die gesetzliche Sachmängelhaftung von einem Grantieversprechen unterscheiden. Beide bestehen nebeneinander, das Garantieversprechen geht jedoch meist weiter und erleichtert die Durchsetzbarkeit der Reparaturansprüche.

Wie weit die Garantie reicht und welche Teile von dieser umfasst sind, ergibt sich aus den Garantiebedingungen. Bitte prüfen Sie insoweit Ihre Unterlagen. Sollten die defekten Teile mitumfasst sein, haben Sie in jedem Fall Anspruch auf Ersatz der Reparaturkosten in vollem Umfang.

Aber auch im Rahmen der gesetzlichen Sachmängelhaftung (Gewährleistung) könnte Ihnen ein 100 % Regressanspruch zustehen. Bedenken Sie jedoch, dass das Recht zur Nachbesserung, also Reparatur, in erster Linie dem Verkäufer zusteht. Wenden Sie sich einfach an eine andere Werkstatt, verlieren Sie jeden Erstattungsanspruch.

Insoweit haben Sie wohl gute Chancen, zumindest einige der aufgewendeten Kosten erstattet zu bekommen. Probleme kann es aber auch bei Verschleißteilen geben, da diese wohl weder von dem Garantieversprechen mitumfasst sind, noch im Rahmen der Sachmängelhaftung beachtlich sind.

Mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.12.2006 | 12:50

Sehr geehrter Herr Kaussen,

Ist ein Tropfen in den Innenraum bei geschlossenen Glashub-Schiebedach als Sachmangel anzusehen? Der Händler wird sich damit herausreden, dass dies Verschleißerscheinungen sind und eine Sachmängelhaftung damit ablehnen....
Wie sieht hier die Rechtsprechung diesen Fall?

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.12.2006 | 15:41

Ein Mangel liegt jedenfalls dann vor, wenn das Fahrzeug die "vertragsgemäße Beschaffenheit" nicht aufweist. Das bedeutet, das Abnutzungs- und Verschleißerscheinungen nicht über das hinausgehen dürfen, was bei einem Kfz des betreffenden Typs angesichts von Alter und Laufleistung normalerweise üblich ist.

Abgenutzte Dichtungen, auch am Glashubdach, sind daher bei einem sehr alten Kfz kein Mangel, sondern eher normaler Verschleiß).

Hier ist letztlich vieles eine Frage des Einzelfalles. Für die Abgrenzung zwischen Mangel und normalem Verschleiß wird regelmäßig der KFZ-Sachverständige gefragt sein. Nach dessen Diagnose richtet sich dann auch die jeweilige gerichtliche Entscheidung.

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