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Gebrauchtauto Gewährleistung

17.04.2005 17:48 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,
Im Juni 2004 erwarb ich einen Gebrauchtwagen über einen Händler. Bereits im Juli mußte dieses Auto aufgrund eines defekten Anlassers abgeschleppt werden. Zudem funktionierte die Klimanlage nach einer Weile nicht. Der Händler baute einen gebrauchten Anlasser ein und füllte Kühlflüssigkeit nach. Ich besitze darüber eine Quittung über 80€, da er sich wie er sagte zur Hälfte beteiligte.
Vorgestern mußte mein Auto wieder abgeschleppt werden, da der Anlasser defekt war. Darüberhinaus war die Batterie bedenklich gewölbt, wie der Abschleppdienst bemerkte. Dies rührte laut einer unabhängigen Werkstatt (ich befand mich zu der Zeit 300 km vom Händler entfernt) von der defekten Lichtmaschine. Ebenfalls porös waren Zahnriemen und Keilriemen, und es befanden sich 3 % Wasser in der Bremsflüssigkeit. Es entstanden Kosten von ca. 450€.
Ich habe eine Gewährleistung für dieses Auto von einem Jahr.
Das erste Mal als der Anlasser und die Klimaanlage defekt waren und das Auto abgeschleppt wurde, hätte da der Händler für alle Kosten aufkommen müssen? Wie sieht es jetzt, quasi in der 2. Hälfte des Gewährleistungsjahres aus? Kann ich den Händler für den erneut kaputten Anlasser, sowie für Lichtmaschine und Batterie etc. verantwortlich machen, sprich Kosten geltend machen?
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichen grüßen
Stephanie Wagner

17.04.2005 | 18:08

Antwort

von


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Sehr geehrte Frau Wagner,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sofern das von Ihnen erworbene Fahrzeug einen Mangel aufweist, der nicht auf normalem Verschleiß beruht, ist der Händler zur Gewährleistung verpflichtet. Diese Gewährleistung schuldet er gem. § 439 BGB: Nacherfüllung als Nacherfüllung, welche in der Regel durch Nachbesserung, also Reparatur, vorgenommen wird. Die Kosten dafür hat der Händler selbst zu tragen; das gilt für die nun notwendige Reparatur genauso, wie für die bereits erfolgte erste Reparatur. Allerdings werden Sie rückwirkend keine Erstattung mehr verlangen können, da Sie mit ihm eine entsprechende Vereinbarung getroffen haben.

Was den neuerlichen Schaden angeht, ist dieser aber noch in der Gewährleistungsfrist aufgetreten, so daß Sie, wenn Sie nachweisen können, daß es sich um einen Mangel und nicht um Verschleiß handelt, die erneute Reparatur auf Kosten des Verkäufers werden verlangen können.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

ANTWORT VON

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