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GebrauchtPKW v. Händler - Gewährleistung


27.11.2005 10:52 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo!

Hier zunächst der Werdegang des Gebrauchtwagenkaufs:

02.05.2005: Dekra-Hauptuntersuchung durch Verkäufer

22.08.2005: Autokauf durch privat von Gebrauchtwagenhändler; Abgasuntersuchung und Zuteilung einer AU-Plakette ohne Sichtkontrolle (!)

Im Kaufvertrag: „Fahrzeug ist fahrbereit: x nein“ – Auf Nachfrage des Käufers antwortet der Verkäufer, dass das Fahrzeug nicht fahrbereit sei, da es nicht zugelassen ist; Käufer unterschreibt

25.08.2005: Eintragung von Sommerrädern
lt. TÜV hätte PKW keine AU-Plakette bekommen dürfen, da Auspuff offensichtlich undicht

Zwischenzeitlich zweimaliges Absterben des Motors während der Fahrt bei ca. 80-100 km/h auf der Landstrasse. Wurde dem Verkäufer nach dem 2. Mal per email gemeldet, es erfolgte allerdings keinerlei Reaktion.

Der Auspuff zerfällt zunehmend in seine Einzelteile.

23.11.2005: Räderwechsel bei Fachwerkstatt
Es wird festgestellt, dass die hinteren Bremsschläuche erheblich korrodiert sind und es dadurch zu einem Ausfall der Bremsen kommen kann. Nach Aussage des Werkstattmeisters hätte der TÜV die Bremsleitung bereits im Mai beanstanden müssen, da sich der vorliegende Zustand nicht innerhalb von 6 Monaten entwickelt haben kann

24.11.2005 Telefonat mit dem Verkäufer
- keine Reaktion auf Mitteilung des zweimaligen Motorabsterbens, da er so
viel Werbung per email bekomme und alles ungelesen lösche
- Auto sei mängelfrei übergeben worden, da TÜV im Mai und AU frisch gemacht, also müssen alle Mängel später entstanden sein

Hier nun meine Fragen:

Welche Ansprüche kann ich gegen den Verkäufer geltend machen?

Ich habe das Auto ca. 200 km von meinem Wohnort entfernt gekauft, sollte der Verkäufer nachbessern wollen, muss ich das Auto dann zu ihm bringen oder ist das dann "sein Problem" bzw. habe ich das Recht hier vor Ort von einer Werkstatt meiner Wahl reparieren zu lassen?

Wie steht es mit der Beweislast bezgl. des Vorliegens des Mangels an den Bremsschläuchen bei Übergabe? Der Verkäufer beruft sich darauf, dass das Auto mängelfrei gewesen sein muss, da es im Mai neu TÜV bekommen hat)

27.11.2005 | 11:09

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen und aufgrund des geringen Einsatzes in der gebotenen Kürze wiefolgt beantworten möchte:

1.Ist der Verkäufer ein Händler, so wird innerhalb der ersten 6 Monate vermutet, dass der Mangel bereits bei Übergabe des Wagens vorgelegen hat ( 474ff BGB). Sie müssen allerdings nachweisen können, dass Sie den Mangel innerhalb der 6 Monate angezeigt haben.

2.Sie müssen dem Verkäufer Gelegenheit zur Nachbesserung geben, § 439 BGB. Die Kosten der Nacherfüllung treffen den Verkäufer, das umfaßt auch die Transportkosten (aber Verweigerung möglich, wenn die Kosten unverhältnismäßig sind).

3.Sie müssen zunächst den Mangel beweisbar anzeigen (Einschreiben/Rückschein), die Nacherfüllung abwarten (Frist setzen), bei Scheitern der Nacherfüllung können Sie gegebenenfalls vom Vertrag zurück treten und Schadensersatz verlangen.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem Rechtsproblem weiter geholfen.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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Nachfrage vom Fragesteller 27.11.2005 | 11:42

Darf ich mir notfalls auf Kosten des Verkäufers während der Reparaturdauer einen Mietwagen nehmen? (ich bin auf einen PKW angewiesen und aufgrund des Defektes an den Bremsen ist der PKW jetzt schon nicht mehr verkehrstauglich nutzbar)

Was bewirkt der Vermerk "fahrbereit: nein"?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.11.2005 | 12:08

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie können sich einen Mietwagen nehmen, der dann vom Verkäufer bezahlt werden muß, wenn Sie infolge der Reparatur den Wagen nicht nutzen können.

Was der Terminuns bedeutet, kann ich ohne Einsicht der Unterlagen nicht sagen. Die Erklärung des Händlers ist zumindest plausibel.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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