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Geblitzt ohne Fahrerlaubnis


22.10.2009 23:26 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,
wurde vor einiger Zeit geblitzt, hab dann nen Anhörungsbogen bekommen und nen Freund angegeben, da ich den Schein für ein Jahr los bin wg. Fahren unter BTM und Verstoß gegen das BTMG. Heute bekam ich Post von der Polizei in der garnicht auf den Anhörungsbogen eingegangen wurde, sondern ich geladen werde auf die Dienststelle zu kommen um vernommen zu werden, wg Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Ich bin so abhängig davon, dass ich den Führerschein wieder bekomme und nicht vorbestraft werde, weil das für mich sonst beruflich starke Konsequenzen hätte... Nur was tu ich nun am Besten? Bin ratlos und hab wahnsinnige Angst....

Bin für jeden vernünftigen Rat sehr dankbar.
23.10.2009 | 00:16

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für die Nutzung dieser Plattform und beantworte Ihre Frage, unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes, gerne wie folgt.

Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass Sie als Beschuldigter in einem Strafverfahren nicht verpflichtet sind, Angaben zur Sache zu machen. Sie müssen der Vorladung der Polizei, die rechtlich gesehen eher den Charakter einer Einladung hat, nicht folgen. Hierzu ist Ihnen zunächst auch dringend zu raten.

Maßgeblich für die Beurteilung ist hier, ob Sie auf dem Radarbild eindeutig als Fahrer zu identifizieren sind. In diesem Fall kann man sich im Rahmen einer Verteidigung nur um Schadensbegrenzung, in Ihrem Fall also bspw. das Abwenden einer isolierten Sperrfrist, bemühen.

Sollte jedoch die Beweislage nicht so eindeutig sein, kann auch auf eine Einstellung des Verfahrens hingewirkt werden. Tendentiell erscheint es jedoch so, dass wahrscheinlich das Foto zu Ihrer Identifizierung hinreichend ist.

Insoweit ist Ihnen anzuraten, sich kurzfristig über einen Rechtsanwalt im Wege der Akteneinsicht Kenntnis von der Beweislage zu verschaffen. Erst dann kann eine effektive Verteidigungsstrategie entwickelt werden. Bereits aufgrund der geschilderten beruflichen Problematik erscheint dies hier dringend angezeigt. Die Erfahrung lehrt, dass mit professioneller Unterstützung oftmals und schneller ein insgesamt gutes Ergebnis erzielt werden kann.

Gerne können Sie sich hierzu auch an meine Kanzlei wenden. Die Kontaktdaten finden Sie im Profil.

Jedenfalls müssen Sie damit rechnen, dass bis zum Abschluss des Ermittlungsverfahrens, selbst wenn Ihre Sperrfrist vorher ausläuft, keine neue Fahrerlaubnis erteilt wird. Die Fahrerlaubnisbehörde wartet in diesen Fällen regelmäßig den Ausgang des Strafverfahrens ab.

Beachten Sie auch, dass wohlmöglich im Falle einer Verurteilung eine MPU mit doppelter Fragestellung gefordert werden könnte. Neben der, angesichts des Sachverhaltes wohl obligatorischen BtM-Frage, könnte auch die Frage nach weiteren, schweren Verstößen im Straßenverkehr gestellt werden. Eine entsprechende Vorbereitung sollten Sie bereits jetzt darauf anpassen.

Wichtig ist jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt KEINESFALLS den Termin bei der Polizei wahrzunehmen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben und stehe für Ergänzungen gerne im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie für die Verteidigung im Rahmen einer Mandatserteilung gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt
_____________________________

Frohnhauser Str. 125
45144 Essen
Tel.. : 0201/83910735
Fax: 0201/83910736
ra.wandt@strafzettel.de


Nachfrage vom Fragesteller 23.10.2009 | 04:37

Guten Morgen,

mir ist zwar klar, dass Ihre Auskunft auch nichts an der Tatsache ändert, wiederholt einen mit starken Konsequenzen verbundenen Fehler gemacht zu haben, jedoch beruhigt mich Ihre Aussage doch schon etwas.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Diese hilft mir definitiv schon weiter. Allerdings kann es dennoch sein, dass Sie heute tagsüber noch von mir hören, da ich nun schnell reagieren muss.

Vielleicht können Sie mir dennoch schon 3 Fragen vorab beantworten:
- habe den Brief erst heute geöffnet und die Vorladung galt schon für heute 14 Uhr. Wär ich verpflichtet gewesen, den Termin abzusagen, oder mich bei der Polizei zu melden, da ich durch den Beruf verhindert war?
- Ich habe im Internet gelesen, dass man mir nun mein Fahrzeug entziehen kann. Ist das wirklich möglich?
- Zusätzlich habe ich gelesen, dass man im Ausland eine gültige Fahrerlaubnis erwerben kann. Ist diese dann trotz entzogener Fahrerlaubnis in Deutschland wieder gültig?

Nochmals vielen Dank...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.10.2009 | 09:47

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt.

Ein Absagen des Termins ist nicht verpflichtend sondern reine Höflichkeit. Wenn Sie nicht absagen, ist das nicht schlimm. Die Polizei geht dann davon aus, dass Sie die Aussage verweigern wollen.

Theoretisch wäre im Strafverfahren möglich, durch Urteil das Fahrzeug als Tatmittel einzuziehen. Dies wird allerdings für gewöhnlich bei Ersttätern nicht gemacht.

Bzgl. des ausländischen FS wären umfangreiche Ausführungen erforderlich, die nichts mit der Ursprungsfrage zu tun haben. Ich bitte um Verständnis, dass dieser Punkt keine Nachfrage sondern eine neue Frage wäre.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
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