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Geblitzt im Ausland ohne deutsche Meldeadresse - Muss ich das Bußgeld zahlen?

16.10.2013 09:01 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Zusammenfassung: Wer einen Wohnsitz in der EU hat, sollte Bußgeldbescheide aus Deutschland nicht ignorieren. Gerade bei Fahrverboten kann es sonst dazu kommen, dass man sich wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis strafbar machen kann.

Ich wurde geblitzt auf dem Heimweg von Köln nach Luxembourg
auf der BAB61 Mendig, in Richtung Koblenz.
Da ich keinen deutschen Führerschein besitze und keine
Deutsche Adresse habe, ist meine Frage nun, ob ich mich auf
den Anhörungsbogen melden muss oder ob ich das Bußgeld
überhaupt zahlen muss. Kann auf mich auch ein Fahrverbot zu kommen
für Deutschland. Ich war 112 Km/h schnell und hätte 56 Meter haben müssen, hatte aber nur 14,93 Meter und somit weniger als 3/10 des Tachowertes.

"Ab 28 m Abstand: 35 Euro.
Weniger als 28 m Abstand: 75 Euro und 1 Punkt.
Weniger als 22.4 m Abstand: 100 Euro und 2 Punkte.
Weniger als 16.8 m Abstand: 160 Euro und 3 Punkte, 1 Monat Fahrverbot.
Weniger als 11.2 m Abstand: 240 Euro, 4 Punkte, 2 Monate Fahrverbot.
Weniger als 5.6 m Abstand: 320 Euro, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot."

Quelle: http://www.bussgeldkataloge.de/

Ich wohne in Luxembourg und habe
meinen Führerschein nach Luxembourg umgemeldet.


Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Gemäß Nr.12.5.3 des Bußgeldkatalogs wäre ein Verstoß wie der von Ihnen begangene wie von Ihnen bereits angegeben mit einem Bußgeld in Höhe von € 160,00 und einem Fahrverbot von 1 Monat bewehrt.

Das Bußgeld kann auch in Luxemburg vollstreckt werden, auch wäre das Fahrverbot in den Führerschein einzutragen – ansonsten droht ggf. bei einer weiteren Kontrolle in Deutschland eine Strafbarkeit wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis!

Auf den Anhörungsbogen müssen Sie nicht reagieren, allerdings sollten Sie bei Zugang eines Bußgeldbescheides umgehend einen Rechtsanwalt hinzuziehen, um die Erfolgsaussichten eines Einspruchs zu prüfen, der binnen 2 Wochen nach Zugang des Bußgeldbescheides einzulegen wäre und den Vorteil bringt, dass gleichzeitig Akteneinsicht bei der Behörde beantragt werden kann. Selbst wenn der Abstandsverstoß von Ihnen begangen worden wäre und die Messung korrekt ist, kann u.U. das Fahrverbot bei Erhöhung des Bußgeldes abgewendet werden, z.B. wenn Sie beruflich auf die Fahrerlaubnis in Deutschland existenziell angewiesen sind. Im Rahmen dieser Plattform kann dies nicht abschließend beurteilt werden, da mir Ihre persönliche Situation und etwaige weitere Verstöße nicht bekannt sind.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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