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Geblitzt - Multanova immer vertrauen ?


| 13.05.2005 12:27 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Hallo,
im Februar 05 wurde ich auf der AB geblitzt. Vom Multanova angezeigt 144 kmh, berechnet 139 kmh bei zuglässigen 100 kmh,
also 39 kmh zu schnell. Dies scheint mir um etliches zu hoch zu sein. Auf einem angeforderten Komplettbild ist noch ein von mir
überholtes Kfz auf der rechten Fahrspur in Abstand von höchstens
einer Fahrzeuglänge zu sehen, also mein Kfz auf der linken Spur,
das andere ca. 5 Meter in der Diagonalen auf der rechten Spur dahinter.
Der Messwinkel der Radarmessung ist etwa 45° "nach hinten", also
in Richtung des entgegegkommenden Verkehres - mein Kfz ist von
vorne geblitzt.
Eine schriftliche Nachfrage an die Behörde ergab die Antwort,
"dass nach Überprüfung des Fotos.....sich nur mein Kfz im Auswertebereich befunden hätte".

Hätte ich mit einem weiteren Einspruch - wenn der zeitlich überhaupt noch möglich ist - Chancen darauf, dass bei dem geringen Abstand der 2 Kfz das Messergebnis des Multanova-Radarmeßgerätes angezweifelt, rsp. als nicht sicher verwertbar
werden kann?
Freundlich Grüße Gnoti_Ignoti

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Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Vorerst möchte ich Ihnen mitteilen, dass die Frist zur Einlegung eines Einspruchs 2 Wochen ab Zustellung des Bussgeldbescheides beträgt.

Ihrer Schilderung nach, wird es sich wohl um das Messgerät Multanova VR 5 F oder VR 6 F gehandelt haben.
Bei diesem Gerät sind Geschwindigkeitsmessungen im sog. auflaufenden Verkehr sehr kritisch zu prüfen. Bei gleichzeitigem Vorhandensein zweier Fahrzeuge des auflaufenden Verkehr, wie in Ihrem Fall, ist eine beweissichere Zuordnung des Geschwindigkeitswertes zu einem der beiden Fahrzeuge nur möglich, wenn sich das zweite auf dem Registrierfoto ersichtliche Fahrzeug des auflaufenden Verkehrs in einer Entfernung von mehr als 20 m zum gemessenen Fahrzeug befindet. Außerdem sind bei der Messung des auflaufenden Verkehrs Reflektionsfehlmessungen möglich.

In Ihrem Fall (5m Abstand) sollten Sie daher, falls die Frist noch nicht abgelaufen ist, unbedingt Einspruch einlegen. Sie haben gute Chancen, einen Freispruch zu erreichen.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

Nachfrage vom Fragesteller 13.05.2005 | 13:38

Hallo,
danke erstmal für die rasche Antwort. Leider war ich selber in
dieser OWi-Angelegenheit nicht rasch. Die offizielle Einspruchsfrist ist sicher um.

Allerdings habe ich im ersten Anhörungsbogen die Frage nach
der Zugabe, bzw. dem Eingestehen der V-Ordnungswidrigkeit mit
"nein" beantwortet. Zudem war ich während der Zustellung des
zweiten Bescheides mit Datum vom 11.04.05 - ich hatte nachgefragt wegen des zweiten Kfz auf dem Foto - für 2 Wochen
verreist.

Normal müßte der Zug der 2 Wochen-Einspruchsfrist abgefahren sein, oder sollte ich es mal "etwas frech" dennoch versuchen.

Grüße von Gnoti-Ignoti und Frohe Pfingsten,
ach ja,
nicht immer so schnell fahren, wie ich das manchmal tue.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.05.2005 | 13:57

Für einen evt. Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand ist in Ihrem Fall leider kein Raum. Sie müssen den Bussgeldbescheid wohl leider so akzeptieren Das nächst mal, geben ie bitte mehr Acht auf Ihren Briefkasten, auch während der Urlaubszeit.

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"Hat mir fachlich sehr geholfen. Praktisch wohl leider nicht, weil ich die Einspruchsfrist habe verstreichen lassen. Versuche dennoch einen Einspruch, vielleicht gibts ja ein Behörden-Wunder.
Danke für die Antworten "
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