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Gebauedeversicherung Leitungswasserschaden Abdichtungsbahn defekt

| 16.05.2016 11:46 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Unser Haus (vermietet) hat zwei Baeder mit bodengleichen Duschen.
Es gibt Wasserschaeden in beiden Baedern. Laut Sachverstendigem von Versicherung ist die Ursache undichte Abdichtungsbahn (in beiden Baedern??).
Laut Gebauedeversicherungsvertrag sind Bruchschaeden UND Naesseschaeden versichert.
Bedingungen zur Gebauedeversicherung nach den XXL-Konzept (VGB 2008-XXL-Wohnflaechenmodell) der Interrisk: B35 (Stand: 04.2009)
Paragraph 3: Leitungswasser
1. Bruchschaeden ... (Versicherung lehnt Kostenuebernahme ab, ist ja kein Rohr gebrochen, das verstehe ich)
ABER
3 Naesserschaeden: Der Versicherer leistet Entschaedigung fuer versicherte Sachen, die durch bestimmungswidrig austretende Fluessigkeiten oder gasfoerminge Stoffe zerstoert oder beschaedigt werden oder abhanden kommen.
Die Stoffe muessen aus
a) Rohren der Wasserversorgung (Zu-und Ableitungen) oder damit verbundenen Schlauechen,
b) den mit diesem verbundenen Rohrsystem verbundenen sonstigen Einrichtungen oder deren wasserfuehrenden Teilen,
...
ausgetreten sein.

Was gemacht werden muss ist:
Bad komplett demolieren,
Abdichtungsbahn ersetzen,
Bad neu machen.

Versicherung lehnt das ab, mit der Begruendung: Die Abdichtungsbahn ist kein Rohrbruch, UND kein Naesseschaden, da die Abdichtungsbahn ja nicht durch bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswassser zerstoert wurde, sondern die Ursache darstellt.
Die Versicherung argumentiert sehr stoerrisch: "Wir uebernehmen Trocknungsarbeiten, aber nicht die Behebung der Ursache."

Mir wurde am Telefon erklaert (habe es schon bis zum Vorgesetzten der Mitarbeiterin die meinen Antrag UND den Widerspruch abgelehnt hat, geschafft): Wenn das Demolieren des Bades und neu machen passiert, um die Bahn zu reparieren, uebernehmen sie es nicht, da sie ja die Behebung der Ursache nicht uebernehmen.
Wenn das Bad demoliert und neu gebaut wird, da der Estrich unter den Fliesen nass geworden ist, uebernehmen sie es, da sie ja fuer Naesseschaeden UND ALLE FOLGESCHAEDEN gerade stehen. "Wenn aber der Estrich nass geworden ist, junge Frau, ja dann stehen wir dafuer natuerlich gerade!"

Hat er mir damit versucht indirekt zu helfen?
Soll das heissen, wir muessen nur einen Handwerker finden, der uns ein Angebot schreibt, ueber folgende Arbeiten: Bad demolieren, Estrich trocknen (ESTRICH IST JA NASS!), Bad neu machen. Diese Rechnung an Versicherung schicken.
Dann, wo er schon mal da ist, moege er bitte auch noch mal eben die Ursache beheben (die Abdichtungsbahn neu machen) und DIESE Rechnung an uns schicken, weil diesen Teil muessen wir uebernehmen.

Ist das so gemeint?

Eine Zwischentrocknung wurde bereits durchgefuhert und von der Versicherung bezahlt, da sie ja Trocknungsarbeiten uebernehmen. Man hat sich da mehrere Monate Zeit gelassen mit der Bearbeitung des Falles und mittlerweile mussten, um Schlimmeres zu verhindern, die Baeder getrocknet werden.
Die Ursache haben wir noch nicht behoben, da das ja mit dem knapp 10T Euro Aufwand von 2 Baeder neu machen verbunden ist. Inzwischen werden die Baeder aber nicht besser!

Ich will die Arbeiten schnellstmoeglich in Auftrag geben, um mein Haus zu schuetzen! (Neubau 2010, massiv). Ich kann es aber nicht bezahlen! Ausserdem, wenn ich nicht die Arbeiten in Auftrag gebe, die die Bahn austauschen, ist es nicht dann bald mal meine Schuld wenn alles nass ist?
Fuer schnelle Antwort bin ich sehr dankbar!


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Vorausgeschickt sei, dass die eigentliche Quelle des Nässeschadens nicht eindeutig aus Ihrer Sachverhaltsschilderung hervorgeht. Hier wäre eine Präzisierung wünschenswert. Ich gehe aber zunächst davon aus, dass diese aus den Zu- und Ableitungen stammen. Daher ist mir nicht ganz klar, ob die undichten Abdichtungsbahnen einzige oder mitwirkende Ursache sind und auch nicht, an welchen Bestandteilen des Hauses/Bades Schäden entstanden sind.

Ich unterstelle allerdings, dass der Estrich tatsächlich nass ist. In diesem Falle haben Sie tatsächlich den von Ihnen begehrten Anspruch auf Neuherstellung des Fußbodenbelages etc. Den Anteil, der auf die Erneuerung der Abdichtungsbahnen entfällt, hätten Sie sich ggf. anzurechnen. Der Hinweis des Sachbearbeiters ist demnach sicherlich zutreffend. In diesem Zusammenhang weise ich jedoch darauf hin, dass dies auch der Wahrheit entsprechen sollte, wenn Sie sich nicht strafbar (Stichwort: Versicherungsmissbrauch/-Betrug) machen und darüber hinaus Ihren Versicherungsschutz riskieren wollen. Darüber hinaus könnten Sie aber dann einen Anspruch auf Erneuerung haben, wenn sich der Schaden an den Abdichtungsbahnen durch den Wassereintritt erweitert hätten.

Zunächst sollten Sie das Gutachten auf Plausibilität und Vollständigkeit hin untersuchen. Ggf. unter Zuhilfenahme einer kundigen Person, zB der beauftragten Handwerker. Dann fordern Sie den Versicherer auf, die Kostenübernahme innerhalb einer zehntägigen Frist anzuerkennen.

Leider sind (mir) einzelne Fragen unklar, weshalb an dieser Stelle keine abschließende Beurteilung der Sach- und Rechtslage möglich ist. Insbesondere wäre es wichtig, die Hintergründe des Nässeschadens weiter zu eruieren sowie festzustellen, welche konkreten Schäden entstanden sind und worauf genau diese kausal zurückzuführen sind. Hierfür wäre es zumindest erforderlich, das bereits erstellte Gutachten einzusehen. Gerne können Sie den Sachverhalt auch näher in der Nachfragefunktion ausführen. Ich werde dann ergänzend Stellung nehmen.

Sollten Sie weiteren Beratungsbedarf in der Angelegenheit haben, stehe ich Ihnen gerne zur weiteren Vertretung zur Verfügung. Das hier gezahlte Honorar würde auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet werden. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse. Diese finden Sie auf meinem Profil, das Sie durch einen Klick auf meinen Namen erreichen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 15.07.2016 | 15:38

Vielen lieben Dank fuer die schnelle und ausfuehrliche Antwort!
Verzeihen Sie bitte, dass meine Rueckfrage so spaet kommt.
Wir haben zwischenzeitlich mit mehreren Handwerkern und der Versicherung gesprochen und mir wurde erklaert:
- der Estrich IST nass
- die Ursache ist eine Undichtigkeit im Ablauf in der Dusche.
Die Versicherung bat um ein Angebot, welches die Trocknungsarbeiten klar von Behebung der Ursache trennt.
Ich erhielt von Handwerksfirma zwei Angebote, klar bezeichnet mit "Trocknungsarbeiten" und "Undichte Dichtung austauschen-Behebung der Ursache" und schickte diese an die Versicherung, wobei ich schrieb, ich sei bereit, die Behebung zu bezahlen und bitte um Kostenuebernahme fuer die Trocknungsarbeiten.
Trotz entgegen gesetzter Verprechungen am Telefon, dass solch ein Angebot positiv angenommen wuerde, hat der Sachverstaendige es wieder abgelehnt!
Er meint, dass man den Estrich trocknen koennte, ohne die Fliessen zu entfernen. Er fuehrt aus, er sei ueberzeugt, die Firma wolle sich nur "Geld in die Tasche stecken" auf Kosten der Versicherung.
Mir hat aber schon die Architektin die den Hausbau betreut hat beim Bau gesagt dass die Fliesen niemals angebohrt werden koennten und falls man an den Estrich heran muesste MUSS man die Fliesen abnehmen!
Das selbe sagen mir heute Handwerker!
Der einzige, der das nicht begreif(en moechte) ist der "Sachverstaendige" der Versicherung. Selbst die Mitarbeiterin der Versicherung, die fuer den Fall zustaendig ist, gibt mir Recht, aber sie muss ja den Empfehlungen des Sachverstaendigen folgen.
Haben Sie sonst noch Vorschlaege?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.07.2016 | 16:58

Sehr geehrte Fragestellerin,

die späte Nachfrage brauchen Sie nicht zu entschuldigen.

Entsprechend der Informationen in Ihrer Nachfrage wird es auf die Frage ankommen, ob Ihnen die bloße Trocknung des Bodens zumutbar ist. Dies müsste dann bejaht werden, wenn damit ein gleichwertiger Erfolg erzielt werden kann, wie durch eine vollständige Erneuerung. Hiergegen sprechen jedoch die Einschätzung der Handwerker und die der Architektin. Letztlich ist dies aber neben der juristischen auch um eine technische Frage, die im Rahmen dieser Beratung nicht beantwortet werden kann.

Letztlich bleiben auch nach Ihrer Sachverhaltsergänzung zu viele Fragen ungeklärt, um Ihnen weitergehende Möglichkeiten zum weiteren Vorgehen aufzeigen zu können. Insbesondere wäre es notwendig, sich umfassende Kenntnis über die Schadenslage und die geltenden Versicherungsbedingungen zu verschaffen. Unklar ist zB, ob entgegen der Ansicht der Versicherung nicht doch ein Rohrbruch vorliegt, weil sich in etwa ein Riss gebildet hat und das Wasser nicht einfach durch das poröse Material entwichen ist. In diesem Falle wären die Kosten für den Austausch zu ersetzen.

Ich befürchte daher, dass eine Online-Erstberatung an dieser Stelle leider nicht weiterführend ist. Insofern sich die Versicherung weiterhin weigert, werden Sie vermutlich nur mit anwaltlicher Hilfe nochmals Schwung in Angelegenheit bekommen. Gegebenenfalls können Sie auch ein Sachverständigenverfahren hinsichtlich der Frage, welche Maßnahmen erforderlich sind, anstrengen. Diese Möglichkeit wird auch in Ihren Versicherungsbedingungen vorgesehen sein. Ein solches ist allerdings mit Kosten verbunden. Die Durchführung macht daher nur dann Sinn, wenn die Eintrittspflicht durch den Versicherer grundsätzlich anerkannt ist und nur über die Entschädigungshöhe Streit besteht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen dennoch eine Hilfe sein. Gerne können Sie mich per Email kontaktieren, um weitere Möglichkeiten zu erörtern. In jedem Fall wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der weiteren Geltendmachung Ihres Anspruchs.


Mit freundlichen Grüßen,

A. Meyer

Bewertung des Fragestellers 18.07.2016 | 17:09

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