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Gebäudeversicherung will nicht zahlen

07.08.2018 15:22 |
Preis: 55,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Am 13.05.18 kam es bei einem Gewitter zu einem Überspannungsschaden an der Telefonanlage unseres Betriebes im Keller. Der Fehlerstromschutzschalter im Keller löste deshalb aus. Sämtliche elektrischen Geräte im Keller, ebenso die elektronische Rückstauklappe wurden stromlos gestellt. Die Rückstauklappe schloss daher nach einiger Zeit. In der Folge wurden die anfallenden, häuslichen Abwässer aus dem Gebäude nicht mehr abgeleitet, sondern stauten sich an der geschlossenen Rückstauklappe auf. Das rückgestaute Wasser trat dann am nächstgelegenen Ablauf (Dusche im Keller) aus und verteilte sich auf dem Boden in mehrere Räume. Als der Schaden bemerkt wurde, wurden unmittelbar schadenmindernde Maßnahmen eingeleitet. Die Rückstauklappe wurde ferner manuell wieder geöffnet. Das Wasser breitete sich auf dem Boden im Keller auf ca. 80m² aus. Über die Estrichfugen gelangte es auch unter die Estrichdämmschicht und verteilte sich dort ebenfalls. Vorrangig sind deshalb aktive Bautrocknungsmaßnahmen einzuleiten. Zu entfeuchten sind die Wände, die Hohlräume der Ständerwände und die Estrichdämmschicht. Das hierzu vorliegende Angebot der Trocknungsfirma ist schadenkausal. Die Gewerkspreise bewegen sich im ortsüblichen Niveau.

Die Versicherung (Gebäudeversicherung) lehnte den Fall zunächst ab, da sie die Meinung vertrat, es handle sich um einen Elementarschaden. Nachdem der Elektriker, der die Überspannung an der Telefonanlage festgestellt hat, dass es sich bei dem Eindringen des Wassers um einen Folgeschaden des Blitzschlages handelte, lenkte die Versicherung ein und schickte einen Gutachter. Der Gutachter bestätigte ebenfalls, dass die Versicherung für die Kosten der Trocknung aufkommen müsse, da es sich nicht um Regenwasser von außen, sondern um Abwasser von innen handelte und dafür die Gebäudeversicherung zuständig sei. Nun versucht die Versicherung sich wieder aus der Sache herauszuwinden, in dem sie die Betriebsfähigkeit der Notbatterien in der elektronischen Rückstauvorrichtung in Frage stellt.
07.08.2018 | 17:16

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Fragestellung ist mir jetzt nickt so ganz klar. Was für Einwände konkret textlich gibt es denn? Ich bitte insofern bitte die Frage im Rahmen der möglichen Nachfrage zu präzisieren. Sie haben dadurch keinen Nachteil.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 07.08.2018 | 17:29

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Wir haben keine Elementarversicherung, nur eine Gebäudeversicherung. Die nicht vorhandene Elementarversicherung hätte Wasserschäden durch von außen eindringendes Wasser übernommen. Die Gebäudeversicherung übernimmt von innen (aus Abwasserrohren) stammende Schäden durch Wasser. Zunächst hat die Versicherung den Fall abgelehnt, da es sich ihrer Meinung nach um Wasser von außen handelte und dafür nicht die Gebäudeversicherung zuständig ist. Der Gutachter, der von der Versicherung beauftragt wurde, stellte dann ganz klar fest, dass es sich um einen Folgeschaden des Blitzeinschlags in der Telefonanlage handelte und das Wasser von innen aus den Abwasserrohren kam und dadurch die Versicherung in der Zahlungspflicht ist.
Nun versteift sich die Versicherung auf die Rückstauklappe. Durch einen Blitzeinschlag in der Telefonanlage wurden sämtliche elektrischen Gerätschaften im Keller stromlos. Somit auch die Rückstauklappe, die bei starken Gewittern wie in diesem Fall schließt. Diese schloss aufgrund des Starkregens außen und das Wasser aus den Leitungen innen konnte nicht abfließen und sich im Haus ausbreiten. Durch den Stromausfall gab die Rückstauklappe keinen Alarm von sich und öffnete sich auch nicht automatisch wieder, so dass wir den Schaden erst Stunden später bemerkten. Offenbar gibt es für Rückstauklappen noch einen Not-Batteriebetrieb. Nun versucht die Versicherung sich dahingehend herauszureden, dass diese Batterien offenbar nicht regelmäßig gewartet wurden und nur daher der Schaden entstehen konnte.
Kann es sein, dass die Versicherung damit durch kommt und die Kosten für die Trocknung und Wiederherstellung des Kellers nicht bezahlen muss? Schließlich war der Stromausfall Ursache dafür, dass die Rückstauklappe ausfiel und nicht evtl. nicht regelmäßig gewartete Batterien.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.08.2018 | 22:04

Danke für Ihre ausführlichen Ergänzungen. Mir stellt sich die Frage, ob Sie als Laie wissen können oder müssen, dass da entsprechende Batterien vorhanden sind bzw. Dass und wie diese gewartet werden müssen.

Schliesslich fragt sich, inwiefern denn „keine" Wartung erfolgt ist, wie lange solche Batterien halten und und und.

Da kann es auch erheblich auf den Versicherungsvertrag ankommen.

Ferner wäre meines Erachtens sonst allenfalls eine quotale Schadensteilung möglich.

Mir erscheint das Verhalten des Versicherers durchsichtig und ich glaube, dass dort argumentiert werden kann bzw. man den Versicherer zur Leistung verdonnern kann. Aber ich denke es macht Sinn nun den zugrundeliegenden Vertrag und den genauen Schriftverkehr zu prüfen. Ich halte den Einwand aber nicht für überzeugend.

Bitte beauftragen Sie weiterführend einen Anwalt, gerne stehe ich dazu auch zur Verfügung. Kommen Sie dann einfach und unverbindlich erst einmal per Email auf mich zu.

Mit freundlichen Grüßen Hellmann, RA


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