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Gebäudebrand, Orstübliche wiederherstellungskosten

| 01.05.2019 13:35 |
Preis: 48,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Bitte nur beantworten von einem Fachanwalt, Fachanwältin für Versicherungsrecht.

Mein Gebäude wurde durch einen Brand zerstört. Der Zeitwertschaden wurde mir
mit ca 210.000 Euro ausbezahlt. Die Orstüblichen Wiederherstellungskosten belaufen sich auf
ca. 580.000 Euro Brutto.
Bin auch auf gleitendem Neuwert Versichert
Ich habe sichergestellt das ich die Entschädigungssumme nach gleichem Sinn und Zweck, und gleicher Art und Güte, ( Bauvertrag auch abgeschlossen ) verwenden wird.
Jetzt meine Frage : Wird mir der Betrag Brutto ausbezahlt oder Netto.
Und ich muß später nachweisen wieviel MWST ich bezalt habe, und bekomme die dann nachbezahlt.
Möchte ja auch einen Teil an Eigenleistungen machen.
Laut Urteil vom BGH ( AZ IV 148/10 Urteil vom 20 Juli 2011 hat der VG keinen Anspruch auf Rechnungen.
Dann kann man ja aber die MWST nicht nachweisen.
Oder ist der Betrag Brutto von der Versicherrung zu Zahlen.
Der Betrag wird ja fällig bevor ich mit dem Bau beginne, oder Nicht ?
Ich hoffe Sie können mir helfen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

lassen Sie mich Ihre Fragen wie folgt beantworten.

1.
"Wird mir der Betrag Brutto ausbezahlt oder Netto.
Und ich muß später nachweisen wieviel MWST ich bezalt habe, und bekomme die dann nachbezahlt."

Das hängt davon ab, welche Versicherungsbedingungen vereinbart wurden.

Im Falle der VGB 88 ist der Betrag Brutto auszuzahlen.
Im Falle der (Musterbedingungen des GDV Stand 15.11.2018) VGB 2016 (A 18.7 Satz 1) ist der Betrag ohne Nachweis netto zu zahlen: "Die Mehrwertsteuer wird nur ersetzt, wenn und soweit sie tatsächlich angefallen ist."

2.
"Der Betrag wird ja fällig bevor ich mit dem Bau beginne, oder Nicht ?"

Ja, nach VGB 88, § 23 Nr. 4, da die Voraussetzungen des § 15 Nr. 4 S. 1 nachgewiesen wurden.

fast wortlautgleich VGB 2016, A 18.6.1 und 18.6.1: "Der Versicherungsnehmer erwirbt den Anspruch auf Zahlung des Teils der Entschädigung, der den Zeitwertschaden übersteigt (Neuwertanteil) nur unter folgenden Voraussetzungen:
Der Versicherungsnehmer stellt sicher, dass er die Entschädigung verwenden wird, um versicherte Sachen in gleicher Art und Zweckbestimmung an der bisherigen Stelle wiederherzustellen oder wiederzubeschaffen
und
die Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung ist innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren nach Eintritt des Versicherungsfalls sichergestellt."

Eine abschließende Beantwortung ist nur möglich, wenn die vertraglich einbezogenen Versicherungsbedingungen bekannt sind.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 03.05.2019 | 12:19

Sehr geehrter Rechtsanwalt,
danke für ihre Antwort.
Wenn ich laut VGB Versichert bin, wo steht dort, dass der Betrag Brutto auszuzahlen ist,
und muß ich dann die MWST auch nicht nachweisen?
Vielen dank für ihre Antwort

PS: Sie bekommen eine sehr Gute bewertung von mir

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.05.2019 | 12:36

Sehr geehrter Ratsuchender,

nach VGB 88 ist der Neuwert zu erstatten.
Im Gutachten steht der Neuwert.
Zu den Kosten der Herstellung zählt auch die MwSt.

Ohne Regelung, dass die Umsatzsteuer nicht erstattet wird, gilt der Brutto-Betrag.

Dann müssen Sie die MwSt auch nicht nachweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.05.2019 | 18:05

Sehr geehrter Ratsuchender,

nach VGB 88 ist der Neuwert zu erstatten.
Im Gutachten steht der Neuwert.
Zu den Kosten der Herstellung zählt auch die MwSt.

Ohne Regelung, dass die Umsatzsteuer nicht erstattet wird, gilt der Brutto-Betrag.

Dann müssen Sie die MwSt auch nicht nachweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.05.2019 | 07:48

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