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Gebäude an der Grundstücksgrenze

28.11.2018 15:34 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

Wir leben in Hessen, und haben auf einem Grundstück eine Garage und einen Anbau als Grenzbebauung.

Beide Gebäude hängen zusammen.
Für beide Bauteile gibt es eine Baugenehmigung aus dem Jahr 1984.

Das Ursprüngliche Grundstück wurde geteilt, was eine Durchleitung des Abwassers von unserem Grundstück durch das Nachbargrundstück zur Rechten erforderlich machte. Der Nachbar duldete dies mit dem Hinweis, dass wir diesen Zustand beizeiten mittels Sanierungen beseitigen und das Rohr verschließen.

Dies haben wir nun getan, Abwasser aus Haus und Anbau gehen nun über unser Grundstück.

Jetzt das Problem: das Dachgefälle der Garage lässt eine Entwässerung in „unseren" Abwasserkanal nicht zu, da das Gefälle nach hinten geht und der Kanal vor der Garage liegt: Heißt: das Gefälle muss umgedreht werden. Hierzu muss die Garage an der Grenze zum hinteren Nachbarn 80 cm höher gebaut werden, was die Wandfläche der Garage auf ca. 24qm erhöhen würde (vorher 19,2qm).
Ein Durchleiten durch die Garage ist auch nicht möglich, da die Entwässerung des Anbaus schon durch die Garage geht.

Die Wandfläche des Anbaus beträgt 19qm.

Der hintere Nachbar ist darüber nicht sehr erfreut, lässt aber mit sich reden.

Fragen:
1) Darf ich aus wichtigem Grund (wie z.B. der Umlegung der Entwässerung weg vom Nachbargrundstück) das Gefälle der Garage verändern?

2) wäre eine zusätzliche Wandfläche von 4,8 qm überhaupt in irgendeinem Zusammenhang möglich?

3) müsste der Umbau der Garage beim Bauamt beantragt werden oder genügt eine Anzeige bei der Stadt?

4) Gibt es im Streitfall eine Einschätzung, welche Beeinträchtigung schwerer wiegt? Inanspruchnahme des Notleitungsrechts (das jetzt nicht mehr sein müsste) oder eine 4,8 qm größere Mauer?

Vielen Dank für Ihre Einschätzung

28.11.2018 | 20:04

Antwort

von


(2257)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
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Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,


eine genehmigungsfreie Änderung ist nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung nicht möglich, d.h. Sie brauchen eine Genehmigung.

Der Grund liegt darin, dass Garagen in Ihrem Bundesland direkt an die Grenze bis zu einer Länge von 9 m inklusive Dachüberstände angebaut werdendürfen. Aber dabei darf die grenzseitige mittlere Wandhöhe nicht mehr als 3 m betragen, die Fläche der Wand nicht mehr als 20 m².

Und das ist hier gegeben, so dass Sie dafür eine Genehmigung benötigen, die beim Bauamt beantragt werden muss. Dabei sollten Sie weiter das schriftliche Einverständnis des betroffenen Nachbarn vorlegen können, so dass dann der Genehmigung nichts Erkennbares im Wege steht.


Denn das Amt (Frage 2) kann dieses dann genehmigen, wenn es keinerlei Vorbehalte gibt, was vorrangig auf die Nachbarbelange abzustellen sein wird (daher dessen schriftliches Einverständnis), aber auch ein möglicher Bebauungsplan zu beachten sein wird.

Aber grundsätzlich kann auch so eine Flächenvergrößerung genehmigt werden.


Es wird (Frage 3) eine Genehmigung beantragt werden.


Es wird (Frage 4) sicherlich eine Abwägung vorzunehmen sein, wobei aber der Verzicht des Notleitungsrecht nicht zu schwer wiegen dürfte, da es auch andere technische Möglichkeiten geben dürfte.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


ANTWORT VON

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