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Gebäude-Afa bei Erbschaft/selbstgenutzt/Nachholung?


| 13.11.2007 10:10 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Achim Schroers



Ich habe vor ca. 15 Jh ein Wohnhaus geerbt, welches ich selbst bewohne. Das Haus ist Baujahr 1973, maßgeblich für die AfA war beim Voreigentümer wohl § 7b EStG. Stehen mir die 2,5%/Jh. noch nicht genutzte AfA zu? Wenn ja, kann ich die nachholen für die letzten 15 Jh (=offensichtlicher Fehler; s. Urteil des FG Baden Württemberg vom 21.2.2006, Az. 1K 212/02) oder - was mir lieber wäre, verlängert sich der Gesamt-AfA-Zeitraum um die bis dato nicht "verbrauchten" Jahre? Antwort möglichst so abfassen, daß ich sie ggf. der Steuererklärung als Begründung beifügen kann. Mittlerweile (2007) habe ich erhebliche Modernisierungen (Wärmedämmung, neue Fenster, neues Dach, neue Heizung...)vorgenommen. Begründen die eine Änderung der AfA?
Sehr geehrter Fragesteller,

der Wertverlust einer Immobilie wird nur dann steuermindernd berücksichtigt, wenn diese zur Erzielung steuerpflichtiger Einnahmen genutzt wird. Das von Ihnen zitierte Urteil des FG Baden-Württemberg betrifft daher dann auch ein vom dortigen Kläger vermietetes Objekt. Für das von Ihnen selbst als Wohnung genutzte Haus können Sie eine Gebäude-Afa demnach nicht steuerlich geltend machen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.

Mit freundlichen Grüßen
Achim Schroers
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.11.2007 | 11:36

Vielen Dank für die klärende Antwort. Das zitierte Urteil habe ich nur hinsichtlich der Nachhol-Mögl. erwähnt. Meines Wissens war aber doch z.B. der 7b für private Eigennutzer gedacht, i.S. der Wohnungsbauförderung?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.11.2007 | 17:40

...

Ergänzung vom Anwalt 14.11.2007 | 17:25

Sehr geehrter Fragesteller,

ein Nachholen der vergessenen AfA-Beträge in zukünftigen Veranlagungszeiträumen ist leider nicht möglich. Sie können jedoch unter Berufung auf das von Ihnen zitierte Urteil beim Finanzamt die Korrektur der Steuerbescheide gemäß § 129 AO beantragen. Allerdings kann auch auf diesem Wege eine Änderung der Steuerbescheide nur erfolgen, soweit nach § 169 ff. AO noch keine Festsetzungsverjährung eingetreten ist.

Mit freundlichen Grüßen
RA Schroers
Bewertung des Fragestellers 28.09.2012 | 11:51


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