Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Geänderter Streitwert während der Bearbeitung


| 19.06.2007 11:22 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marc Weckemann



Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

gemeinsam mit meinen Eltern bewohne ich eine Liegenschaft, die meinem Vater gehörte. Im Jahr 1997 habe ich infolge von An- und Umbau ohne weitere Sicherung einen Betrag in Höhe von ca. 150.000,-- € investiert.
Nach dem Tode meines Vaters und der dann folgenden Erb-Ausschlagung meiner Mutter (Berliner Testament) verweigerte mir die Schwester den eingeforderten Ausgleich und ich bemühte einen Fachanwalt für Erbrecht, zu prüfen, ob es sich um eine Nachlassverbindlichkeit meines Vaters handelte. Der Streitwert lag also auf 150.000,--€ und dementsprechend belief sich seine 1. Vorschussliquidation bei ca. 2.500,--€.

Im Laufe des folgenden Schriftverkehrs und 2 persönlichen Gesprächen gab meine Schwester dann zu erkennen, dass durch Umverteilung der anderweitigen Erbmasse ein Ausgleich für meine Investitionen geschaffen werden konnte. 4-5 mal wurde dann mit der Gegenpartei Schriftverkehr geführt und ein persönliches Gespräch mit beiden Parteien folgte.
Dadurch erhöhte sich nach Ansicht meines Anwalts mit Schreiben der 2. Liquidation der Streitwert um ein Vielfaches und ich sollte plötzlich ca. 16.000,--€ zahlen.

Die Änderung des Streitwertes wurde mir aber zu keiner Zeit angedeutet, sodass ich fast vom Hocker fiel, als die Rechnung des Anwalts kam. Hätte er nicht die Pflicht gehabt, mich darauf schriftlich hinzuweisen?
Für mich belief sich doch nach wie vor der Streitwert auf 150.000,-- € und die veränderte (als die bisher von einem anderen Notar festgelegte) Aufteilung sollte doch letztlich auch nur dazu dienen, diesen Betrag in irgendeiner Weise zu kompensieren.

Frage:
Hätte mich der Anwalt auf den Sachverhalt hinweisen müssen und muss ich die Rechnung wirklich in voller Höhe zahlen?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,

unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Informationen sowie Ihres Einsatzes erlaube ich mir, Ihre Frage wie folgt zu beantworten:

Zunächst kann ich Ihnen mitteilen, dass die Vorschussgebühr der üblichen Gebühr nach dem RVG für eine außergerichtliche Tätigkeit mit einem Streitwert von 150.000 € entspricht.

Der Streitwert nach dem RVG richtet sich auch in Erbschaftsangelegenheiten grundsätzlich nach dem wirtschaftlichen Interesse. Aufgrund Ihrer Schilderungen gehe ich davon aus, dass sich Ihr wirtschaftliches Interesse im Laufe der Tätigkeit des Kollegen nicht geändert hat. Es kann demnach nicht nachvollzogen werden, inwiefern eine Erhöhung des Streitwerts stattgefunden haben soll. Auch ist nicht erkennbar, dass sich ein neuer Streitgegenstand ergeben hätte.

Geht man somit nach wie vor von einem Gegenstandswert von 150.000 € aus, so würde in Ihrem Fall vermutlich eine Vergleichsgebühr hinzukommen (2.853,03 €) und aufgrund des Umfanges der anwaltlichen Tätigkeit eine Erhöhung der Geschäftsgebühr vertretbar erscheinen (entspricht etwa weiteren 1.000,00 €). Die geltend gemachten 16.000 € können demnach hier nicht nachvollzogen werden.

Wir machen Sie jedoch darauf aufmerksam, dass sich im Einzelfall durchaus etwas anderes ergeben kann, etwa dass sich ein weiterer, gesondert anzurechnender, Streitgegenstand ergeben hat oder dass sich der Streitwert erhöht hat.

Auch wenn ich nach Ihren Schilderungen nicht davon ausgehe, kann ich Ihnen eine abschließende Antwort erst nach Überprüfung der Gesamtumstände Ihres Falles sowie der gestellten Rechnung geben.

Darüber hinaus ist ein Rechtsanwalt grundsätzlich nicht dazu verpflichtet, den Mandanten ungefragt über die Entgeltlichkeit seiner Tätigkeit und die Höhe der voraussichtlich entstehenden Gebühren aufzuklären. Im Einzelfall kann sich etwas anderes nur nach Treu und Glauben ergeben. Vorbehaltlich einer genauen Überprüfung gehe ich in Ihrem Fall hiervon jedoch nicht aus.

Bitte beachten Sie, dass anhand der zur Verfügung stehenden Informationen lediglich eine erste Einschätzung erfolgen konnte. Wir empfehlen Ihnen, die Honorarrechnung überprüfen zu lassen. Hierfür stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihnen mit der Antwort weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen



Christian Grema
Rechtsanwalt

_____________
Christian Grema
C-G-W Rechtsanwälte

Postfach 1543
76605 Bruchsal

Tel.: (07251) 392 44 30 (24h)
Fax.: (07251) 392 44 31

Internet: www.c-g-w.de
E-Mail: info@c-g-w.de

Nachfrage vom Fragesteller 19.06.2007 | 13:12

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Weckemann, Ihr Kollege beruft sich bei der Honorarforderung auf folgende Zeilen: "Meine Tätigkeit ist nach der Ablehnung des Ausgleichsanspruch auf eine Gesamterbauseinandersetzung ausgedehnt worden. Der Vertrag ...(1.Notar) kann ja überhaupt nicht mehr beurkundet werden, da a)Ihre Mutter das eigene Vermögen nicht mehr lebzeitig übertragen will, b)Sie die Übernahme des Objekts .....(eie Liegenschaft aus der Erbmasse)ablehnen, c)Weder eine Miteigentümergemeinschaften noch eine BGB-Gesellschaft gewünscht ist." Nur wegen der Ablehnung meines Ausgleichsanspruchs ist es also zu diesen weiteren Bemühungen zur "Umverteilung der Erbmasse" gekommen. Könnte das unter diesen Umständen dann korrekt sein?

Ergänzung vom Anwalt 19.06.2007 | 13:46

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt.

den Ausführungen des Kollegen entnehme ich, dass eine Gesamterbauseinandersetzung durchgeführt wurde. Der Streitwert hierfür ergibt sich ebenfalls aus Ihrem wirtschaftlichen Interesse, also Ihrem Anteil am Gesamtnachlass. Je nach Höhe des sich daraus ergebenden Streitwerts, ist es durchaus auch möglich, dass die Rechnung des Kollegen korrekt ist. Eine abschließende Einschätzung ließe sich aber nur nach einer intensiven Prüfung treffen, die im Rahmen dieser Plattform leider nicht möglich ist.

Voraussetzung ist selbstverständlich, dass Sie Ihren Anwalt auch für die Gesamtauseinandersetzung beauftragt hatten. Dies kann auch mündlich oder konkludent durch die Inanspruchnahme seiner Dienste geschehen sein. Ich gehe, vorbehaltlich einer genaueren Prüfung, nach wie vor nicht davon aus, dass hier Aufklärungspflichten verletzt wurden.

Mit freundlichen Grüßen

Weckemann
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Weckemann,

herzlichen Dank für Ihre Bemühungen, die komplizierte Frage zu beantworten. Ich werde einmal darüber nachdenken und Sie dann gegebenenfalls in Ihrer Kanzlei kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen ... "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER