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GbR Vertrag - Auseinandersetzungsguthaben

18.11.2010 23:06 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

der GbR Vertrag besteht seit dem 1.7.2007.

Gesellschafter sind 2 Personen, die zu jeweils 50 % beteiligt sind.

Die GbR hat bis dato leider keinen Gewinn eingefahren. Alle jährlichen Gewinn/Verlustrechnungen weisen zusammen an die 13.000 € minus auf.

Ich als Gesellschafter möchte jetzt nun kündigen. Zur Kündigung eines Gesellschafters besteht im gemeinsamen GbR Vertrag folgender Paragraph:


"§ 11 Kündigung eines Gesellschafters

1. Im Falle der Kündigung scheidet der kündigende Gesellschafter aus der Gesellschaft aus. Der verbleibende Gesellschafter ist berechtigt, das Unternehmen mit Aktiva und Passiva unter Ausschluss der Liquidation zu übernehmen und fortzuführen. Dem ausscheidenden Gesellschafter ist das Auseinandersetzungsguthaben auszuzahlen.

2. Bei der Feststellung des Auseinandersetzungsguthabens sind Aktiva und Passiva mit ihrem wahren Wert einzusetzen. Der Geschäftswert ist nicht zu berücksichtigen.

3. Die Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens hat in vier gleichen Vierteljahresraten zu erfolgen, von denen die Erste drei Monate nach dem Ausscheiden fällig wird. Das Auseinandersetzungsguthaben ist ab dem Ausscheidungszeitpunktes in Höhe des jeweiligen Hauptrefinanzierungssatzes der EZB zu verzinsen.

4. Bei Nichtzahlungsfähigkeit des verbleibenden Gesellschafters führt die Kündigung zur Auflösung der Gesellschaft."

Wie sieht die Summe des Auseinandersetzungsguthaben in meinem Fall aus? Welche Höhe wäre das?

Vielen Dank!

18.11.2010 | 23:36

Antwort

von


(742)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich anhand Ihrer Darstellung wie folgt beantworten:

Die Auseinandersetzung der Gesellschaft erfolgt gem. § 730 BGB: Auseinandersetzung; Geschäftsführung durch Aufteilung des Gesellschaftsvermögens. Zunächst sind Einlagen der Gesellschafter zurückzuerstatten und Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu berichtigen. Verbleibt dann ein Überschuß, so ist dieser zu verteilen , § 734 BGB: Verteilung des Überschusses .

Da die G+V der bisherigen Jahre nur Verluste ausgewiesen haben, dürfte ein positives Gesellschaftsvermögen nach Ausgleich der Verbindlichkeiten und Rückzahlung von Einlagen gar nicht verbleiben. Dann besteht auch kein Auseinandersetzungsguthaben.

Etwas anderes könnte nur gelten, wenn das Anlagevermögen der Gesellschaft höher ist als die erwirtschafteten Verluste. Der Steuerberater der Gesellschaft muesste neben den G+V auch Kapitalkonten der Gesellschafter geführt haben, in denen jährlich Gewinn-bzw. Verlustanteile, Entnahmen, Einlagen etc. gebucht sein muessten. Lassen Sie sich diese Kapitalkonten vorlegen. Der Saldo zuzüglich eines anteiligen Anlagevermögens steht Ihnen dann zu. Besteht ein negativer Wert, besteht allerdings auch eine grundsätzliche Nachschusspflicht ( § 735 BGB: Nachschusspflicht bei Verlust ).

Einen konkreten Betrag kann ich Ihnen hier nicht nennen, da der Wert des Gesellschaftsvermögens nicht bekannt ist. Ich hoffe aber, Ihnen einen hilfreichen Überblick über das Verfahren zur Ermittlung des Auseinandersetzungsguthabens verschafft zu haben.




Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

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