Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

GbR Regelinsolvenz

12.01.2016 21:02 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich befinde mich noch in einer GbR mit 2 Gesellschaftern jeweils 50%.
Die GbR ist überschuldet und müßte schon längst Insolvenz anmelden.
Mein Partner wehrt sich gegen die Insolvenz, ich werde jetzt für mich Regelinsolvenz anmelden. Meine Frage: Ich würde gerne vorher mein GbR Vertrag kündigen und das Gewerbe abmelden und mich arbeitslos melden und dann die Insolvens anmelden - ist das der richtige Weg? Oder erst Insolvenz anmelden?

12.01.2016 | 22:02

Antwort

von


(1781)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine festgelegte Reihenfolge gibt es da nicht.

Allerdings macht es bei einer GbR wegen der persönlichen Haftung der einzelnen Gesellschafter keinen großen Unterschied, ob die GbR sofort oder später gekündigt wird. Gläubiger können sich nämlich an jeden Gesellschafter wenden.

Denn all Gesellschafter einer GbR haften grundsätzlich gesamtschuldnerisch. Im Außenverhältnis zu den Gläubigern der Gesellschaft haftet demzufolge jeder Gesellschafter unbegrenzt für alle Verbindlichkeiten der GbR, ggf. auch mit seinem Privatvermögen.
Im Innenverhältnis zu den anderen Gesellschaftern können aber Regressansprüche entstehen.

Ist die Gesellschaft nicht für eine bestimmte Zeit eingegangen, so kann jeder Gesellschafter sie jederzeit kündigen, § 723 Abs. 1 S. 1 BGB .

Normal ist, dass die Gesellschaft für unbestimmte Zeit eingegangen wurde, was ich hier vermute.

Aber nach § 728 BGB - Auflösung durch Insolvenz der Gesellschaft oder eines Gesellschafters - gilt sowieso:

"(1) Die Gesellschaft wird durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft aufgelöst. Wird das Verfahren auf Antrag des Schuldners eingestellt oder nach der Bestätigung eines Insolvenzplans, der den Fortbestand der Gesellschaft vorsieht, aufgehoben, so können die Gesellschafter die Fortsetzung der Gesellschaft beschließen.

(2) Die Gesellschaft wird durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen eines Gesellschafters aufgelöst."
Im letzteren Falle gilt:
Die übrigen Gesellschafter sind in gleicher Weise zur einstweiligen Fortführung der ihnen übertragenen Geschäfte verpflichtet. Die Gesellschaft gilt insoweit als fortbestehend, § 728 Abs. 2 S. 2 i. V. m. § 727 Abs. 2 S. 2 und 3 BGB .

Wichtiger ist daher nach meiner Einschätzung die Insolvenzanmeldung, die dann die Auflösung der Gesellschaft bedeutet.

Es gilt die Gefahr einer strafbaren Insolvenzverschleppung zu vermeiden.

Auch könnten Gläubiger selbst eine Insolvenz beantragen.

Sie sollten daher unbedingt sich weitere (anwaltlicher) Hilfe bedienen, um die weiteren Schritte zu planen; Beratungs- und/oder Prozesskostenhilfe kann beantragt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

ANTWORT VON

(1781)

Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Erbrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Zivilrecht, Baurecht, Verwaltungsrecht, Ausländerrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90404 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Es ging um die Auswirkungen der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes auf Mietverhältnisse. Zwar konnte Herr Saeger nicht auf eine existierende Rechtsprechnung zurückgreifen, da die Novellierung noch sehr neu ist, er gab ... ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Sehr ausführliche hilfreiche Antwort, ich bin mit den Informationen sehr zufrieden! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Superschnelle Antwort auf meine Frage und sehr hilfreich ...
FRAGESTELLER