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GbR Jahresabschluß


25.11.2007 11:20 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Ich habe als Freiberufler mit einigen anderen Kollegen eine Apparategemeinschaft als GbR gegründet. Die Buchhaltung der GbR ist minimal, die Kostenverteilung vertraglich geregelt und auch unkompliziert. Eine Einnahme-Überschuß-Rechnung kann auch einfach erstellt werden. Was muß als Jahresabschluß noch gemacht werden und ist dafür ein Steuerberater notwendig? Muß die GbR eine eigene Steuererkläung beim Finanzamt einreichen oder reicht eine EÜR mit selbst ausgestellter Kostenverteilung auf die Mitglieder aus? Reichen die Bankbelege der monatlichen Abschlagszahlungen an die GbR zusammen mit der jährlich erstellten Kostenbescheinigung für die Absetzbarkeit der Kosten aus?
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Da die GbR Einkünfte aus selbstständiger Arbeit (§ 18 EStG) erzielt, kann der Gewinn/Verlust durch Einnahmenüberschussrechnung (Betriebseinnahmen minus Betriebsausgaben) ermittelt werden.

Die Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben sind dabei im Einzelnen durch Eingangs- und Ausgangsrechnungen sowie Bankbelege nachzuweisen.
Eine jährlich erstellte Kostenbescheinigung reicht daher nicht aus.

Für das Finanzamt reicht eine Einnahmenüberschussrechnung alleine leider nicht aus.

Die GbR ist insofern ein selbstständiges Steuersubjekt und hat bei dem zuständigen Finanzamt (= Betriebssitz der GbR) eine eigene Steuererklärung einzureichen, die aus folgenden Unterlagen bestehen muss:

• Eine „Erklärung zur einheitlichen und gesonderten Feststellung der Einkünfte aus selbstständiger Arbeit“ gem. § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a) AO, da an der GbR mehrere Personen beteiligt sind,
• die Einnahmenüberschussrechnung und
• die „Anlage EÜR“ zur Einnahmenüberschussrechnung.

Sofern Sie selbst über den erforderlichen steuerlichen Sachverstand verfügen, können Sie diese Aufgaben auch selbst erledigen. Die Hinzuziehung z. B. eines Steuerberaters oder Rechtsanwalts ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, in der Regel jedoch empfehlenswert.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse.
Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen

Reinhard Schweizer
Rechtsanwalt, Dipl.-Finanzwirt

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann. Im Übrigen ist der Umfang der gegebenen Antwort auch abhängig von der Höhe des ausgelobten Einsatzes.

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