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GbR Gesellschafter sind sich über meine Kündigung uneinig

| 18.03.2009 14:49 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Mirko Ziegler


Hallo,
ich arbeite geringfügig angestellt in einer GbR mit 2 Gesellschaftern (keiner der beiden hat die Befugins des alleinvertretungsberechtigten Gesellschafters). Diese liegen im Streit wegen des Geschäftes bzw. des Geldes.


Geschäftsführer 1 versucht nun schon seit längerem uns Angestellte aufzuhetzen bzw uns zu mobben mit allerlei Aktionen..... Geschäftsführer 2 ist normal und freundlich zu uns.

Nun habe ich eine schriftliche Kündigung per Einschreiben von Gesellschafter 1 erhalten (ANGEBLICHE Gründe: Verweigerung des Herausgebens der Kasseneinnahmen, unfreundliches Verhalten etc.) auf dem aber auch nur seine Unterschrift vorhanden ist und die (meiner Meinung nach benötigte) Unterschrift von Gesellschafter 2 fehlt. Ich ging sofort zu Gesellschafter 2, dieser telefonierte dann mit seinem Anwalt und dieser meinte, die Kündigung sei unwirksam (weil Gesellschafter 1 nicht ohne Gesellschafter 2 handeln kann und dieser sowieso nicht mit meiner Kündigung einverstanden ist) und ich bräuchte nichts weiter zu tun, ich solle einfach meine Arbeit fortsetzen (das wäre diesen Freitag).

Nun habe ich aber im Internet gewühlt und gefunden, dass die Kündigung als akzeptiert gilt, wenn ich diese nicht ZURÜCKWEISE. Ist das richtig? Da es dabei nicht der schriftlichen Form bedarf genügt das Gespräch mit Gesellschafter 2 oder ist es sinnvoll, ein Schreiben aufzusetzen mit dem Inhalt "Zurückweien der Kündigung wegen fehlender Vollmacht" und diese Gestellschafter 1 zu schicken? Oder gilt eine Rücknahmeerklärung von Gesellschafter 2?Wie soll ich handeln? Kann ich rechtlich von Gesellschafter 1 belangt werden wenn ich weiterhin einfach arbeite? Danke lG Simone Knoll

Sehr geehrte Fragestellerin,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:

Nach Ihren Angaben gehe ich davon aus, dass die Kündigung unwirksam ist.

Sie sollten aber dennoch den Gesellschafter 2 auffordern, Ihnen gegenüber schriftlich seinen Widerspruch zu erklären. Hierdurch stellen Sie sicher, dass dieser die fehlende Vertretungsmacht von Gesellschafter 1 nicht nachträglich legitimiert.

Gleichzeitig rate ich Ihnen auch dazu, schriftlich gegenüber Gesellschafter 1 die Kündigung wegen fehlender Vollmacht zurückzuweisen.

Sie können dafür, dass Sie Ihre Arbeit fortsetzen, auch nicht belangt werden.

Sollte sich die Situation allerdings nicht schnellstens klären, rate ich zur Mandatierung eines Anwaltes und die Meldung bei der örtlichen Arbeitsagentur unter Vorlage der Ihnen übermittelten Kündigung.

Sollte sich die Kündigung (nachträglich) als formell wirksam erweisen, müsste binnen drei Wochen die Kündigungsschutzklage erhoben werden.

Ich meine aber, dass vorerst noch nichts für diesen Ernstfall spricht und hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben.

___

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Nachfrage vom Fragesteller 18.03.2009 | 16:53

Danke für die schnelle und kompetente Antwort.

Ich weise nun die Kündigung gegenüber Gesellschafter 1 schriftlich zurück. In dem mir zuvor zugegangenen Einschreiben (Kündigung) gefindet sich auf dem Briefumschlag die private Adresse von Gesellschafter 1, im Briefkopf der Kündigung jedoch die Firmenadresse. Wohin habe ich meinen Brief nun zu richten? Ist die Privatadresse wie auf dem Umschlag angegeben ok? (ich befürchte bei Sendung in die Firma die Aussage von Gesellschafter 1, er habe den Brief nie bekommen - da ihn Gesellschafter 1 wahrscheinlich nicht persönlich annimmt). Vielen Dank nochmals

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.03.2009 | 17:03

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Tatsache, dass der Gesellschafter 1 den Brief nicht annehmen will schadet nicht. Kommt es zu einer sogenannte Zugangsvereitelung wird der Empfang des Briefes fingiert. Das heißt man geht davon aus, dass der Brief angenommen wurde.

Ich würde den Brief daher an die Firmenadresse richten, da Gesellschafter 1 als Vertreter derselben handeln wollte.

Es schadet allerdings nichts, wenn Sie den Brief gleichfalls an die Privatadresse senden.

Mit freundlichen Grüßen

Ergänzung vom Anwalt 18.03.2009 | 15:47

Ergänzen möchte ich noch, dass Sie die Zurückweisung der Kündigung auch gegenüber Gesellschafter 2 schriftlich erklären können.

Bewertung des Fragestellers 20.03.2009 | 00:29

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

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FRAGESTELLER 20.03.2009 5/5,0
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