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Gartenpflege Nachberechnung.

| 29.07.2021 14:12 |
Preis: 25,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


19:16

Ich bin Eigentümer in einer Wohngemeinschaft, für deren Verwaltung ein Immobilienbüro zuständig ist. Dieser Verwalter sandte mir eine Sonderrechnung, die die Gartenarbeiten vom Jahre 2020 beinhalten. Das Verwaltungsjahr ist seit dem Frühjahr 2021 abgeschlossen. Die Nachforderungssumme beläuft sich auf einen niedrigen 4-stelligen Betrag, der auf die Eigentümer umgelegt wurde. Der Verwalter sagte dazu, dass er die Gartenarbeiten vom Nachbargebäude, wo er auch Verwalter ist, verwechselt habe.

1. Frage: Muss ich nun die nachgelieferten Sonderkosten bezahlen?

Außerdem stehen jetzt im Sommer wieder aufwändige Gartenarbeiten an. Hier hat der Hausmeister schon ein Angebot abgegeben.

2. Frage: Müssen diese Kosten wieder kurzfristig umgelegt werden, oder müsste es der Verwalter in die Jahresabrechnung 2021 einbringen, oder könnte man es diese Kosten aus den Instandhaltungskonto entnehmen?



29.07.2021 | 14:44

Antwort

von


(326)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zu 1. Nein der Verwalter kann keine Zahlungspflicht begründen. Er kann seine Sonderrechnung der Eigentümerversammlung vorlegen und beantragen, dass die dort vorgesehenen Zahlungspflichten beschlossen werden.
Erst wenn die Eigentümerversammlung beschlossen hat, dass die Zahlungen zu leisten sind, sind diese fällig und Sie müssen zahlen.

Zu 2. Eigentlich werden die Kosten aus dem Wirtschaftsplan beglichen. Die Eigentümerversammlung beschließt, wer was pro Monat an Vorschuss zahlen muss. Dann werden die Ausgaben von den Vorschüssen bezahlt. Wenn das Jahr um ist, wird die Abrechnung erstellt, in der dann auch die Kosten für die aufwendigen Gartenarbeiten enthalten sind. Wenn sich herausstellt, dass die monatlichen Vorschusszahlungen aus dem Wirtschaftsplan nicht reichen, muss eine Nachzahlung geleistet werden, nachdem die Eigentümerversammlung über die Nachzahlung entschieden hat und nicht vorher, wenn es der Verwalter gerne möchte.

Aus der Instandhaltungsrücklage werden Gartenarbeiten eigentlich nicht bezahlt. In Vielen Eigentümergemeinschaften gibt es jedoch Beschlüsse, die dem Verwalter erlauben, einen Kredit bei der Instandhaltungsrücklage aufzunehmen und die Rücklage dann nach der Fertigstellung der Jahresabrechnung aus den Nachzahlungsbeträgen wieder aufzufüllen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Rückfrage vom Fragesteller 22.08.2021 | 19:03

Sehr geehrter Herr Anwalt,
auf Ihre Mitteilung, dass ich eine Nachforderung der Gartenpflegearbeiten aus dem Abrechnungsjahr 2020 nicht bezahlen müsste, habe ich meinen Verwalter angeschrieben.Offenbar hat er meine Einwand ignoriert und sandte mir eine Mahnung mit einem Zahlungsziel. Er schrieb mir, dass ich falls ich die geforderte Summe nicht bezahlen würde, keine Extra-Versammlung herbeiführen wolle.

Könnte der er diese Sitzung doch auch schriftlich im Sinne einer Abstimmung bewerkstelligen?
Einige Eigentümmer haben ihm schon eine Abbuchungsermächtigung gegeben und andere haben die Nachforderung bezahlt. Was würde passieren, wenn nun die Häfte der Eigentümer gegen die Nachforderung stimmen würde?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.08.2021 | 19:16

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn die Hälfte der Eigentümer gegen die Nachforderung stimmt, dann hat der Antrag eine Nachforderung zu beschließen keine Mehrheit bekommen, ist damit abgelehnt und die Nachzahlung ist nicht geschuldet.
Diejenigen, die bereits gezahlt haben, hätten ohne Rechtsgrund gezahlt. Hier müsste im Einzelfall geprüft werden, ob diese nach § 812 BGB einen Anspruch auf Rückzahlung haben oder ob dieser Anspruch nach § 814 BGB wegfällt, weil die Betroffenen gewusst haben, dass sie nicht zur Zahlung verpflichtet sind. Bei einer schriftlichen Abstimmung müsste die Nachforderung einstimmig beschlossen werden. Das Risiko, dass einer dagegen stimmt, ist enorm groß. Deshalb wird dies nur in einer Eigentümerversammlung gemacht. Dort reicht die einfache Mehrheit. Aber theoretisch kann es auch durch einen schriftlichen Beschluss gemacht werden, wenn alle Eigentümer zustimmen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 03.08.2021 | 12:51

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Sehr geehrter Herr Müller, die Beantwortung meiner Frage haben Sie schnell und ausführlich gemacht. Inzwischen habe ich dem Verwalter per mail Ihre Beurteilung der Lage geschcikt, kann aber noch nicht endgültig sagen, ob er meine mail so wie Sie geschrieben haben, akzeptiert, weil ich noch keine Antwort bekam. Vielleicht ergibt sich später noch eine Rückfrage.
Mit freundlichem Gruß

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 03.08.2021
4,2/5,0

Sehr geehrter Herr Müller, die Beantwortung meiner Frage haben Sie schnell und ausführlich gemacht. Inzwischen habe ich dem Verwalter per mail Ihre Beurteilung der Lage geschcikt, kann aber noch nicht endgültig sagen, ob er meine mail so wie Sie geschrieben haben, akzeptiert, weil ich noch keine Antwort bekam. Vielleicht ergibt sich später noch eine Rückfrage.
Mit freundlichem Gruß


ANTWORT VON

(326)

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