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Gartenhaus


08.07.2007 20:58 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bewohne seit ca. fünf Jahren einen ehemaligen Hühnerstall,der von mir in Eigenarbeit zu einem schmucken Gartenhaus umgebaut wurde.Alle arbeiten sind ohne Baugenehmigung durchgeführt worden.Der ehemalige Hühnerstall stammt aus den fünfziger Jahren und wurde seinerzeit mit einer Baugenehmigung(eigetragenes Fundament)errichtet.Grundstück sowie das Gartenhaus befinden sich in meinem Privatbesitz.
Zu meiner Frage:
Wie habe ich zu reagieren wenn das Bau oder Ornungsamt an mich herantritt,und nach Baugenehmigungen fragt?
Wie kann ich einen Rückbau oder Abriss verhindern?
Bisher bewohne ich das Haus ohne Schwierigkeiten,und möchte nur für eventuell auftretende Probleme gerüstet sein.

Besten Dank im voraus

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Sehr geehrter Ratsuchender,

zum Umbau des Gebäudes von einen Hühnerstall in ein Wohnhaus hätten Sie wohl eine Baugenehmigung benötigt.

Da der Umbau damit formell Illegal ist, haben Sie zunächst eine Geldbuße zu erwarten.

Ob Sie das Gebäude rückbauen oder ggf. sogar abreißen müssen hängt davon ab, ob der Umbau grundsätzlich genehmigungsfähig ist oder nicht. Das hängt widerum davon ab, ob Sie diesen Umbau grundsätzlich nach den rechtlichen Bedingungen durchführen durften oder nicht.

Wenn ja kann eine Genehmigung nachgehohlt werden.

Sie sollten aber unbedingt einen Kollegen vor Ort aufsuchen, da nur individuell geklärt werden kann, ob Ihr Bau grundsätzlich genehmigungsfähig ist.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 08.07.2007 | 23:42

Sehr geehrter Herr Keller,
eine nachträgliche Baugenehmigung zu bekommen ist auszuschliessen.Ist es möglich mit Gewohnheitsrecht oder aber Bestandsschutz zu agumentieren,da das Gebäude schon länger als 30 Jahre als Wochenendhaus genutzt wird?
MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.07.2007 | 10:28

Bestandsschutz in diesem Sinne, einfach weil das Gebäude schon lange existiert, gibt es nicht.

Sollte das Gebäude aber irgendwann, seit Errichtung, einmal genehmigungsfähig gewesen sein, so bestünde quasi ein "Bestandsschutz". Wenn das Gebäude, bzw. der Umbau und die Nutzung zu Wohnzwecken niemals genehmigt werden durften, dann haben Sie allerdings ein Problem. Dann könnte im schlimmsten Fall tatsächlich der Abriss drohen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt

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