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Gartengestaltung weicht von Angebotsausführung ab.

21.05.2013 20:26 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Mängelbeseitigung und Vertrag mit Gartenbauer

Ich habe über My Hammer ein Angebot für die Neu Anlage meines Garten aufgegeben.
Der dann ausgewählte Gartenbauer unterbreitete ein Angebot zu einem Komplettpreis mit Material . Arbeit und Maschinen.
Ich bestätige dieses Angebot per Mail.

Der Gartenbauer bestätige mir schriftlich per Mail den Starttermin und alles die organisieren und verlangte eine Abschlagzahlung.

Ich hatte mir extra Urlaub genommen um die arbeiten zu kontrollieren.
Zu dem vereinbarten Termin erschien der Gärtner, hatte aber nichts bestellt oder organisiert.
Daher habe ich entgegen der Absprache alles selber gemacht und Material und Maschinen selber bestellt und bezahlt und sogar selber mitgeholfen.

Nach meinem Urlaub arbeitete der Gartenbauer alleine und ich konnte die Arbeiten nur Abends kontrollieren.
In der zweiten Woche hatte der Gartenbauer dann ohne dies mit mir abzusprechen Pflaster bestellt, die eigentlich die Terrasse hätten Pflaster sollen. Diese Pflasterer weigerten sich allerdings und zeigten mir diverse Baumängel auf. Die Terrasse war u.a auf einer Seite 20 cm länger als auf der anderen Seite und die Pallisaden der Terrasse waren nicht eingegraben und betoniert , sondern einfach abgesägt und ließen sich mit bloßer Hand abziehen.

Daraufhin machte ich eine schriftliche Aufstellung über die erkannten Mängel und forderte den Auftragnehmer zur Mängelbeseitigung auf.

Der Gartenbauer sagte auch zu die Mängel zu beseitigen und ist zur Zeit damit auch beschäftigt.

Der Auftragnehmer machte den Vorschlag dass wir statt dem ursprünglich vereinbarten Festpreis nach Stunden abrechnen.
Ich antwortete dass ich darüber nachdenke, aber es auf keinen Fall teurer werden dürfe als der ursprüngliche Festpreis.

Heute hat der Handwerker mir gegenüber allerdings eine völlig überzogene Forderung für die Arbeitsleistung genannt, zu der ich mich bisher nicht geäußert habe.

Ich habe jetzt folgende Fragen:


Wie verhalte ich mich rechtlich am besten ohne große Kosten für Gutachter usw. zu erzeugen?

Welcher Stundensatz für die Arbeit wäre maximal zulässig.?(Arbeitsstunden habe ich notiert)
Wäre ein höherer Preis als das Ursprungsangebot grundsätzlich möglich?

Wer trägt die Kosten für unnötige Material und Arbeitskosten? Die komplette Terrasse musste wieder abgerissen werden. Der zuvor angefahrene Beton den ich bereits bezahlt hatte musste als Bauschutt wieder entsorgt werden und neuer Beton und neue Pallisaden gekauft werden.

Wie sichere ich mich gegen evtl .Mängel die evtl . später noch auftreten? (Einbehalt?)



Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1. und 2.
Die Gegenseite ist für den Vertrag und die Preisgrundlagen darlegungs- und beweisbelastet.

Hier hat es ja einen Komplett- bzw. Festpreis gegeben und auf einen Stundensatz müssen Sie daher nicht mehr eingehen, auch nicht auf nicht beauftragte Zusatzarbeiten.

Die Stundensätze richten sich ansonsten nach der (Orts-)Üblichkeit in dem Bereich des Gartenbaus.

Sie brauchen aber wie gesagt gar nicht erst auf die Vereinbarung eines Stundensatzes eingehen, denn wenn der Gartenbauer (auf sein eigenes Risiko) einen Festpreis mit Ihnen vereinbart hat, dann ist das grundsätzlich unabänderlich.

3.
Was Sie nicht (beweisbar - und das muss die Gegenseite beweisen) beauftragt haben, muss nicht gezahlt werden - auch das erfolgte auf eigenes Risiko des Gartenbauers, so dass Sie sogar Unterlassung und Beseitigung fordern könnten.

4.
Der Unternehmer hat dem Besteller das Werk frei von Sach- und Rechtsmängeln zu verschaffen.

Der Unternehmer hat die zum Zwecke der Nacherfüllung (Mängelbeseitigung durch Nachbesserung oder Neuherstellung des Werkes) erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen.

Damit haben Sie nichts zu tun.

5.
Zu Ihrem Schutz gilt:
Kann der Besteller die Beseitigung eines Mangels verlangen, so kann er nach der Fälligkeit die Zahlung eines angemessenen Teils der Vergütung verweigern; angemessen ist in der Regel das Doppelte der für die Beseitigung des Mangels erforderlichen Kosten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.05.2013 | 21:54

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Hesterberg,
vielen Dank für die schnelle und ausführliche Beantwortung meiner Frage.
Ursprünglich wurde zwar ein Festpreis für alles vereinbart, tatsächlich habe aber ich alle Material und Maschinenrechnungen bezahlt, so dass eigentlich nur der Arbeitslohn berechnet werden kann.

Auch beim Material gab es diverse Abweichungen vom Ursprungsangebot die nicht mit mir abgesprochen waren( Pallisaden statt L-Steine ,Betonsteine statt Natursteine, Recycling statt Schotter usw.)

Bisher hat der Gartenbauer keine Schlußrechnung vorgelegt, aber heute aus meiner Sicht eine übertriebene Forderungen für seinen Arbeitslohn genannt.

Die Arbeitsstunden habe ich notiert. Bei den Zusatzkosten für die Mängelbeseitigung sehe ich aber das Problem nachzuweisen, was tatsächlich zusätzlich neu an Material gekauft werden musste und wie viel Arbeitszeit für die Mängelbeseitigung genau angefallen ist.

Da der Gartenbauer bereits bei der Arbeit gepfuscht hat, erwarte ich jetzt bei der Abrechnung auch den Versuch des Auftragsnehmers mich über den Tisch zu ziehen.

Ich werde auf jeden Fall gemäß Ihrer Empfehlung darauf hinweisen, dass ein Festpreis vereinbart ist und keine höheren Kosten von mir bezahlt werden.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.05.2013 | 22:08

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

1.
Ja das stimmt, die Eigenbestellung können Sie auch noch abziehen.

2.
Sie können sowohl die beauftragten Materialien verlangen als auch eine nachvollziehbare und begründete Schlussabrechnung.

Zur Nacherfüllung un den dafür anfallenden Kosten.

Notfalls wäre dieses zu schätzen, aber letztlich muss der Auftragnehmer Ihnen das schlüssig nachweisen können.

Dahingehend sollte eine Rechnung kritisch geprüft werden.

Auf die Arbeitszeit kommt es ja wegen des Festpreises nicht an, so dass allenfalls die Frage des neu bestellten Materials bliebt.

Insgesamt sind Sie aber da eher im Vorteil als die Gegenseite - es gilt das ursprüngliche Angebot, was Sie angenommen haben.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

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