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Garderobenhaftung


02.04.2006 12:20 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Sehr geehrte Damen und Herren

Bei einer größeren Veranstaltung in einer Halle wurde meine Jacke gestohlen. Die Garderobe war unbeaufsichtigt und kostenfrei. Sie befand sich in einem abgeteilten Bereich von der Halle. Ich hatte keine Möglichkeit die Jacke im Auge zu behalten.
Ist es nun Eigenverschulden da ich nicht regelmäßig nach der Jacke gesehen habe, oder haftet der Veranstalter, da er keine Möglichkeit für die Gäste geboten hat die Garderobe immer im Blickfeld zu haben.

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Ein Schadenersatzanspruch gegenüber dem Veranstalter kommt nur dann in Betracht, wenn Sie einen Verwahrungsvertrag mit dem Veranstalter bezüglich der Jacke geschlossen haben. Ein solcher Vertragsschluss dürfte darin liegen, dass der Veranstalter die Möglichkeit anbot, Jacken aufzuhängen, und Sie dieses Angebot durch Aufhängen der Jacke angenommen haben. Daher dürfte grundsätzlich ein Schadenersatzanspruch Ihrerseits gegeben sein.

Da Sie angeben, dass die Verwahrung kostenfrei war, gilt allerdings § 690 BGB, der die Haftung des unentgeltlichen Verwahrers auf die "Sorgfalt in eigenen Angelegenheiten", d.h. auf grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz beschränkt. Grobe Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz werden Sie dem Veranstalter hinsichtlich des Verschwindens Ihrer Jacke wohl kaum anlasten können. Allenfalls dann, wenn der Veranstalter oder seine Hilfspersonen den Diebstahl beobachtet hätten, aber nicht eingeschritten wären, könnte man grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz begründen. Ein Schadenersatzanspruch wird daher wohl leider scheitern.

Es tut mir Leid, dass ich Ihnen keine günstigere Auskunft geben kann. Für eine Nachfrage stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 02.04.2006 | 15:58

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Kann die "Sorgfalt in eigenen Angelegenheiten" auch so verstanden werden:

Der Veranstalter wird eine ihm gehörende Jacke auch nicht unbeaufsichtigt lassen. Tut er es dennoch hat er grob fahrlässig gehandelt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.04.2006 | 18:23

Nein, so ist der Begriff "Sorgfalt in eigenen Angelegenheiten" nicht gemeint. Das Recht geht vielmehr davon aus, dass man in eigenen Angelegenheiten prinzipiell weniger sorgfältig handelt als in fremden Angelegenheiten. Deshalb wird der Begriff "Sorgfalt in eigenen Angelegenheiten", wie in § 690 BGB, so verstanden, dass dies eine Haftungsbeschränkung auf grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz darstellt,so wie ich es in der obigen Antwort beschrieben habe. Es geht nicht darum, wie derjenige verfahren wäre, wenn es sich tatsächlich um seine eigene Angelegenheit gehandelt hätte.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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