Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
503.740
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Garantierecht und Bedingungen

| 22.10.2018 21:58 |
Preis: 25,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo!

Ich bin vor ca. einem Jahr bei einem „Inkubator" für Amazon-Shops eingestiegen, welcher Coachings anbietet, damit man sich mit seinem Geschäft weiterentwickeln kann.
Dazu gab es eine Garantie, dass man alle seine geleisteten Beiträge wiederbekommt, wenn man nicht 100.000 € Umsatz im Jahr erreicht. Ein paar Monate später als ich schon eine Weile dabei war, bekam ich eine Mail mit den Garantiebedingungen. Mich hatte das bis dahin ehrlich gesagt wenig interessiert, da ich dachte, dass ich diese Bedingungen nicht in Anspruch nehmen werde.
Die Bedingungen waren wie folgt: 1. Man hat 5 Coachings genommen, 2. Man hat die Schritte aus dem Coaching umgesetzt 3. Man hat 10 Livestreams gesehen 4. Man hat an mindestens 2 Master Mind Gesprächen teilgenommen 5. Man hat nicht die 100.000 € Umsatz erreicht.

Da mein Unternehmen sich leider recht unerwartet nicht mehr so entwickelt hat wie gewünscht, hatte ich vor ca. 5 Monaten versucht die Garantie in Anspruch zu nehmen. Ich hatte vorher natürlich überprüft, ob ich alle Bedingungen erfülle und bin davon ausgegangen, dass der Ausstieg recht unproblematisch verlaufen würde.
Leider ließ der Inkubator den Ausstieg nicht so einfach zu und behauptete, dass ich gewisse Punkte nicht umgesetzt habe und somit auch keinen Anspruch mehr hätte.

Die Kritikpunkte seitens des Inkubators sehe ich absolut ein, jedoch sind dies nicht Punkte aus dem Coaching die umgesetzt werden können, sondern allgemeine Fehler die ich gemacht habe (teilweise bevor ich beigetreten bin). Ich widersprach daher erneut, worauf mir dann die Antwort gegeben wurde, dass die Coachs sich zu 5. zusammensetzen und die Reportings der Coachings analysieren und dann die Entscheidung treffen, ob derjenige gehen kann.
Ich habe leider nie eine genaue Erklärung bekommen, welche Schritte ich aus den Coachings nicht umgesetzt habe, sondern nur eine etwas schwammige Aussage über allgemeine Fehler.
Letztlich hatte ich zu diesem Zeitpunkt den Kompromiss mit ihnen gefunden, dass ich für 2 Monate die Zahlung einstelle und versuchen kann voran zu kommen.
Mittlerweile leiste ich wieder die monatlichen Beiträge, doch sehe ich keinen Sinn mehr für mich dabei zu bleiben, da ich es mir nicht mehr leisten kann.

Meine Frage wäre nun, ob die Garantiebedingungen überhaupt gültig sind, wenn ich sie doch erst Monate nach meinem Kauf erhalten habe? Zur Klärung: Man kauft hier im Grunde ein Produkt, welches man entweder in Monatsraten zahlt oder direkt komplett. Ich habe beim Beitritt nur etwas von der 100.000 € Umsatz Garantie gehört, die restlichen Bedingungen sind dann gefolgt.

Was sind meine Rechte bzgl. der Garantie? Ich fühle mich hier recht hilflos, da Wort gegen Wort steht und ich nicht weiß worauf ich mich beziehen kann bzw. wie ich argumentieren soll.

Wie sollte ich vorgehen?

Vielen Dank und beste Grüße!
22.10.2018 | 22:31

Antwort

von


(403)
Borsigallee 2
53125 Bonn
Tel: 0228/ 259433
Web: http://www.ra-fritsch.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Mandant,

natürlich kenne ich nicht die genauen Bedingungen des Ihnen vorliegenden Vertragskonstrukts, weshalb ich nur von den Angaben ausgehen kann, die Sie selbst machen.

Hiernach ist aber ganz klar festzuhalten: Ein Vertrag kommt zustande, wenn ein Vertragspartner das Angebot des anderen Vertragspartners annimmt. Inhalt des Vertrages ist dann nur dieses "Paket". Wenn Sie also nachweislich die Garantiebedingungen erst später erhalten haben sollten, so sind diese nicht zum Inhalt des Vertrages geworden.
Die Ihnen später mitgeteilten "Zusätze" könnten dann allenfalls ein Angebot Ihres Vertragspartners auf eine Erweiterung/ Ergänzung Ihres Vertrages darstellen. Da nicht erkennbar ist, dass Sie dieses Zusatzangebot angenommen hätten, sind die Bedingungen auch nicht Inhalt des Vertrages geworden.

Entscheidend für die Ihnen eingeräumte vertragliche Möglichkeit zum Rücktritt ist daher das, was Sie zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses als Informationen vorliegen hatten.
Auf dieser Basis würde ich Ihnen daher raten, diesen Standpunkt noch einmal schriftlich zusammenzufassen und - zu Nachweiszwecken - per Einschreiben an Ihren Vertragspartner zu senden.
Parallel dazu sollten Sie natürlich die Zahlungen einstellen.

Für eventuelle Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 28.10.2018 | 15:23

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sie haben mir auf jeden Fall geholfen und einen besseren Blick über die Situation gegeben!"
Stellungnahme vom Anwalt:
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 28.10.2018
5/5,0

Sie haben mir auf jeden Fall geholfen und einen besseren Blick über die Situation gegeben!


ANTWORT VON

(403)

Borsigallee 2
53125 Bonn
Tel: 0228/ 259433
Web: http://www.ra-fritsch.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Vertragsrecht, Sozialrecht, Miet und Pachtrecht, Arbeitsrecht, Erbrecht