Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Garantie verweigert


28.09.2007 14:02 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
als mein Anlasser kaputt gegangen ist, habe ich bei www.kfzteile24.de einen Neuen gefunden und ihn dann am 13.04.07 in deren Ladengeschäft in Berlin, Indira-Gandhi-Straße, gekauft. Ich wollte nicht über´s Net kaufen, um sicher zu gehen, den richtigen Anlasser zu kaufen.
Das Altteil haben wir wunschgemäß abgegeben und den neuen Anlasser dann einige Tage später fachgerecht eingebaut. (ausgebildete Fahrzeugschlosser)
Einige Tage später ist der bei Ihnen gekaufte Anlasser ohne erkennbare Vorzeichen "durchgebrannt". Wir haben ihn wieder ausgebaut und Ihnen in Originalverpackung zum Tausch gebracht. Ich weiß nicht, ob die zu viele Reklamationen haben aber sie sahen sich außerstande, ihren Austauschverpflichtungen nachzukommen. Statt dessen sollte ich einen weiteren Anlasser kaufen. Sie verpflichteten sich, den defekten Anlasser einzuschicken, ihn innerhalb 4 Wochen zu prüfen und mir dann den Betrag von 103 Euro zurück zu zahlen. Das wäre so üblich. Auf meine Nachfrage nach 4 Wochen sagte ein Mitarbeiter, daß es nun 6 Wochen dauern würde.
Nach nochmaliger telefonischer Nachfrage fand eine Mitarbeiterin einen Vermerk "Garantie abgelehnt". Eine Begründung gab sie nicht.
Auf eine nochmalige Mail weigert sich der Händler nun weiterhin, mir meine 103 Euro zu überweisen und schreibt:
"wir als Händler haben für Sie die Reklamation für den Hersteller bearbeitet, und dorthin Versand.
Wir können für Entscheidungen die dieser trifft nicht haftbar gemacht werden.
Grundsätzlich haben Sie einen Garantieanspruch, gegenüber dem Hersteller einer Sache.
Ein Händler kann in Vorkasse gehen, wenn er sich über eine Sache ein verwertbares
Gutachten erlaubt kann. Diese können wir, wie zuvor beschrieben, hier vor Ort nicht, da wir die
technischen Anlagen hierfür nicht zur Verfügung haben.
Auf Grund der Entscheidung des Herstellers können wir Sie nicht auszahlen, wir verlassen uns
auf die technische Kompetenz unserer Zulieferer und deren Gutachten."
Im vorhergehenden Schreiben schrieben sie (auszugsweise):
"wir haben vor Ort nicht die Möglichkeit, Artikel an Prüfständen oder-einrichtungen
zu testen. Aus diesem Grund, werden Artikel zur Garantieüberprüfung direkt an den Herrsteller
versand. In Ihrem Fall wurde festgestellt, dass der Anlasser überlastet wurde und somit
Ihr Garantieantrag abgelehnt wurde.
Ich bitte Sie daher, den betreffenden Artikel, bei uns in der Filiale in Berlin-Weißensee
abzuholen!"
Ich weiß nicht, wie ich einen Anlasser überlasten soll. Es ginge zwar, ein Auto mit Anlasser und eingelegten Gang zu bewegen und ihn damit zu überlasten, aber bei mir geht das nicht, denn ich fahre ein Automatikwagen (Das wissen die nicht). Mir vorzuwerfen, ich würde mir Garantieleistungen erschleichen wollen, ist eine Frechheit.
Ich will meine 103 Euro wieder haben. Ich kann mir kein Mahnschreiben oder gar n Prozess leisten, habe aber ne Rechtschutzversicherung.
Wie soll ich vorgehen ?
Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen
B.S.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegeben Sachverhalts wie folgt:

Unabhängig der Herstellergarantie ist Ihr erster Ansprechpartner der Händler/Verkäufer.
Es bestehen hier gesetzliche Gewährleistungansprüche, die da wären:
1. Nacherfüllung, d.h. nach Ihrer Wahl Beseitigung des Mangels oder Neulieferung
2. Sofern dies nicht möglich ist oder endgültig von Seiten des Verkäufers abgelehnt wird, Rücktritt vom Kaufvertrag.

Diese Ansprüche bestehen selbstverständlich nur dann, sofern ein Mangel vorgelegen hat. Beweispflichtig, dass ein Mangel vorliegt, sind Sie. Die Beweislastumkehr des § 476 BGB greift hier nur in zeitlicher Hinsicht, nicht in Bezug auf die Vermutung eines Mangels an sich.

Nach Ihrer Schilderung liegt ein solcher Mangel allerdings vor, so dass Ihnen die Gewährleistungsrechte zustehen.

Der Verweis des Händlers auf den Hersteller ist der Versuch, den Kunden zu vertrösten und seiner eigenen Eintrittspflicht zu entgehen. Inwieweit das angesprochene Gutachten aussagen über einen Mangel macht, kann im Rahmen dieser Online- Anfrage nicht beurteilt werden.

Grundsätzlich sollte der Verkäufer nochmals unter Fristsetzung aufgefordert werden, Ihnen eine mangelfreie Sache zu übergeben. Nach Fristablauf können Sie vom Kaufvertrag zurücktreten.

Ihre Rechtsschutzversicherung wird i.d.R. ( ohne Kenntnis des genauen Versicherungsumfanges )diesen Fall übernehmen und die Kosten des Rechtsstreits übernehmen.

Insofern rate ich Ihnen vorab bei Ihrer Rechtsschutzversicherung anzufragen, ob dies von dem Versicherungsumfang gedeckt ist.
Gerne können Sie sich auch an unsere Kanzlei wenden. Wir übernehmen auch die Deckungsanfrage bei der Rechtsschutzversicherung für Sie. Nach Erhalt der Unterlagen können wir Ihnen die Angelegenheit abnehmen.

Ich hoffe, Ihnen vorerst weitergeholfen zu haben und verbleibe


mit freundlichen Grüßen


Günthner
Rechtsanwalt







Nachfrage vom Fragesteller 28.09.2007 | 15:02

Weil ich ja keine 4 Wochen auf meinen Anlasser warten konnte (Ich brauch ja das Auto), wurde mir gesagt, ich solle einen weiteren Anlasser kaufen und würde dann nach 4 Wochen Prüfdauer das Geld für den ersten, kaputten Anlasser wieder bekommen.
Das würde immer so gemacht werden.
Noch ein Anlasser nützt mir ja auch nichts.
Danke ! MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.09.2007 | 15:11

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Nachfrage.

Richtigerweise konnten Sie hier in diesem Fall ohne weitere Aufforderung zur Nacherfüllung vom Kaufvertrag zurücktreten und Ihr Geld zurückverlangen.

Da sich der Händler bis dato weigert den Kaufpreis zurückzuerstatten, wird der Weg nur über einen Rechtsanwalt gehen.
Grundsätzlich könnten Sie auch selbst einen gerichtlichen Mahnbescheid gegen den Händler erwirken ( Gerichtskosten hier: 23 € ), da Sie allerdings rechtsschutzversichert sind, spricht nichts dagegen, die Angelegenheit an einen Rechtsanwalt abzugeben.
Dieser könnte auch - unabhängig von Ihrer Rechtsschutzversicherung - die Rechtsawnaltskosten als Verzugskosten gegen den Händler geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen

Günthner
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER