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Garantie bei KFZ-Werkstattreparatur?


30.05.2005 18:01 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Nachricht: Am 02.07.2004 wurde bei meinem PKW Peugeot 406, Erstzul 08/1996, km-Stand 120342 im Rahmen von Wartungsarbeiten (kein akuter Defekt) auf meinen Wunsch hin auch der Steuerzahnriemen erneuert.Die Arbeiten wurden in meiner "Stammwerkstatt", Citroen-Vertragshändler, vormals Peugeot-Vertragshändler durchgeführt. Rechnung vom 2.7.2004: (u.a.): Zahnriemen erneuert, dabei undichte Wasserpumpe ausgetauscht. (210,54 netto). Material: Kit-Steuerung (105,81 netto) Am 24.5.2005, km-Stand 133052, suchte ich die Werkstatt auf und bat darum, den Auspuff zu überprüfen wegen eines unüblichen Fahrgeräusches und (wieder mal )gelegentlichem Abgas-/Verbrennungsgeruch im Innenraum. Der Meister stellte nach einer kurzen Überprüfung fest, dass es etwas anderes sein müsse und bat mich, den Wagen zur genauen Diagnose und Reparatur am nächsten Tag abzustellen. Bei der Abholung war ich sehr erstaunt zu hören, dass der Zahnriemen nicht richtig gelaufen sei und ein größerer Motorschaden durch Verschleiss oder Abriss des Zahnriemens kurz bevor gestanden habe. Auf meine erstaunte Nachfrage, dass dieser doch erst vor kurzem erneuert worden sei, erklärte er, das sei ja nun auch schon ungefähr ein Jahr her.Eine Ursache für den Defekt sei absolut nicht erkennbar gewesen. Meine neue Rechnung vom 27.05.2005 lautet: Zahnriemenabdeckung ausgebaut.Diagnose: Starke Abnutzung des Zahnriemens durch Schräglauf.Starker Gummiabrieb, dadurch Steuerzeiten durch Überspringen des Zahnriemens verstellt!Gesamter Bereich gereinigt.Nockenwellenräder und Wasserpumpe ausgebaut,festgepresster Gummiabrieb aus Verzahnung entfernt. Neuer Zahnriemen mit neuer Umlenkrolle montiert.Probelauf ohne Verkleidung druchgeführt.Neuer Zahnriemen verläuft vorschriftsmäßig mittig! Motor komplettiert,Kühlsystem wieder befüllt. Lohn 210,95 (netto), Teile: Kit Steuerung (105,86 netto). Die Rechnung wurde von mir noch nicht bezahlt. Ich habe einfach den Verdacht, dass eine nicht ordnungsgemäß erfolgter Zahnriemenwechsel am 2.7.2004 zum jetzt erneuten Austausch geführt haben. Habe ich noch einen Garantieanspruch auf diesen ersten Zahnriemenwechsel ? Mein Verdacht gründet sich auch darauf: Bereits im Herbst und Winter 2004 (also nach dem ersten Zahnriemenwechsel) habe ich einen (auch saisonüblich) überhöhten Kraftstoffbedarf und kurzzeitigen Abgas-/Verbrennungsgeruch festgestellt und bat darum, die Auspuffanlage zu überprüfen und die Ursache zu ergründen (immer dieselbe Werkstatt). Daraufhin wurde am 13.01.2005 ein Motordiagnose - Test durchgeführt - ohne Fehlerergebnis aber dennoch der Leerlaufstellmotor erneuert (insgesamt 125,83 brutto). Abschließend möchte ich anmerken, dass ein jahrelanges Vertrauenverhältnis besteht, das sich auch darin ausdrückt, dass schriftliche Reparaturaufträge oder ähnliches nicht geschrieben werden. Die Werkstatt hatte ebenso wie ich bisher keine Probleme damit und es ist wohl auch in dem von mir beschriebenen Fall nicht das Problem. Für eine baldige Antwort wäre ich dankbar Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sollten die im Juli 2004 durchgeführte Erneuerung des Zahnriemens nicht sach- und fachgerecht durchgeführt worden sein und nun zu dem Schaden bzw. neuerlichen Austausch geführt haben, werden Sie einen Gewährleistungsanspruch gegen die Werkstatt haben. Die neuerlichen Arbeiten wären dann als Nachbesserung bzw. Schadensersatz nicht von Ihnen zu bezahlen. Dieser Anspruch wäre auch noch nicht verjährt, da die regelmäßige Verjährungsfrist von 3 Jahren einschlägig ist.

Allerdings besteht ein Gewährleistungsanspruch nur, wenn Sie nachweisen können, daß die Arbeiten im Juli 2004 nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurden. Kann das Verschieben des Zahnriemens auch eine andere Ursache, z.B. Verschleiß haben, und lässt sich nicht einwandfrei klären, ob die Werkstatt ein Verschulden trifft, werden Sie den Beweis nicht erbringen können und die neuerlichen Arbeiten ebenfalls bezahlen müssen.

In Anbetracht der langjährigen Geschäftsbeziehungen sollten Sie versuchen, mit der Werkstatt eine Regelung auf Kulanzbasis zu treffen, wenn Sie einen kostenträchtigen Rechtsstreit vermeiden möchten. Denn der Beweis, daß der jetzt festgestellte Schaden durch die Werkstatt beim Einbau des Zahnriemens im Juli 2004 verursacht wurde, wird, wenn überhaupt, nur durch ein Sachverständigengutachten zu erbringen sein.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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