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Garantie Notebook

31.07.2017 20:18 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


21:05
Guten Tag,

ich habe ein Notebook, das ich nach 11 Monaten wegen Problemen mit dem Ein- und Ausschalten bei dem Hersteller reklamiert habe. Von diesem kam nach einer Diagnose ein Kostenvoranschlag für ein defektes Mainboard und Keyboard. Wegen unsachgemäßer Behandlung wurde die 2 jährige Garantie abgelehnt. Das Notebook habe ich ohne Festplatte von einem Online- Händler gekauft und eine neue Platte eingebaut. Da die neuen Geräte keinen Schacht mehr für die Festplatten besitzen, musste ich das Unterteil komplett entfernen. Dabei habe ich einen kleinen Riss an der Unterseite verursacht. Das war nun die Begründung für die Ablehnung der Garantie. Das Gerät habe ich daraufhin dem Händler geschickt und ihn unter einer Fristsetzung von 10 Tagen zur Reparatur oder zum Ersatz in Bezug auf die Gewährleistung aufgefordert. Diese hat er nun nach exakt 10 Tagen abgelehnt und mir mitgeteilt, er würde sich der Begründung des Herstellers anschließen und ich hätte das Gerät ja nicht nur 1 Mal geöffnet und damit die Elektronik beschädigt. Und das Gerät hätte ja 11 Monate funktioniert. Seltsamerweise decken sich meine Reklamation und die Diagnose überhaupt nicht, da das Gerät ja eigentlich funktioniert, nur beim Ein- und Ausschalten Probleme zeigte. Erwähnen sollte ich noch ,dass das Notebook ein Multigerät ist, dass man sowohl als normales Notebook, wie auch im umgeklappten Modus als Tablet benutzen kann und diese Umklappfunktion nicht immer so einfach vonstatten geht.
31.07.2017 | 20:54

Antwort

von


(892)
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Tel: 022180137193
Web: http://www.rechtsanwalt-schwartmann.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn das Notebook defekt ist, stehen Ihnen gegenüber dem Händler die gesetzlichen Gewährleistungsrechte zu, also auf Nachbesserung (Reparatur) oder, sofern diese fehlschlägt, Lieferung einer fehlerfreien Kaufsache bzw. Rücktritt und Erstattung des Kaufpreises.

Das Vorliegen des Mangels müssen Sie beweisen. Wenn der Händler behauptet, daß der Mangel von Ihnen selbst verursacht wurde, trifft ihn dafür die Beweislast. Daß man bei einem Notebook den unteren Deckel abschraubt, um eine neue Festplatte, SSD oder einen RAM-Riegel einzubauen, ist normal und stellt einen üblichen Gebrauch dar. Das wird auch kaum mit dem von Ihnen beschriebenen Problem zusammenhängen, so daß ich davon ausgehe, daß es sich nur um eine müde Ausrede des Händlers handelt.

Sie sollten ihn unter Fristsetzung auffordern, das Gerät im Rahmen der Gewährleistung zu reparieren. Lehnt er das ab, wenden Sie sich bitte an einen Anwalt zur weiteren Unterstützung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 31.07.2017 | 21:04

1 Frist habe ich ihm ja vom 21.7-1.8. gesetzt. Die hat er am 31.7. verweigert. Jetzt werde ich ihm noch eine Frist von 5 Tagen geben, ihn auch auf eine mögliche juristische Unterstützung hinweisen und wenn er das auch verweigert, könnte ich Ihnen den Fall dann offiziell übergeben?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 31.07.2017 | 21:05

Das können Sie selbstverständlich gerne machen. Bitte kontaktieren Sie mich dann über meine E-Mail-Adresse.

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