Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Garagenbau ohne Zustimmung aller Eigentümer

08.09.2008 23:30 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


ich habe im Sommer 1996 durch Erbschaft Grundstück mit Einfamilienhaus zu einem Anteil von 1/4 übertragen bekommen. Das gesamte Objekt wird vom Eigentümer genutzt, welcher die restlichen 3/4 Anteile hält. Ein Nutzungsentgelt wurde von mir nicht erhoben. Nachdem der Nutzer im Laufe der Zeit mich aufforderte, diverse Rechnungen (Zaun, Fenstererneuerung etc.) anteilig zu begleichen, wurde ihm erstmalig 1998 schriftlich mitgeteilt, dass es vorab einer Zustimmung von Reparatur und Umbaumaßen durch mich bedarf. In der Zwischenzeit kam es zu einer Rechtsauseinandersetzung, wo der Nutzer zur Zahlung einer Nutzungsentschädigung vom Wohnhaus verpflichtet wurde. Grundlage war ein Gutachten im Herbst 2006 zwecks Ermittlung über das ortsübliche Nutzungsentgelt und Verkehrswert. Aus diesem Gutachten entnahm ich, dass 1999 eine Garage auf dem Grundstück ohne meine Kenntnis und Zustimmung gebaut wurde. Daraufhin habe ich den Nutzer im November 2006 aufgefordert, rückwirkend eine anteilige Nutzungsentschädigung ab 1999 zu begleichen oder den ursprünglichen Zustand herzustellen. Nach mehreren Schreiben mit der gegnerischen Anwaltskanzlei, wurde mir Ende August 2008 ein äußerstes Angebot unterbreitet. Die Garage ist nicht zu entfernen, dies wäre insbesondere schikanös. Mir wurde eine anteilige Nutzungsentschädigung ab Mai 2004 vorgeschlagen. Damit bin ich nicht einverstanden. Ich erwäge nun rechtliche Maßnahmen einzuleiten, um die Garage entfernen zu lassen.
Meine Fragen lauten:
• Wäre es notwendig, hier einen Anwalt einzuschalten oder ist die Sachlage eindeutig?
• Gibt es Fristen die ich berücksichtigen muss, da ich immer noch an einer außergerichtlichen Klärung interessiert bin?
• Im Gutachten zum Verkehrswert wurde die Garage nicht mit bewertet, da der Nutzer diese auf eigene Kosten errichtet hat. Sollte es zu einer Versteigerung kommen, wird dann der Garagenwert für mich nicht berücksichtigt?
• Habe ich einen Anspruch, die Garage entfernen zulassen und wer übernimmt die Kosten?

Sehr geehrter Ratsuchender,


hier wird Ihr Anspruch auf Rückbau nach in drei Jahren verjähren. Maßgeblich für den Beginn der Verjährung ist der Zeitpunkt, von dem an Sie Kenntnis von der zweckwidrigen Nutzung erhalten.

Diese Verjährungsfrist gilt auch für die Geltendmachung der Nutzungsentschädigung, so dass das Angabot der gegenseite, bis 2004 zurückzurechnen, nicht von der Hand zu weisen ist.

Eine Verlängerung dieser Fristen ist möglich, wenn die Gegenseite auf die Einrede der Verjährung schriftlich verzichtet, was hier, wenn außergerichtliche Verhandlungen noch nicht abgeschlossen und eine Einigung möglich ist, der Gegenseite auch nahegelegt werden sollte.

Einen Anspruch, die Garage auf Kosten der Gegenseite zu entfernen zu lassen haben Sie, müssen aber die Verjährung beachten. Das Argument der Gegenseite, diese Durchsetzung sei schikanös, vermag ich dabei nicht nachzuvollziehen, da es eben an einem Beschluss fehlt und Sie in Ihren Eigentumsrechten benachteiligt werden.

Bei einem Gutachten würde die Garage für das Grundstück insgesamt mit berücksichtigt.

Da die Gegenseite anwaltlich vertreten ist, würde es sich hier allein aus Gründen der "Waffengleichheit" anbieten, ebenfalls einen Anwalt zu beauftragen, zumal ansonsten von Ihnen auch wichtige Verfahrensfragen beachtet werden müssten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70521 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und sehr kompetente Hilfe. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat meine Fragen sehr gut verständlich und ausführlich beantwortet und war sehr freundlich. Ich kann den Anwalt weiterempfehlen und werde mir überlegen, ob ich ihn für den noch zu bearbeitenden Rest dieser Klage engagiere, ... ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Kurz, verständlich und zügig ...
FRAGESTELLER