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GaVO: Zwischenwand für Raumtrennung Garage und Abstellraum/Werkstatt

8. April 2021 11:10 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Welche Brandschutzanforderungen Garagenwände erfüllen müssen, ergibt sich aus der Bauordnung, einer Ausführungsverordnung und den Technischen Baubestimmungen.

In der GaVO heißt es (Relevantes startet nach "-->"): „Kleingaragen dürfen mit anders genutzten Räumen sowie mit anderen Gebäuden unmittelbar nur durch Öffnungen mit mindestens dichtschließenden Türen verbunden sein;
[-->] dies gilt nicht für Türen in Wänden, die keine Brandschutzanforderungen erfüllen müssen."

Frage: Bedeutet der oben stehende Satz, dass Garagen gar nicht mit anderen Räumen verbunden werden dürfen, wenn diese über KEINE Feuerschutzwand verfügen? Was heißt "Wände, die keine Brandschutzanforderungen erfüllen" bzw. wie müssen Wände gestaltet sein, dass sie die Brandschutzanforderungen erfüllen? Reicht Feuerschutzwand F30 aus bzw. ist mindestens diese erforderlich?

Einsatz editiert am 10.04.2021 12:14:27

10. April 2021 | 13:50

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie müssen mir ggf. bitte noch mitteilen, in welchem Bundesland die Garage errichtet werden soll bzw. steht. Bauordnungs- und Garagenrecht ist Landesrecht. Die Frage kann nicht isoliert anhand eines Satzes in einer Garagenverordnung beantwortet werden. Um die Sächsische Garagen- und Stellplatzverordnung (SächsGarStellplVO) geht es offensichtlich nicht.

Ob und welche Wände und eventuell sogar Brandwände erforderlich sind, ergibt sich aus der jeweiligen Garagenverordnung oder aus der jeweiligen Bauordnung. Wenn weder in der Bauordnung noch in der Garagenverordnung für eine Wand der Garage eine Wand mit bestimmter Brandschutzanforderung gefordert wird, dann ist der von Ihnen herausgehobene Halbsatz einschlägig.

Brandwände trennen in der Regel Gebäude oder große Gebäudeteile voneinander ab. Das unterscheidet sie von Trennwänden, die einzelne Nutzungseinheiten begrenzen. Brandwände können Außenwände sein, sie können auch Funktionen tragender Bauteile übernehmen. Immer steht jedoch die Qualität als Brandwand im Vordergrund.

Brandwände werden in der DIN 4102-3 „Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Brandwände und nichttragende Außenwände, Begriffe, Anforderungen und Prüfungen" reguliert. Diese DIN ist in allen Ländern Eingeführte Technische Baubestimmung.

Brandwände müssen feuerbeständig sein und vollständig aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen. Sie müssen so beschaffen und angeordnet sein, dass sie bei einem Brand ihre Standsicherheit nicht verlieren und der Ausbreitung von Feuer entgegenwirken. Das bedeutet, dass Brandwände zusätzlich zu der geforderten Feuerwiderstandsdauer und Baustoffanforderung auch unter mechanischer Beanspruchung feuerbeständig sein müssen (F-90-A-M-Anforderung). Geprüft wird dies über einen Schlagversuch an Musterkonstruktionen.

Als feuerbeständige Wände müssen Brandwände der Feuerwiderstandsklasse F 90-A entsprechen. Der Nachweis der Feuerwiderstandsklasse von Brandwänden muss durch bauaufsichtliches Prüfzeugnis erfolgen. Die in der DIN 4102-3 aufgeführten Konstruktionen von Brandwänden sind ohne Nachweise in die dort angegebenen Feuerwiderstandsklassen einzureihen.

Im Gegensatz zu feuerbeständigen Bauteilen, die nur in den wesentlichen Teilen aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen, müssen „echte" Brandwände in allen Bauteilen aus nichtbrennbaren Baustoffen der Baustoffklasse A 1 bestehen (DIN 4102-2). Das Ergebnis sind zudem die Öffnungslosigkeit und ein erheblicher konstruktiver Aufwand bei der Herstellung von Durchdringungen.

(Quelle: WEKA-Fachbeitrag "Brandwand")

Ich hoffe, Ihre Frage soweit verständlich beantwortet zu haben, und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Gero Geißlreiter
Fachanwalt für Verwaltungsrecht

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