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GMBH Gewinn trotz Austritt, rückwirkend versteuern

27.11.2013 10:27 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla


Mein Mann ist 2012 aus einer GmbH ausgestiegen und die Anteile wurden an die verbleibenden beiden Gesellschafter verkauft.

Im Notarvertrag unter § 5 Jahresbschluss steht:

Der bestätigte Jahresabschluss- Bilanz nebst GUV- der Gesellschaft zum 31.12.2010 und die Entwicklung der Aktiva und Passiva bis zum Vertragsabschluß ist den Parteien bekannt!


§6 Gewinn

Der im laufenden Geschäftsjahr erwirtschaftete Gewinn, der auf den in § 1 genannten Geschäftsanteil entfällt, steht dem Käufer zu. Entsprechendes gilt für den Gewinn, der im vorangegangenen Geschäftsjahr erwirtschaftet und nicht unter die Gesellschafter verteilt worden ist.

Nun wurde nach Austritt aus der GmbH in 2012 erst in 2013 das Geschäftsjahr 2011 abgerechnet.

Nun haben wir 7000 € Gewinn versteuern müssen, obwohl wir keine Auszahlung des selbigen erhalten haben!

Können wir diesen Gewinn einfordern, bzw. müssen doch die Käufer die Steuern d.Gewinne übernehmen?

Ich danke für eine schnelle Antwort.

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworten möchte:

Vorab: Ob hier tatsächlich eine Pflicht zur Nachversteuerung besteht und ob der Betrag von 7.000.- € gerechtfertigt ist, kann ich im Rahmen dieser Erstberatung ohne Kenntnis der gesamten steuerlichen Situation der Gesellschaft (sowie gegebenenfalls der Gesellschafter) aus der Ferne leider nicht abschließend beurteilen.

Dennoch möchte ich versuchen, Ihnen anhand Ihrer Schilderung eine erste grobe Einschätzung der Rechtslage zu geben.

Vom Grundsatz her gilt, dass auch ein Austritt aus der Gesellschaft nicht von ehemaligen Steuerschulden befreit. Sofern also tatsächlich für 2011 noch Steuern nachzuentrichten sind, steht der Nachzahlung auch der Austritt bzw. ein Verkauf der Gesellschaft nicht entgegen.

Da Sie im Jahr 2011 offenbar Gesellschafter gewesen sind, sind auch leider nach wie vor Sie der richtige Steuerschuldner.

Die andere Frage ist, ob der Käufer diese Steuerschulden übernehmen muß. Hierfür würde aber einer entsprechenden Vereinbarung zwischen Käufer und Verkäufer erforderlich sein, die ich so nicht erkennen kann.

Nach Ihrer Schilderung kann ich daher leider keinen Grund erkennen, weshalb der Käufer die Steuerschulden übernehmen sollte. Da solche Sachverhalte aber erfahrungsgemäß sehr Komplex sein können rate ich Ihnen dringend an, einen im Gesellschaftsrecht und Steuerrecht erfahrenen Kollegen oder Steuerberater vor Ort mit der abschließenden Klärung der Sach- und Rechtslage zu beauftragen.


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