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GKV oder PKV für Studenten

| 13.03.2018 09:47 |
Preis: 55,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

ich bitte um Antwort auf Fragen zu folgendem Sachverhalt:

Meine Tochter studiert und ist im Mai 2017 25 Jahre alt geworden. Bis Dezember 2017 war sie aufgrund meines Beamtenstatus mittelbar beihilfeberechtigt (in Baden-Württ. endet die Berechtigung zum Ende des KJ, in dem das 25. Lebensjahr vollendet wird) und deshalb günstig privat versichert. Seit Jan. 2018 ist sie weiterhin privat versichert, nun mit einem höheren Beitrag wg. Wegfall der Beihilfeberechtigung. Zu Beginn ihres Studiums im Okt. 2012 bestand einmalig Wahlfreiheit zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung; die Entscheidung fiel auf die private Versicherung und ist auch für die Dauer des Studiums so festgelegt.Seit Oktober 2017 befindet sie sich in einem Masterstudiengang, den sie voraussichtlich zum Sept. 2019 abschließen wird.

Zwischen Januar und März 2017 hatte sie neben dem Studium ein Praktikum absolviert mit einer Vergütung von rd. 500,-- €/Mon. Ab 12.Juni 2017 hat sie als Werkstudentin gearbeitet, vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit = 18 Stunden, Bezüge i. H. v. durchschnittlich 1220,-- €/Monat brutto. Lohnsteuer, Kirchensteuer und Beiträge zur Rentenversicherung wurden vom Arbeitgeber abgeführt. Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge wurden in die private Versicherung durch mich einbezahlt..

Frage:
Hätte meine Tochter zum 12.06.17 bei der gesetzliche Krankenversicherung angmeldet werden müssen, weil die Höhe der Bezüge den Eintritt in die gesetzliche Sozialversicherung zwingend notwendig gemacht hätte (und damit die Festlegung zur PKV außer Kraft gesetzt), und sollte dies zutreffen: Müssten für den Zeitraum ab 12. 6. Beiträge für die gesetzliche KV/PV nachentrichtet werden bzw. meine Tochter rückwirkend, falls das überhaupt möglich ist, dort angemeldet werden?

Für die Beantwortung meiner Fragen danke ich bereits im Voraus.

Sehr geehrter Ratsuchender,

wichtig ist hier die wöchentliche Arbeitszeit:

Würde diese 20 Stunden oder mehr betragen, wäre Ihre Tochter als Arbeitnehmerin in die GKV aufzunehmen gewesen.
Hier waren es aber „nur" 18 Stunden.

Das hat zur Folge, dass der privatrechtliche Vertrag zwischen dem Versicherungsanbieter und der Versicherungsnehmerin bestehen bleibt.

Solche Verträge fallen nicht unter die Regelungen der Sozialgesetzgebung, die die GKV betreffen.

Arbeitet Ihre Tochter aber unter 20 Stunden pro Woche, zählt sie weiterhin im Sozialversicherungsrecht als Studentin und bleibt privat versichert.

Die Einkünfte sind dabei zweitrangig:

Hier arbeitet Ihre Tochter weniger als 20 Stunden pro Woche, verdient aber mehr als 450 € monatlich.

Das bedeutet nur, dass Abgaben in die Rentenversicherung zu zahlen sind.

Das bedeutet aber auch, dass die Krankenversicherung dabei privat bleibt.

Ihre Tochter hätte also nicht bei der GKV angemeldet werden müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 13.03.2018 | 11:07

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